Uwe Ochsenknecht: So denkt Valerie Niehaus über ihre Zeit bei der "Verbotenen Liebe"

Valerie Niehaus hat in ihrer Karriere bereits in weit über 40 Filmen mitgewirkt, viele erinnern sich jedoch immer noch an ihre Zeit bei der Daily-Soap "Verbotene Liebe". Wie die Schauspielerin heute über die Serie denkt, erklärt sie spot on news.

Valerie Niehaus hat sich längst von ihrem Soap-Image gelöst

Bild: ddp images/spot on news

Zwei Jahre lang spielte sie die Julia von Anstetten in der Adels-Soap "Verbotene Liebe": Valerie Niehaus (40). Fast 18 Jahre sind seitdem mittlerweile vergangen. Die 40-Jährige hat sich längst als ernsthafte Schauspielerin in der deutschen TV-Landschaft etabliert. Am Mittwochabend ist sie an der Seite von Uwe Ochsenknecht in der Komödie "Überleben an der Scheidungsfront" (20:15, ZDF) zu sehen. Wie sie heute über ihre Soap-Vergangenheit denkt, erklärt sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Valerie Niehaus: Ja, das ist sogar schon unsere dritte Zusammenarbeit. Da lernt man sich natürlich gut kennen. Vor allem, wenn man noch einmal in die gleichen Rollen schlüpfen darf und die Figuren weiter entwickeln kann.

Das heißt, Sie könnten sich sogar für einen dritten Teil der Reihe begeistern?

Niehaus: Ja, unbedingt. Die Reihe orientiert sich ja an den ganz alltäglichen Situationen im Familienleben, da gibt es natürlich unheimlich viel zu erzählen. Vielleicht lässt sich das ZDF ja auf einen dritten Teil ein, mal schauen.

Sie haben in Ihrer Karriere schon weit über 40 Hauptrollen gespielt - was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs oder ist das einfach nur Glück?

Niehaus: Glück spielt sicherlich eine große Rolle. Die richtige Idee, der richtige Zeitpunkt, der richtige Ort - das sind unkontrollierbare Faktoren in unserem Beruf, die kann man auch nicht mit Fleiß oder Disziplin beeinflussen. Das ist wirklich einfach nur Glück. Zum anderen bemühe ich mich, sehr professionell und verlässlich zu arbeiten. Und das habe ich in den letzten zwanzig Jahren auch immer wieder bewiesen. Und schließlich scheine ich die Leute mit meinem Spiel auch zu erreichen, indem ich mich in die Figuren einfühle und ihnen auch meine eigenen Lebenserfahrungen mitgebe.

Angefangen haben Sie mit "Verbotene Liebe" - denken Sie heute gerne an Ihre Soap-Zeit zurück?

Niehaus: Ich werde immer noch oft auf die Serie angesprochen, ob jetzt in Interviews oder von Fans auf der Straße. Dass sich die Leute auch nach zwanzig Jahre später noch daran erinnern, ist natürlich ein tolles Kompliment und das freut mich sehr. An die Zeit selbst erinnere ich mich mit sehr unterschiedlichen Gefühlen zurück. Die Serie war wirklich harte Arbeit. Oft denke ich jedoch nicht mehr an die Serie. Das spielt heute einfach keine Rolle mehr.

Nervt es Sie denn, dass das Gespräch zwangsläufig immer wieder auf "Verbotene Liebe" hinausläuft?

Niehaus: Wenn es das Gespräch komplett füllt, dann ist das für mich natürlich ein bisschen schwierig. Schließlich sind die 40 Filme, die ich danach gedreht habe, es auch wert, dass man darüber spricht. Aber das ist eben auch einer dieser unkontrollierbaren Faktoren in der Schauspielerei. Man weiß nie, womit man die Menschen erreicht. Das geht nur ein Stück weit. Ob mir das nun gefällt oder nicht, ist eine andere Sache. Da muss man mit seinen eigenen Ansichten auch mal einen Schritt zurückgehen.

Bedauern Sie, dass die Serie nur noch wöchentlich ausgestrahlt wird?

Niehaus: Das berührt mich nicht wirklich. Ich habe mit der Serie ja aktuell nichts mehr zu tun.

Käme denn eine Serie für Sie noch einmal in Frage?

Niehaus: Eine tägliche Geschichte nein. Filme zu machen, ist wirklich etwas komplett anderes. Man hat viel mehr Zeit und Möglichkeiten, Figuren und auch Bilder zu gestalten. Der ganze Prozess ist ein anderer. Die tägliche Serie oder die Vorabendprograme sind inhaltlich schnell zusammengefasst und für den Kreativen nicht unbedingt eine große Herausforderung. Die Herausforderung liegt eher darin, ob man die Kondition mitbringt und das Drehpensum bewältigen kann. Das habe ich zwei Jahre lang bewiesen und dabei auch sehr viel gelernt. Aber ab dem Moment, wo ich aufgehört habe, habe ich damit abgeschlossen. Das gilt aber nicht für die Serie an sich, die für mich die Königsdisziplin des Fernsehens ist. Das sieht man ja allein an den großen amerikanischen Serien wie etwa "House of Cards", die Millionen Menschen weltweit begeistern. Ich würde mir wünschen, dass das Deutsche Fernsehen hier mithalten könnte. Da hinken wir noch so ein bisschen hinterher. Wir haben zwar auch erfolgreiche Serien, aber diesen letzten Pfiff, den kriegen wir nicht hin. Aber wenn es soweit ist, wäre es schön, wenn man mich als Fernsehpersönlichkeit dabei bedenkt. Mal gucken, was das Schicksal da noch bereit hält.

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