Quote: Til Schweiger feiert den "Tatort" - Zuschauer verlieren Interesse

Sind die "Tatort"-Zuschauer so viel Action nicht gewohnt? Nicht einmal acht Millionen schalteten am Sonntagabend für Til Schweigers Auftritt in "Fegefeuer" ein. Der Schauspieler selbst feiert das Werk von Regisseur Christian Alvart.

"Tatort: Fegefeuer": Nick Tschiller (Til Schweiger) sitzt in der Falle und weiß nur noch einen Ausweg Bild: NDR/Gordon Timpen/spot on news

"Mit allen Schwächen, die dieser Tatort hatte, ist er der bahnbrechendste seiner Art!!!" Das sagt einer, "der es besser weiß, weil ich vom Fach bin": Til Schweiger. Der Star des Hamburger "Tatorts", der am Sonntagabend in "Fegefeuer" erneut zu sehen war, "feiert" auf Facebook den Regisseur des Films, Christian Alvart. "Ich sage, du hast ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschaffen! Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für das schmale Geld", heißt es da.

Über die Kritiker des Streifens schreibt Schweiger: "Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was Außergewöhnliches geschaffen hast". Und auch über die Konkurrenz hat der "Tatort"-Star etwas zu sagen: Andere verschwendeten "das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken", schreibt er. Alvart dagegen bringe "Non Stop Action in diese 90 Minuten, in denen sonst meistens dummes Zeug gelabert wird".

Einen Trailer zum Kino-"Tatort: Off Duty" sehen Sie auf MyVideo

War es für die Zuschauer zu viel Action für einen "Tatort"? Den ersten Teil von Schweigers Doppelfolge ("Der große Schmerz"), der an Neujahr lief, sahen 8,2 Millionen Zuschauer. Am Sonntagabend schalteten nur noch 7,69 Millionen ein. Die erste Folge mit Til Schweiger als "Tatort"-Kommissar im März 2013 verfolgten noch mehr als zwölf Millionen Menschen. Der zweite Teil wurde von mehr als zehn Millionen gesehen.

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Wie geht es weiter?

Til Schweiger ist als Nick Tschiller ab dem 4. Februar im Kino zu sehen: Dann läuft sein Fall "Off Duty" an. "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" sind die inhaltliche Voraussetzung für den Kinofilm, heißt es über den Streifen, dessen Handlung sei trotzdem "in sich geschlossen und wird auch von jedem Zuschauer verstanden, der die TV-Filme nicht gesehen hat". Die ersten vier "Tatort"-Episoden um Nick Tschiller bilden eine "Miniserie", die in "Off Duty" einen vorläufigen Abschluss finden soll.

Produzent Siegfried Kamml sagt über den Unterschied zwischen Kino- und TV-Krimi: "Der Kino-'Tatort' ist opulenter, aufwendiger, bietet mehr Action, die Schauplätze sind ganz andere. Hamburg ist zwar eine sehr schöne Stadt, doch diesmal spielen 95 Prozent der Handlung in Istanbul und in Moskau - allein der Schauwert dieser Städte ist einfach gigantisch." Und auch Regisseur Alvart freut sich auf den Streifen auf der großen Leinwand: "Wir zeigen eine Geschichte, die geradliniger angelegt ist als die TV-Filme, wir betonen diesmal mehr den Thrill, das Tempo und das Vergnügen. Daraus ergibt sich ein sehr befriedigendes Action-Abenteuer." Und auch im Fernsehen wird Schweiger wohl weiter als "Tatort"-Kommissar zu sehen sein, es soll einen neuen Vertrag über weitere Episoden geben.

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1 Kommentare
  • kanitvastan

    04.01.2016 12:39

    wer so in sich selbst verliebt ist, der hört nicht auf, uns zu nerven. aber besteht ja noch hoffnung...das ihn die zuschauerquoten abwatschen.

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