Von news.de-Volontärin Ines Fedder - 16.12.2014, 10.14 Uhr

Vater und Schwester verbrannt: Wie ihm ein Selbstmord-Drama zum Erfolg verhalf

Nicht viele Stars aus Österreich gelingt auch in Deutschland der große Durchbruch. Andreas Gabalier hat es geschafft. Der heute 30-Jährige ist bereits so erfolgreich, dass im September dieses Jahres seine erste Biografie herauskam. Ob das nicht ein wenig zu früh ist, könnte man sich nun fragen. Wer jedoch das Werk von Thomas Zeidler gelesen hat, muss schnell erkennen, dass es immer etwas zu erzählen gibt - immer!

Sing meinen Song - das Weihnachtskonzert am 16. Dezember bei Vox. Bild: dpa

Vom Leben in der Steiermark bis hin zu jedem einzelnen seiner Erfolge. Autor Thomas Zeidler hat in Aus dem Leben eines Volks-Rock'n'Rollers wirklich nichts ausgelassen, was Andreas Gabalier erlebt hat. In diesem Werk wird alles erzählt. Und das auf eine Art und Weise, die das Leben Gabaliers wie eine Art Märchen darstellt. «Die Erwachsenen arbeiteten auf einem Bauernhof, die Kinder lebten ihre Abenteuerlust aus.» Oder: Es war einmal ein kleiner Prinz, der lebte in einem wunderschönen Land... Doch wie jedes Märchen hat auch diese Geschichte eine dramatische Wendung.

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Andreas Gabalier: «Für Elisabeth habe ich alles getan»

Im Mai 1989 kommt Andreas' Schwester Elisabeth zur Welt. «Für Elisabeth habe ich alles getan. Ich war vollkommen vernarrt in meine Schwester», erinnert sich Gabalier. Umso härter muss ihr dramatischer Tod für ihn gewesen sein, der das Leben von Andreas und seinem Bruder Willi vollkommen aus den Angeln hebelte. Denn es war schon der zweite Suizid, der die Familie erschütterte.

Familien-Drama in Graz: 52-Jähriger mit Benzin übergossen und angezündet!

«Vor seinem Haus in der (...)straße übergoss sich in der Nacht ein 52-Jähriger Grazer mit Benzin - und zündete sich an.» So titelte es die Lokalzeitung in Graz am 2. August 2006. Es war Andreas Gabaliers Vater Wilhelm, der in der Nacht zuvor den Freitod wählte. Bruder Willi berichtete Andreas von dem Tod. Das «friedliche Idyll am Grazer Stadtrand» war zerstört.

Ohne einen Abschiedsbrief und ohne erkennbaren Grund war es für die Familie ein unerklärliches Ereignis, welches vor allem Andreas' Schwester Elisabeth belastete. Während Andreas sich in die Musik flüchtete, kapselte sich seine Schwester immer mehr von der Außenwelt ab und suchte Trost im Alkohol. Damals war sie gerade erst 16 Jahre alt. Im Sommer 2008 - nur zwei Jahre später - folgte seine Schwester Elisabeth ihrem Vater in den Tod.

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«Während der Rest der Familie schlief, schlich sich Elisabeth mitten in der Nacht in die Garage, holte einen Benzinkanister und zündete sich im Garten an. Sie starb auf dieselbe grausame und unverständliche Art wie ihr Vater», beschreibt es Zeidler in der Biografie.

Andreas' Karriere geht weiter, der Tod von Vater und Mutter bleibt jedoch immer im Gedächtnis. 2013 widmet Andreas Gabalier dann seinen Bambi seiner kleinen Schwester. Seinen Erfolg hat er auch ihr zu verdanken.

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