15.09.2015, 14.45 Uhr

"Frauenherzen" als Wiederholung: In der Sat.1-Mediathek: Vier Berliner Frauenherzen starten durch

"Frauenherzen" heißt die neue Dienstagabendserie, mit der Sat.1 um eine junge weibliche Zielgruppe wirbt. Die Vorzeichen sind nicht gut: Am 7. September startete die neue Soap "Mila" schlecht. So sehen Sie "Frauenherzen" als Wiederholung.

Der Alltag bringt Mandy (Christina Petersen), Frieda (Julia Hartmann), Fe (Nadeshda Brennicke) und Britta (Muriel Baumeister) immer wieder zusammen. Bild: SAT.1

Berlin ist nicht New York und "Frauenherzen" nicht "Sex and the City". So haben die amerikanischen Kultsendungen die neue Sat.1-Dienstagabendserie (20.15 Uhr) zwar beeinflusst, doch geht es hier um etwas anderes. Die jungen Berlinerinnen, die auf ihrem Charlottenburger Kiez leben, lieben und leiden, sind nicht miteinander befreundet. Ihre Wege kreuzen einander nur immer mal wieder. Und sie träumen auch nicht auf Manolo-Blahnik-High-Heels von Mr. Big, sondern haben mit Alltagsproblemen zu kämpfen. Moderne Frauen wie du und ich - Identifikationsfiguren, durch die sich der Münchner Privatsender bei der Zielgruppe gute Quoten erhofft.

Zumindest auf bessere als bei der neuen werktäglichen Soap "Mila", die am vergangenen Montag startete und auf Anhieb für Kopfzerbrechen sorgte. Schauten am ersten Tag noch eine gute Million Zuschauer zu, sackte das Interesse an den folgenden Wochentagen ab. Serien haben einen schweren Stand im deutschen Fernsehen, abgesehen vom ZDF-Krimi-Vorabend und dem Dienstagabend im Ersten, gegen den nun ausgerechnet die "Frauenherzen" anschlagen wollen.

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"Frauenherzen" am 15.09.2015 verpasst? Hier gibt es die Wiederholung

Falls Sie die erste Folge der neuen Sat.1-Serie "Frauenherzen" verpasst haben oder Sie die Start-Episode noch einmal sehen wollen, schauen Sie "Frauenherzen" einfach als Wiederholung. Eine Wiederholung im TV bietet Sat.1 nicht an, dafür können Sie die Dramedy-Serie als Online-Wiederholung in der Sat.1-Mediathek sehen.

"Frauenherzen" 1. Staffel: Das sind die Protagonistinnen

Erfolgreich war im Januar 2014 der gleichnamige Pilotfilm gelaufen. Mehr als drei Millionen Menschen (Marktanteil 13,9 Prozent) sahen zu, wie im vom Sender als Gegenstück zu Simon Verhoevens Komödie "Männerherzen" (2009) bezeichneten Werk sehr unterschiedliche Heldinnen ihr Dasein zu meistern versuchen. Zwei sind auch in den sechs Folgen der ersten Dramedy-Staffel dabei: Nadeshda Brennicke ("Banklady") als karrierebewusste, verheiratete Model-Bookerin Fe, die schwanger wird, und Ex-Burgschauspielerin Julia Hartmann als pseudo-coole Cafébetreiberin Frieda, deren Mutter an Krebs erkrankt.

Als Neue im Damenquartett mischt Muriel Baumeister ("George") als überforderte Alleinerziehende Britta mit. Und Christine Petersen ist die wegen ihrer Molligkeit schüchterne Friseurin Mandy, die per Internet ihren Traummann sucht. Für sie ist es die erste große Fernsehrolle. "Zwischen uns beiden hat es gleich gefunkt", sagt Petersen über die Stimmung am Set. Eigentlich hätte es beim Dreh jedoch weniger Gelegenheit zu Frauenfreundschaft gegeben, da im Prinzip jeder Erzählstrang einer Figur einzeln aufgenommen wurde.

"Frauenherzen" bei Sat.1: Sexy Vamp trifft auf bindungsscheuen Single

Trotz aller Unterhaltung sehen beide Frauen in ihren Rollen und den Botschaften einen ernsthaften Kern. "Selbstbewusstsein zu entwickeln, bei dem Maßstab, welchen die Gesellschaft vorgibt, ist für jeden ein Thema. Das Schönheitsideal, das in den Medien propagiert wird, ist für nur wenige zu erreichen. Und die Frage ist, ob es erstrebenswert ist", erklärt die selbst gefestigt wirkende "Mandy" Christine Petersen. Partnersuche per Internet - sich das für sich persönlich vorzustellen, fiele ihr aber schwer. "Mir auch", ergänzt ihre Kollegin, "aber es ist bereits normal. Ich weiß von vielen, bei denen es geklappt hat." Hartmann empfindet ihren sexfreudigen, bindungsscheuen Single Frieda ebenfalls als zeittypisch. "Dass sie den Vamp gibt, obwohl sie im Kern unsicher ist - auch damit können sich bestimmt viele Frauen identifizieren", glaubt sie.

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rut/sam/news.de/dpa

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