"Klartext, Herr Schulz" als ZDF-Wiederholung sehen: Martin Schulz macht auf Merkel und bekommt deftige Abfuhr

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2017 geben die führenden Politiker noch einmal alles, um die Wähler auf ihre Seite zu bringen. Im ZDF versuchte es "Klartext, Herr Schulz" mit der Merkel-Taktik, scheiterte aber grandios.

Im ZDF redet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Dienstag "Klartext". Bild: Michael Kappeler/dpa

Am 24. September 2017 wählt das deutsche Volk einen neuen Bundestag. Kurz vor der Wahl ziehen die Politiker noch einmal alle Register und buhlen um die Gunst der Wähler. Im ZDF sprach der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Dienstag Klartext.

"Klartext, Herr Schulz" am 12.09.2017 verpasst? Wiederholung in der ZDF-Mediathek online und im TV sehen

Sollten Sie es am Dienstag, 12. September 2017, nicht rechtzeitig vor den Fernseher geschafft haben oder Sie "Klartext, Herr Schulz" erneut sehen möchten, haben Sie mehrere Möglichkeiten: In der ZDF-Mediathek stehen Ihnen zahlreichen Produktionen des Senders nach der Ausstrahlung im TV als kostenlose Online-Wiederholung per Video on Demand zur Verfügung. Falls Sie hingegen eine Wiederholung im Fernsehen bevorzugen, haben Sie folgende Termine zur Auswahl:

  • Mittwoch, 12.09.17 - 0.45 Uhr, Phoenix
  • Mittwoch, 13.09.17 - 9.30 Uhr, Phoenix

"Klartext, Herr Schulz" am 12. September 2017: SPD-Kanzlerkandidat verspricht bessere Pflege

Schulz will eine bessere Pflege alter Menschen in Deutschland zum zentralen Thema der nächsten Wahlperiode machen. "Ich will, dass wir die Würde von alten Menschen an die Spitze der Prioritätenliste in der Politik in diesem Lande setzen", sagte Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Klartext".

Es könne nicht sein, dass es in einem der reichsten Länder der Erde weder genügend Personal noch Geld für alte Menschen gebe. "Wir haben milliardenschwere Überschüsse in den Haushalten - und keinen Platz für Demenzstationen", sagte Schulz. "Das wird geändert." Nötig sei mehr Personal, bessere Bezahlung und die Möglichkeit, unbürokratisch auf Pflegekräfte aus dem Ausland zurückzugreifen. "Die Pflege ist für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein zentrales Thema." Rein zufällig kam das Thema wohl nicht auf: Beim Thema Pflege musste sich Merkel in der ARD-Sendung "Wahlarena" zuletzt einige Vorwürfe gefallen lassen.

"Klartext, Herr Schulz": Schulz-Abfuhr nach Merkel-Imitation

Es ist nicht das einzige Mal, dass Schulz auf Merkel macht. Offensichtlich hat er es sich abgeschaut, dass man eine Zuschauerfrage mit einer Gegenfrage kontern muss, um den persönlichen Bezug herzustellen. Dieses Prinzip klappt bei Merkel meistens ganz gut - Schulz fällt damit auf die Nase. Als er bei"Klartext, Herr Schulz" eine Rentnerin nach ihrer Rente fragt, bekommt er eine deftige Abfuhr:"Nee, das will ich nicht sagen."

AfD tritt Würde der Menschen mit Füßen

Dann doch lieber auf die eigenen Kräfte besinnen. Zum Beispiel im Kampf mit der AfD. Der SPD-Kanzlerkandidat hat der AfD vorgeworfen, das gesellschaftliche Klima in Deutschland zu vergiften. "Diese Leute treten die Würde der Menschen mit Füßen", sagte Schulz.

Der Fraktionschef der AfD im Thüringer Landtag, Björn Höcke, wolle eine 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus durchsetzen. Die AfD sei eine "Partei der Hetzer" und eine "Schande für unser Land", sagte Schulz. Auf die Frage eines Mannes im Publikum, der bei einer Meldestelle für antisemitische Vorfälle arbeitet, wie er im Bundestag auf entsprechende Provokationen der AfD reagieren würde, antwortete Schulz: Ich schmeiss die raus." Als EU-Parlamentspräsident hatte Schulz einen rechten griechischen Abgeordneten nach rassistischen Aussagen des Saales verwiesen.

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FOTOS: Schulz-Effekt in Bildern Martin Schulz und sein "Langstreckenlauf" ins Kanzleramt
zurück Weiter Kann schon mal angriffslustig: Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, will Angela Merkel aus dem Kanzleramt jagen. (Foto) Foto: Kay Nietfeld/dpa Kamera

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jat/kns/news.de

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