"Tatort" in der Wiederholung in der ARD-Mediathek sehen: Letzter "Tatort"-Fall für Sibel Kekilli: Verworrene Henning-Mankell-Story

Sibel Kekilli spielte in "Borowski und das Fest des Nordens" nach sieben Jahren zum letzten Mal Kommissarin Sarah Brandt an der Seite von Axel Milberg als Chef. So sehen Sie den Kieler "Tatort" in der Wiederholung in der ARD-Mediathek.

Letzter gemeinsamer Fall für die Kommissare Klaus Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli). Bild: NDR/Christine Schroeder

Sie brüllen sich an, schubsen und beleidigen sich: Das Kieler "Tatort"-Ermittlerduo Kommissar Borowski (Axel Milberg) und seine Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) ist nach sieben Jahren und 14 Episoden buchstäblich am Ende. In ihrem letzten gemeinsamen Krimi "Borowski und das Fest des Nordens" spüren die beiden, mehr gegeneinander als miteinander ermittelnd, einen ebenso verzweifelten wie brutalen Mörder in Kiel auf.

Die Vorlage für den düsteren Krimi, der mehr eine Geschlechter- und Psychostudie ist, schrieb noch der 2015 gestorbene schwedische Bestsellerautor Henning Mankell, das Drehbuch verfasste der "Tatort"-bewährte Markus Busch.

Kritik zum "Tatort" aus Kiel: "Borowski und das Fest des Nordens" aus Kiel

Männer und Frauen können irgendwie nicht miteinander. Das ist eine unterschwellige Grundthese, die auf verschiedenen Ebenen diesen Krimi wie ein roter Faden durchzieht. Der Täter ist ein im Leben gescheiterter Mann Mitte Vierzig (überragend verstörend: Misel Maticevic) - keine Wohnung, kaputte Ehe, aus dem Job geflogen, kein Geld. Die Kinder leben bei der Ex-Frau; eine uneheliche Tochter bei der Ex-Geliebten. Seine Ex-Frau schmeißt ihn raus, als er plötzlich auftaucht. Wenig später klammert sich heulend eine Geliebte an ihn, er erträgt das nicht, erschlägt sie. Später ersticht er kurznervig einen Dealer in dessen Wohnung, ein Bekiffter schaut teilnahmslos zu.

Letzter Kieler "Tatort" mit Sibel Kekilli als Sarah Brandt

Der Krimi ist viel mit Steadicam und Handkamera gedreht, in tristen Sozialvierteln Kiels. Viele Szenen sind in dunkle Farben getaucht, umso mehr kommen Silhouetten, Geräusche, Stöhnen oder die Musik zur Geltung. Die brutalen Mord- und Gewaltszenen dürften nicht jedem gefallen. "Für manche mag es wohl ein untypischer 'Tatort' sein und er wird beim Publikum sicherlich verschiedene Reaktionen hervorrufen und vielleicht auch ein bisschen polarisieren", meinte Kekilli im ARD-Presseheft. Sie findet aber, es ist "ein guter Film geworden".

"Tatort" am 18. Juni 2017 verpasst? Wiederholung im TV und ARD-Mediathek

Wer den letzten Kieler "Tatort" mit Sibel Kekilli verpasst hat, der muss sich nicht grämen. "Borowski und das Fest des Nordens" wird sowohl im TV als auch in der Mediathek noch einmal gezeigt. Eine TV-Wiederholung gibt es zu folgenden Sendezeiten:

  • ONE, 18. Juni 2017, 21:45 Uhr
  • ONE, 18. Juni 2017, 23:45 Uhr
  • Das Erste, 19./20. Juni 2017, 00:35 Uhr

Die Online-Wiederholung finden Sie in der ARD-Mediathek.

Lesen Sie auch: Sibel Kekilli: So lebt sie nach "Game of Thrones".

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fka/sam/news.de/dpa

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