"Tatort"-Wiederholung in der ARD-Mediathek: "Der Inder": Faktencheck zu Stuttgart 21

An der Debatte kommt in Stuttgart keiner vorbei, und auch Lannert und Bootz diskutierten in "Der Inder" über Stuttgart 21. Der eine ist für, der andere gegen den Neubau des Bahnhofes. Doch stimmen ihre Argumente? So sehen Sie den Stuttgarter "Tatort" vom 21.06.15 als Wiederholung im Free-TV und in der Mediathek.

In "Der Inder" widmete sich der Stuttgarter "Tatort" endlich dem umstrittenen, städtebaulichen Projekt Stuttgart 21. Die Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) führen dabei stellverstretend für die Bevölkerung die Pro- und Contra-Debatte. Doch stimmen ihre Argumente? Haben Sie den "Tatort" am 21.06. verpasst? So sehen Sie ihn als Wiederholung im TV und als Video on Demand in der Mediathek.

Wie umstritten Stuttgart 21 ist, zeigen die Ausschreitungen rund um das Projekt - mehr dazu auf MyVideo.

Pro oder Contra? Bootz (Felix Klare, l.) und Lannert (Richy Müller) sind sich in Sachen Stuttgart 21 uneins. Bild: SWR/Alexander Kluge/

Der Stuttgart-"Tatort: Der Inder" im ARD-TV als Wiederholung oder als video on demand in der ARD-Mediathek sehen

Der Krimi "Der Inder" ist am Sonntag, dem 21.06.2015, ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen gewesen, dem angestammten Sendeplatz der "Tatort"-Reihe. Und ja - für Thriller-Fans ist die Folge ein Muss. Der Nicht-Stuttgarter Niki Stein, der mit "Der Inder" seinen ersten "Tatort" seit neun Jahren drehte, ist ein visuell versierter Geschichtenerzähler mit dem einen oder anderen cineastischen Trick im Ärmel. Quentin Tarantino wird nicht nur in der Story erwähnt, sein Einfluss spricht auch aus der nicht-linearen Erzählweise.

Wer die "Tatorte" lieber online verfolgen möchte, klickte sich am besten einfach in die ARD-Mediathek. Hier gibt es einen kostenlosen Live-Stream zum kompletten TV-Programm, also auch zum "Tatort". Alternativ können Sie aber auch Streaming-Portale wie Zattoo oder Magine nutzen.

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"Tatort: Der Inder" als Wiederholung im Free-TV und in der ARD Mediathek als Video on demand sehen

Wer den "Tatort: Der Inder" am Sonntag, 21.06., um 20.15 Uhr nicht sehen konnte, dem bleiben diverse Wiederholungen im Free-TV. Zu folgenden Terminen können Sie den "Tatort" als Wiederholung sehen:

Sonntag, 21. Juni 2015, 21.45 Uhr, Eins Festival

Sonntag, 21. Juni 2015, 23.45 Uhr, Eins Festival

Falls Ihnen diese Sendetermine auch nicht zusagen, können sie den Stuttgart-"Tatort" auch als Video on demand ganz bequem und wann Sie wollen in der ARD Mediathek schauen. Kleiner Tipp: Auf der "Tatort"-Seite des Internetangebot der ARD finden Sie nicht nur komplette "Tatort"-Folgen zum Nachschauen, sondern auch zahlreiche Clips mit Darsteller-Interviews, Blicken hinter die Kulissen und allem, was das Herz eines "Tatort"-Fans höher schlagen lässt.

"Wie lange soll das noch so gehen?" "Na, bis 21!" - Stimmt das?

Tatsächlich soll der Bahnhof nach aktuellen Angaben der Deutschen Bahn bis Ende 2021 in Betrieb gehen. Die Zahl im Namen des Bauprojekts bezieht sich allerdings nicht auf das Jahr seiner Fertigstellung, sondern schlicht auf das Jahrhundert, in dem es verwirklicht werden soll. Nimmt man die Nomenklatur allzu genau, hätten Bahn und Co. noch 85 Jahre Zeit, die Bauarbeiten zu beenden. Die Planung sieht freilich anders aus - auch wenn Gegner des Projektes eine Fertigstellung bis 2021 für unmöglich halten.

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"Das zahlen meine Kinder noch ab!" - Kostet das Projekt wirklich 7 Milliarden Euro?

Ursprünglich waren 2,5 Milliarden Euro veranschlagt. Diese Summe wurde seitdem wiederholt nach oben korrigiert. Die Bahn hält aktuell an einer Kostenhöhe von 6,5 Milliarden Euro fest. Gegner und Kritiker des Projekts sprechen von ganz anderen Summen. Vor wenigen Tagen präsentierten der Architekt Roland Ostertag, der Tiefbauingenieur Peter Kappes und der Kabarettist und Publizist Peter Grohmann eine eigene Einschätzung zu den Kosten. Ihr Ergebnis: mindestens 14,55 Milliarden Euro.

"Man kann in diesem Land Menschen nicht einfach so mit Farbbeuteln beschmeißen." - Wird immer noch gewaltsam demonstriert?

In "Der Inder" fliegen nicht nur Farbbeutel - es wird sogar ein Polizeiauto in Brand gesetzt. Dass die Debatte um Stuttgart 21 nicht immer friedlich von statten ging, ist bekannt - das Foto des Ingenieurs, der durch einen Wasserwerfer sein Augenlicht verlor, ging um die Welt. Proteste gibt es bis heute, von Groß-Demos bis hin zu Kunstinstallationen mit im Rahmen der Bauarbeiten gefällten Bäumen. Gewaltsame Eskalationen gegen Demonstranten oder Polizei gab es jedoch in jüngster Zeit nicht mehr.

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