16.05.2016, 15.46 Uhr

"12 Years a Slave" als Wiederholung auf Pro7: Oscarprämiert! Steve McQueen zeigt Skalverei in Amerika

Ein Film über die Sklaverei, der ohne Klischees auskommt? Der etwas neues darstellt, ohne das bereits bekannte zu sehr aus den Augen zu verlieren? "Twelve Years a Slave" ist genau das - in all seiner Grausamkeit ob der Thematik. Infos zu Live-Stream und Wiederholung hier.

Darsteller des Verbrechens: ichael Fassbender (l-r), Lupita Nyong'o und Chiwetel Ejiofor in einer Szene aus "12 Years a Slave". Bild: dpa

Er wurde von der Kritik gefeiert und mit Auszeichnungen überhäuft. Nun lief Steve McQueens "Twelve Years a Slave" erstmals im deutschen Free-TV - zur besten Sendezeit, möchte man meinen. Es ist ein Drahtseilakt, ebenso wie der gesamte Film selbst. Denn "Twelve Years a Slave" lebt vor allem von der ungeschönten Darstellung eines Menschheitsverbrechens, das zwar schon oft thematisiert, jedoch nie in solch ungefilterter Art und Weise präsentiert wurde. "Das ist oft so traumatisch wie ein KZ-Film", schreibt "TV Today" über das Meisterwerk - und ist damit keinesfalls allein.

"Twelve Years a Slave" in der Wiederholung sehen

Sie haben "Twelve Years a Slave" verpasst oder wollen sich das Meisterwerk von Regisseur Steve McQueen noch einmal ansehen? Kein Problem! ProSieben strahlt die Wiederholung am Dienstag, den 17.05.2016, ab 00.55 Uhr aus.

Sollte Ihnen diese Zeit weniger behagen, empfiehlt sich auch an dieser Stelle ein Blick in die ProSieben-Mediathek oder die 7TV-App. Zahlreiche Filme und TV-Sendungen stehen Ihnen dort auch nach TV-Ausstrahlung als Video-On-Demand zur Verfügung.

"Twelve Years a Slave": Das sagen "Süddeutsche" und "FAZ"

Denn nicht nur "TV Today", auch die "Frankfurter Allgemeine" gelangt in ihrer Kritik zu "Twelve Years a Slave" letztendlich zu dem Vergleich mit der Darstellung des Holocausts. Die Frage, die Kritikerin Verena Lueken in diesem Zusammenhang stellt: Ist der Film wirklich das richtige Medium, um die Grausamkeiten der Sklaverei darzustellen, "eine angemessene Darstellungsform eines historischen Menschheitsverbrechens"? Die Frage bleibt unbeantwortet.

Die "Süddeutsche" verweist hingegen auf einen Kritiker, der "Twelve Years a Slave" gar als "Folterporno" bezeichnet haben soll. Den Grund dafür sieht die Zeitung in der unverblümten Darstellung der Gewalt, die zwar auch in Quentin Tarrantinos "Django Unchained" präsent war, dort jedoch fast vollkommen ad absurdum geführt wurde. "Twelve Years a Slave" hingegen biete keine Erlösung - und "es könnte schon sein, dass einen nach '12 Years a Slave' die schamlose Phantasie von 'Vom Winde verweht' erschauern lässt."

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mie/news.de

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