01.01.2017, 14.00 Uhr

"Tatort" gestern, 01.01.2017, verschoben: "Polizeiruf 110" statt Neujahrs-"Tatort": Hass und Selbstjustiz in Rostock

Das Kommissaren-Team aus Dortmund sollte am 01.01.2017 seinen zehnten "Tatort"-Fall lösen. Doch wegen des Anschlags in Berlin wurde die Neujahrsfolge "Sturm" verschoben. Infos zu Hintergründen und dem Ersatzkrimi im TV gibt es hier.

Nicht weit entfernt vom Tatort entdeckt Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) ein Büro, in dem spät in der Nacht gearbeitet wird. Bild: WDR/Frank Dicks

Am Neujahrsabend zeigte das Erste wie gewohnt einen Sonntagskrimi, doch diesmal war es kein "Tatort": Ursprünglich geplant war der "Tatort: Sturm" aus Dortmund. Doch wegen Parallelen zum realen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin hatten die Senderverantwortlichen entschieden, diesen Krimi mit etwas mehr zeitlichem Abstand zu zeigen. Die Ausstrahlungstermine von "Sturm" und dem neuen Saarland-"Tatort: Söhne und Väter" - eigentlich für 29. Januar vorgesehen - wurden getauscht.

"Tatort: Sturm" nach Terror-Anschlag in Berlin verschoben

Inzwischen ist der "Tatort: Söhne und Väter" dort auch wieder gelandet. Denn beim simplen Tausch hatte man offenbar einen anderen wichtigen Termin übersehen: Der Saarland-Krimi sei in das Ende Januar stattfindende Filmfestival Max Ophüls eingebunden, wie ein Sprecher des Saarländischen Rundfunks dem "Tagesspiegel" erklärte. Diese traditionelle Premiere wäre hinfällig gewesen, wäre der Streifen schon an Neujahr im Fernsehen gelaufen. Daher bleibt es für Kommissar Stellbrink aus Saarbrücken beim 29. Januar - wann "Sturm" läuft, ist unklar.

"Bukow und König"-Kimis gibt's hier auf DVD.

"Angst heiligt die Mittel" - darum ging es im Neujahrs-"Polizeiruf 110"

Und an Neujahr sprangen nun also die Kollegen vom "Polizeiruf" aus Rostock ein. "Bukow und König" alias Charly Hübner (44) und Anneke Kim Sarnau (44) ermittelten am 1.1. ab 20.15 Uhr in "Angst heiligt die Mittel". Ein obdachlose Frau wurde misshandelt und vergewaltigt, die Täter für die bewohner des Dorfes Beslow schnell ausgemacht. Ein Pädophiler und ein Vergewaltiger werden an den Pranger gestellt und ganz Beslow macht mit.

Schnell wird allerdings klar, dass beide nicht die Täter sein konnten, denn einer wird am kommenden Morgen tot aufgefunden und der zweite gleich gar nicht mehr gefunden. Beslow selber ist etwas hinterhegeblieben - Kneipe und Autowerkstatt sind die Mittelounkte der Bewohner. Pädophilie ist offenbar kein Problem. Wäre hier nicht noch die Sache mit der Entführung gewesen, wäre der "Polizeiruf 110" an Neujahr um einiges durchsichtiger gewesen.

"Tatort" entfällt am 01.01.2017: Sendetermine der Folge "Sturm" noch unklar

Beim neuesten "Tatort"-Fall aus Dortmund, der am Neujahrstag hätte laufen sollen, steht die Mordkommission unter Druck. Ein Mörder hat es auf Polizisten abgesehen. Mitten in der Nacht wurden zwei Beamte eiskalt in ihrem Streifenwagen erschossen. Vom Täter fehlt jede Spur. Werden Faber, Bönisch, Dalay und Kossik den Polizistenmörder stoppen können?

Wann diese Frage geklärt wird, ist aufgrund des noch nicht bekannten Sendetermins noch unklar. Dafür können Krimi-Fans den Ersatz "Angst heiligt die Mittel" der "Polizeiruf 110"-Reihe am 01.01.2017 zur gewohnten Sendezeit um 20.15 Uhr in der ARD verfolgen. Parallel dazu bietet das Erste auch einen Live-Stream in der ARD-Mediathek an. So können Sie die "Polizeiruf"-Folge auch bequem vom PC oder Tablet aus anschauen.

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Krimi heute verpasst? Wiederholung im TV und der ARD-Mediathek online

Wer es um 20.15 Uhr nicht pünktlich vor den TV geschafft hat, der kann den "Polizeiruf" aus Rostock selbstverständlich auch in der Wiederholung ansehen. Im Fernsehen wird "Angst heiligt die Mittel" an folgenden Tagen noch einmal gezeigt:

  • So 01.01. 21:45–23:15 One
  • Mo 02.01. 00:15–01:45 One
  • Di 03.01. 01:10–02:43 Das Erste

Zusätzlich finden Sie den aktuellen Fall von Bukow und König als Video-on-Demand in der ARD-Mediathek.

Vorspann, Quoten, Krimi-Zählung
«Tatort»-Wissen
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TV-Vorschau zum "Tatort: Sturm" - Polizistenmord und Sprengstoffanschlag

Die Dortmunder Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) erwartet im "Tatort: Sturm" ein spannender Fall, der die vier Ermittler persönlich betrifft: Ein Mörder hat es in Dortmund offenbar auf Polizisten abgesehen. Zwei Beamte werden in ihrem Streifenwagen erschossen.

In der Nähe des Tatorts entdeckt Kommissar Faber einen möglichen Zeugen. In einer Bank arbeitet ein Mann fieberhaft an den Rechnern. Die Aufforderung, die Tür zu öffnen, ignoriert er. Als Faber daraufhin die Scheibe einschlägt, muss er mit Entsetzen feststellen, dass der Mann einen Sprengstoffgürtel trägt.

Darum wurde die "Tatort"-Folge an Neujahr 2016 verschoben

Da der Stoff wegen eines islamistischen Terrorakts in der Spielhandlung zu sehr Erinnerungen an den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wecke, hatte die ARD sich entschieden, die Ausstrahlung zu verschieben.

Der "Polizeiruf 110" aus Rostock ist frei vom Thema Terror. In einem Dorf bei Rostock wird die Leiche einer Obdachlosen entdeckt. Vor ihrem Tod war die Frau vergewaltigt und misshandelt worden. Die Täter scheinen zwei Sexual-Straftäter aus der Nachbarschaft zu sein: Das Ermittler-Duo Bukow und König, gespielt von Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner, stößt jedoch bald auf Ungereimtheiten in den Zeugenaussagen.

Lesen Sie auch: Erst Krimi, dann Playboy! Diese Kommissarinnen zogen blank.

FOTOS: "Tatort"-Rückblick 2016 Das waren die Aufreger und Hingucker im "Tatort"
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