04.07.2017, 16.45 Uhr

"Tierisch verknallt" als Sat.1-Wiederholung sehen: Mit Schwein und Hund der Liebe auf die Sprünge helfen

Tiere sind die besseren Menschen. Manchmal. Und klüger als viele Menschen sind sie gelegentlich auch. Zumindest in der Sat.1-Komödie "Tierisch verknallt", mit der sich Produzent Markus Brunnemann einen acht Jahre lang gehegten Herzenswunsch erfüllte. So sehen Sie den Film in der Wiederholung.

Hausschwein Paula (r.) und Jack Russell Terrier Johnny (l.) wollen der Liebe auf die Sprünge helfen. Bild: SAT.1 / Hardy Spitz

Ob "Unser Charly", "Hallo Robbie!" oder zuletzt "Die Rettungshunde": Immer schon hatten es seine Phoenix-Filme mit den possierlichen Viechern. Niedlich, aber stumm. Nun reizte es ihn, mal was mit sprechenden Tieren zu machen.

Erst wollte er noch Puppen einsetzen. Dann wurde im Kontakt mit dem ZDF die Idee einer Sitcom daraus. Die zerschlug sich wieder. Zugleich ertönte von Sat.1 her der Ruf nach romantischen Lustspielen mit besonderem Pfiff. Das war der genau richtige Anstoß. So kam denn schließlich die von Sarah Augstein und Klaus Rohne geschriebene, von Christian Theede inszenierte Geschichte zustande, mit einem kräftigen Schuss Märchen dabei. Wie hier überhaupt ein Hauch Kinderstunde weht, trotz reichlicher Verwendung derber Ausdrücke wie "Scheiße", "verarschen" oder "Leck dich an den Eiern".

"Tierisch verknallt" als Wiederholung online in der Sat.1-Mediathek 7TV

Sollten Sie es am Dienstag nicht geschafft haben,"Tierisch verknallt" zu sehen oder die Komödie einfach noch einmal sehen wollen, dann lohnt sich ein Blick in die Sat.1-Mediathek 7TV. Hier können Sie zahlreiche TV-Formate direkt nach Ausstrahlung als kostenloses Video on Demand jederzeit und überall streamen. Eine Wiederholung im TV wird es leider nicht geben.

TV-Vorschau am 4. Juli 2017 zu "Tierisch verknallt"

Architekt Peter ist Witwer und kann die tödlich verunglückte Angetraute nicht vergessen. Schon hört er tagelang nur noch ihre Lieblingsmelodie, trinkt nur Tee wie sie und will die Räume nicht vermieten, in der sie, eine Tierärztin, einst ihre Praxis hatte. Da entscheidet Sohn Jan: Papa braucht eine Frau.

Die beiden Haustiere, das Schwein Paula und Hund Johnny, sind der gleichen Meinung. Die tote Mama oben im Himmel gibt ihren Segen. Und verfügt, der guten Fee bei "Aschenputtel" ähnlich, unter heftigem Sternengeglitzer am Nachthimmel, dass die Tiere sprechen können, um ihr Herrchen auf den Weg der Vernunft oder wenigstens auf den der Ehe zu bringen. Als Kandidatin steht die Architekturkollegin Lisa bereit, eine Katastrophen-Lady allerdings, deren Bauten wegen falscher statischer Berechnungen grundsätzlich zusammenstürzen.

Jasmin Gerat spielt sie, Oliver Mommsen ist Architekt Peter. Der zehnjährige Max Boekhoff steuert als Filius Jan viel kulleräugigen Bubencharme bei. Zum Ensemble gehört allerlei Prominenz wie Anja Nejarri oder Roman Knizka. Aber eigentliche Stars sind Hund und Schwein (das in einer frühen Phase noch ein Waschbär hatte sein sollen).

Zunächst sollte es möglichst viele "natürliche Anteile" geben. Aber die Arbeit mit technischen Tricks war denn doch einfacher und effektiver, und auch die Idee mit den Puppen wurde rasch wieder verworfen. Einige Male, am Anfang und am Schluss, sieht man zwar die authentischen Tiere durch die Szene laufen, und sie durften sich auch während der Aufnahmen munter im Studio tummeln.

Doch der Rest ist Computeranimation, wobei zunächst mal die Schauspieler bei den Aufnahmen mit Pappmodellen hantieren mussten. Dann fing die Animation nach dem Vorbild der lebenden Modelle an. "Ich finde", meint Markus Brunnemann, "das Ergebnis kann sich sehen lassen". Dafür war die Special-Effects-Firma Exozet gewonnen worden, die erstmals in einem deutschen Film die Pixar-Technik einsetzte. Mit der wurde auch schon der letzte "King Kong"-Film animiert: Nach Sau und Hund gibt es also noch ungeahnte Steigerungsmöglichkeiten.

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mag/sam/news.de/dpa

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