Schmähgedicht: Jan Böhmermanns Schmähgedicht: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Hat Jan Böhmermann den Bogen überspannt? Nachdem er mit seinem "Schmähgedicht" gegen Erdogan schon in der Politik für Wirbel gesorgt hatte, ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft gegen den Satiriker.

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Satiriker Jan Böhmermann (35) hat mit seinem "Schmähgedicht" auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (62) schon die höchsten politischen Kreise gegen sich aufgebracht. Das Auswärtige Amt wies bereits darauf hin, dass Böhmermann sich mit der Pöbel-Tirade in seiner ZDFneo-Show "Neo Magazin Royale" höchst wahrscheinlich strafbar gemacht habe. Nun ermittelt tatsächlich die Staatsanwaltschaft Mainz gegen den Moderator, wie "Spiegel Online" berichtet.

Es bestehe der Verdacht der Beleidigung von Organen oder Vertretern ausländischer Staaten, bestätigte die Leiterin der Ermittlungsbehörde, Andrea Keller. Nach Paragraph 103 des Strafgesetzbuches würden Böhmermann dafür bis zu drei Jahre Haft drohen. Bei der Staatsanwaltschaft Mainz seien bereits rund 20 Anzeigen von Privatpersonen eingegangen, sagte Keller. "Die bereits eingegangenen und mutmaßlich noch eingehenden weiteren Anzeigen werden alle in einem Ermittlungsverfahren zusammengeführt und bearbeitet."

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Beweissicherung beim ZDF

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Die Ermittlungsarbeit habe bereits begonnen: "Zur Sicherung der Beweise wird beim ZDF ein Mitschnitt der Sendung angefordert werden", berichtete Keller. Die Staatsanwaltschaft Mainz habe zudem das Bundesjustizministerium informiert, "um zu klären, ob seitens der Türkei bzw. ihres Staatsoberhauptes ein Strafverlangen gestellt wird".

Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel (61, CDU) bereits in der Angelegenheit mit dem türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu (57) telefoniert habe, sei "die Wahrscheinlichkeit gewachsen", dass die Türkei auf eine Strafverfolgung verzichte, hatte zuvor der "Tagesspiegel" aus Regierungskreisen berichtet.

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