"Tatort: Grenzfall" vom Sonntag: Kommissar Eisner klärt offene Fragen zum "Tatort"

Der "Tatort: Grenzfall" führte Ermittler und Zuschauer an die österreichisch-tschechische Grenze. Was die wenigsten Zuschauer des TV-Krimis wissen dürften: Dem Fall liegt eine wahre Geschichte zugrunde. Welche das ist und zwei weitere Fragen rund um den Sonntagskrimi beantwortet Schauspieler Harald Krassnitzer, der Kommissar Moritz Eisner spielt.

Der Fall ist gelöst, doch ein paar Fragen zum österreichischen "Tatort: Grenzland" sind allerdings noch offen. Kommissar Eisner alias Schauspieler Harald Krassnitzer (54, "Netz gegen Nazis") höchstpersönlich wird sie beantworten.

Sie haben den Sonntagskrimi "Tatort: Grenzfall" mit Harald Krassnitzer verpasst? Alle Infos zum Tatort finden Sie hier.

Harald Krassnitzer als Kriminalbeamter Moritz Eisner ermittelte im "Tatort: Grenzfall". Bild: ARD Degeto/ORF/Allegro Film/Milenko Badzic/spot on news

Die wahre Geschichte hinter "Tatort: Grenzfall"

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Was ist die wahre Geschichte hinter dem "Tatort: Grenzfall"?

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Video: spot on news

Harald Krassnitzer: Da kommt der Mann darauf, dass sein Vater ein vermeintlicher Fluchthelfer war, in Wahrheit aber mit den tschechischen Behörden zusammengearbeitet hat. Er hat Fluchtwilligen den Helfer vorgegaukelt und sie dann an den Geheimdienst verraten.

Ein weiterer spannender Fall für Kommissar Eisner ist der "Tatort: Deckname Kidon" - mehr dazu gibt's hier.

Warum sind diese österreichisch-tschechischen Grenzkonflikte nicht so bekannt?

Krassnitzer: Weil sie nicht in dieser Vielzahl stattgefunden haben wie an anderen Orten. Es betrifft eine etwas kleine Gruppe von Personen.

FOTOS: Adele Neuhauser Die Neue im Wiener «Tatort»
zurück Weiter Adele Neuhauser (Foto) Foto: rbb/ORF/Ingo Pertramer Kamera

Das Eifersuchtsdrama im "Tatort: Grenzfall" vom Sonntag

Warum reagiert Moritz Eisner (Krassnitzer) so unheimlich eifersüchtig, als er Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und den Journalisten zusammen sieht?

Krassnitzer: Einerseits hat er mit dem Mann an sich ein Problem, weil die beiden eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, die nicht immer zu seinen Gunsten ausgegangen ist: Der Journalist hat ihn offenbar das eine oder andere Mal in die Pfanne gehauen. Das ist ein Mann, dem er nicht vertraut. Umso erschütternder ist es für ihn, dass seine engste Mitarbeiterin sowie Vertraute hier plötzlich so eine Leutseligkeit an den Tag legt - und mitten in Mordermittlungen in Unterhosen von ihm angetroffen wird. Das ist natürlich ein Schock.

"Tatort"-Ermittlerin Simone Thomalla sorgt für Furore: Gibt es die heiße Kommissarin bald wieder nackt zu sehen?

Ist es dann eher ein Loyalitäts- denn eine Eifersuchtsproblem?

Krassnitzer: Es ist eine Mischung. Er hätte ihr auch nur einen Anpfiff verpassen können. Aber unsere beiden Polizisten sind halt nicht nur cool, pragmatisch und gutaussehend. Bibi und Moritz sind einfach ernsthaft menschlich.

FOTOS: «Tatort: Leipzig» Schmollmund gegen Ex-Geliebte
zurück Weiter «Zu diesem Boot sind wir einmal geschwommen». (Foto) Foto: MDR/Saxonia Media/Junghans Kamera

Das sind die Helden aus Harald Krassnitzers Kindheit

"Emil, Moritz, Bibi - alles Namen aus Kinderbüchern", sagt die Archäologin. Wer war der Held Ihrer Kindheit?

Krassnitzer: In meiner Kindheit gab es noch gar nicht so viele vorbildliche Kinderbücher, außer vielleicht "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" (Michael Ende), "Winnetou" (Karl May), "Lassie" (Eric Knight) oder "Emil und die Detektive" (Erich Kästner). Andere waren dagegen nicht unbedingt pädagogische oder literarische Highlights. Als ich dann später meinem Sohn vorgelesen habe, hatten wir ebenfalls großen Spaß an vielen Geschichten von Michael Ende und an Walter Moers: "Käpt'n Blaubär" ist sicherlich einer meiner ganz großen Helden.

Apropos Sohn, Moritz Eisner sagt zu seiner Tochter: "Ich bin peinlich und ich steh dazu." - Könnten Sie das auch zu Ihrem Sohn sagen?

Krassnitzer: In der Situation war ich zum Glück noch nicht. Aber wenn Eltern das sagen müssen, hat es vielleicht auch damit zu tun, dass sie in dieser Phase zu sehr versuchen, sich als Kumpel des Kindes einzuschalten. Das funktioniert aber nicht. Im besten Fall, wenn du vorher alles gut gemacht hast, bist du ein guter Berater. Sich dagegen als hip zu präsentieren, wirkt tatsächlich meist peinlich. Am besten lässt man die Jugendlichen in ihrer Welt. Das habe ich gelernt und insofern müsste ich diesen Satz zu meinem Sohn wohl nicht sagen.

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