21.01.2017, 17.00 Uhr

Bayerischer Filmpreis 2016/17: "Willkommen bei den Hartmanns" und "Toni Erdmann" gewinnen sogar doppelt

Stehende Ovationen für Bruno Ganz, je zwei Preise für "Willkommen bei den Hartmanns", "Toni Erdmann" und "Vorwärts immer": Beim Bayerischen Filmpreis wurden zahlreiche Preise vergeben. Ein anderes Thema schaffte es aber letztlich in den Mittelpunkt.

Im Prinzregententheater in München wird am Freitag zum 38. Mal der Bayerische Filmpreis vergeben. Bild: Tobias Hase / picture alliance / dpa

Die Filme "Willkommen bei den Hartmanns", "Toni Erdmann" und "Vorwärts immer" sowie der Schauspieler Bruno Ganz sind die großen Gewinner des Bayerischen Filmpreises. Der Film- und Theaterdarsteller Ganz (75) wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen beklatscht, als er am Ende der Gala den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten erhielt. "Fulminant war schon Ihre Theaterkarriere, und einzigartig ist Ihr Wirken auf der Leinwand. Sie haben die wunderbare Gabe, uns Zuschauer sofort in ihren Bann zu ziehen", sagte Bayerns Medienministerin Ilse Aigner (CSU) in ihrer Laudatio. Ganz zeigte sich sichtlich gerührt und genoss den langanhaltenden Applaus im Münchner Prinzregententheater.

Bayerischer Filmpreis: "Willkommen bei den Hartmanns" und "Toni Erdmann" gewinnen doppelt

Die Flüchtlingskomödie "Willkommen bei den Hartmanns" wurde mit dem wichtigen Produzentenpreis ausgezeichnet. Der Film greife "das in Deutschland allgegenwärtige Flüchtlingsthema temporeich und humorvoll, immer aber auch mit einem kritischen Blick" auf, teilte die Jury am Freitag vor der Preisverleihung mit. Der Produzentenpreis ist mit 200.000 Euro dotiert. Der Film gewann außerdem die Online-Abstimmung für den diesjährigen Publikumspreis. "Das ist sehr berührend, denn es ist ein ehrlicher Preis, der kommt direkt aus den Kinosälen", sagte Regisseur Simon Verhoeven in seiner Dankesrede.

FOTOS: Bayerischer Filmpreis Wer hat den Pierrot bekommen?

Zu den Gewinnern des Abends gehört auch der Film "Toni Erdmann": Schauspielerin Sandra Hüller erhielt den Preis als beste Darstellerin, Maren Ade für die Regie. Letzterer ging außerdem an vier weitere Regisseurinnen - einer der Höhepunkte der Gala. "Nur 15 Prozent aller Kinofilme in Deutschland werden von Frauen gedreht", sagte Regisseurin Caroline Link in ihrer Laudatio für diesen Preis. Das Publikum bejubelte die Auszeichnung von gleich fünf Frauen als Zeichen für die Gleichberechtigung in der Filmbranche. Bruno Ganz sagte dazu am Ende ganz am Ende der Gala: "Mir wäre es lieber gewesen, der Abend hätte mit den fünf Regisseurinnen geendet."

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loc/news.de

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