05.05.2016, 16.01 Uhr

"Der Zürich-Krimi" als Wiederholung in der ARD-Mediathek: Borcherts Abrechnung - Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit

Bei Borchert geht es drunter und drüber. Erst will seine Anwaltin ihn nicht weiter verteidigen und dann erhält der einsame Wolf auch noch ein unmoralisches Angebot. So sehen Sie den zweiten Teil des "Zürich Krimis" als Wiederholung in der ARD-Mediathek.

Christian Kohlund alias Thomas Borchert gerät wegen vergangener Verwicklungen in eine Korruptionsaffäre erneut in ernsthafte Schwierigkeiten. Bild: © ARD Degeto/Graf Film/Carlo Rola

Im Zentrum stand erneut der ehemalige Wirtschaftsanwalt Thomas Borchert (Christian Kohlund), der wieder in seiner Heimatstadt Zürich lebt. Nach seiner Verhaftung wegen Bestechung und Korruption glaubt er, tiefer nicht mehr fallen zu können - bis seine Anwältin Dominique Kuster (Ina Paule Klink) ihr Vertretungsmandat niederlegt, weil die Sache ihr einfach zu schmutzig zu sein scheint.

Dann macht ihm auch noch sein Ex-Chef Horst Zeidler (Markus Boysen) ein unmoralisches Angebot: Borchert soll nicht nur den Bestechungsvorwurf zugeben, sondern auch die Unterschlagung einer erheblichen Geldsumme. Dafür will Zeidler für ein mildes Urteil sorgen. Borchert lehnt ab, denn er hat kein Geld unterschlagen. Dennoch taucht ein Konto auf, dss auf seinen Namen läuft und auf dem sich ein Millionenbetrag befindet. Er muss nun doch Dominique um Hilfe bitten: Gemeinsam verfolgen sie die Spur des Geldes - und geraten dabei in Lebensgefahr.

"Der Zürich-Krimi: Borcherts Abrechnung" verpasst? So sehen Sie den Krimi in der Wiederholung via ARD-Mediathek

Sie hatten am Donnerstag, bzw Herrentag schon etwas anderes vor oder haben es nicht rechtzeitig vor den Fernseher geschafft? Kein Problem. ARD zeigt eine Wiederholung des Zürich-Krimis bereits in der Nacht zu Freitag (06.05) um 0.55 Uhr. Darüber hinaus lohnt auch ein Blick in die ARD-Mediathek. Hier stehen Ihnen zahlreiche Sendungen auch nach der TV-Ausstrahlung kostenlos als Video on Demand zur Verfügung.

Christian Kohlund in der Rolle des Thomas Borchert im Zürich-Krimi in der ARD

Den Schweizer Schauspieler Christian Kohlund (65) kennt man bislang aus eher seichter TV-Unterhaltung wie "Traumhotel", "Alpenklinik" oder "Insel der Träume". Auf die Frage, ob Borchert im Grunde ein hoffnungsloser Idealist sei, sagte er der Deutschen Presse-Agentur: "Ja, das glaube ich schon, das ist wohl sein ganz großes Bestreben. Seine junge Kollegin kann ihm dabei helfen, das ist eine schöne Ergänzung für ihn." Das finde er ganz spannend. "Borchert ist ja ein sehr spröder und einsamer Mann, der so manche Illusion verloren hat, und trotzdem ist dieser Hang zum Idealismus weiter in ihm drin - und eben sein Drang zur Gerechtigkeit."

Der spannend erzählte Film ist der letzte fürs Fernsehen des Regisseurs Carlo Rola, der am 14. März mit nur 57 Jahren einen plötzlichen Herztod erlitt. Rola wurde vor allem als Regisseur der Krimi-Reihe "Rosa Roth" (ZDF) bekannt, führte aber auch bei zeitgeschichtlichen Stoffen wie "Die Krupps" oder "Die Himmelsleiter" (beide ebenfalls ZDF) Regie. Sein letzter Krimi zeigt einen verbitterten Mann, den Kohlund zurückgenommen spielt, mit zumeist undurchschaubaren, verhärmten Gesichtszügen. Am eindrucksvollsten ist seine markante weit tragende Stimme.

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jko/news.de/dpa

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