MTV Video Music Awards 2017: Die Gewinner der VMAs sowie alle Infos finden Sie hier

Kämpferische Reden und düstere Live-Auftritte: Dass die MTV Video Music Awards im Zeitalter von Donald Trump angekommen sind, wird überdeutlich. Großer Gewinner ist Rapper Kendrick Lamar.

Auch Ed Sheeran ist bei den MTV Video Music Awards 2017 mit dabei. Bild: dpa

Kurz vor der Werbepause schaut Moderatorin Katy Perry in die Kamera und ruft die Zuschauer zu Hause zum Mitmachen auf: "Das ist eine Abstimmung, bei der es tatsächlich auf die Mehrheit der Stimmen ankommt, aber beeilt euch, bevor noch irgendein willkürlicher russischer Popstar den Preis bekommt!" Das Publikum der MTV Video Music Awards in Los Angeles am Sonntag johlt angesichts des Seitenhiebs auf Donald Trump und dessen Wahlniederlage in absoluten Stimmen gegen Hillary Clinton.

Perrys kleine Spitze ist nur eine von vielen Äußerungen mit klarer Haltung, die die Show in diesem Jahr prägen. In ihrer 34. Auflage sind die VMA im Aktivisten-Zeitgeist der Trump-Präsidentschaft angekommen: Die Hautfarben von Nominierten, Laudatoren und Preisträgern ist deutlich vielfältiger als bei den Oscars oder Grammys, statt nach Geschlechtern getrennten Preisen gibt es nur gemischte Kategorien, und mehr als die Hälfte der Redner nimmt Bezug auf ein gesellschaftliches Anliegen, das ihm oder ihr am Herzen liegt.

MTV Video Music Awards 2017: Das sind die Gewinner

Preise gibt es auch: Rapper Kendrick Lamar gewinnt den Award für das beste Video des Jahres für "Humble". Für den Song hatte er auch den Preis für das beste Hip-Hop-Video des Jahres bekommen. Der 30-Jährige hatte die Show mit einer aufwendigen Performance eingeläutet, bei der seine Tänzer ein brennendes Drahtgitter rauf und runter kletterten. Lamar ist mit sechs Preisen der Abräumer des Abends, im Kampf um den Titel als bester Künstler muss er sich jedoch dem Briten Ed Sheeran geschlagen geben. Bester neuer Künstler wird der R&B-Sänger Khalid.

Die im Vorfeld mit Spannung erwartete Video-Premiere der neuen Single von Tayler Swift geht dagegen während der Show eher unter. Für den mit ihrem eigenen Image spielenden Song hatte Swift zuvor bereits massiv Kritik bekommen, weil er sich in den Augen vieler Fans in Stil und Inszenierung zu stark bei Beyoncé Knowles bedient. Dennoch steht "Look What You Made Me Do" nur drei Stunden nach Ende der VMA bei Youtube bereits bei rund acht Millionen Klicks.

MTV Video Music Awards 2017 in Live-Stream und TV

MTV Video Music Awards 2017 und die VMA Pre-Show am Sonntag, den 27. August, sehen Sie ab 2 Uhr in der Nacht auf Musik-Sender MTV und natürlich parallel auf MTV.de im Livestream. Wem das zu spät ist, kann sich auch eine Wiederholung der Show anschauen. Die MTV Video Music Awards werden am Sonntag, 28. August 2017 um 9 Uhr sowie am Dienstag, den 29. August 2017, um 11 Uhr bei VIVA noch einmal gezeigt.

Bei MTV spielt die Musik ab 2018 wieder kostenlos im Free-TV

Der Musiksender MTV will seine Reichweite ausbauen und kehrt im kommenden Jahr in das frei empfangbare Fernsehen zurück. Nach dem Start des kostenlosen Livestreams auf MTV.de gehe der Sender mit der unverschlüsselten Verbreitung in Deutschland und Österreich ab 2018 weiter auf das junge Publikum zu. MTV wolle seine Zuschauer überall dort erreichen, wo sie sich aufhalten, erklärte Mark Specht, bei der MTV-Muttergesellschaft Viacom für Deutschland, Schweiz und Österreich verantwortlich.

Seit März ist MTV unter www.mtv.de/live frei und kostenlos empfangbar, sowohl im Netz als auch als App. MTV HD bleibe weiterhin über diverse Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz empfangbar, teilte MTV am Montag in Berlin weiter mit.

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gea/news.de/spot on news/dpa

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