Oli P.: Gute Zeiten nach "GZSZ"? So verliefen die Karrieren der Serien-Aussteiger

Für Mädchenschwarm Raúl Richter naht das Ende bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten". In Zukunft will sich der Schauspieler mehr aufs Moderieren konzentrieren, heißt es in einem Bericht der "Bild"-Zeitung. Aber kann es mit der Karriere nach der Soap klappen?

Eine der erfolgreichsten "GZSZ"-Aussteigerinnen ist Alexandra Neldel

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Sie gehen durch gute und durch schlechte Zeiten und irgendwann naht der Abschied. Dieser soll nun angeblich auch für Raúl Richter (27) gekommen sein. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, fällt für den beliebten Serien-Darsteller im Winter die letzte "GZSZ"-Klappe. Seit 2007 war der Mädchenschwarm in der Rolle des Dominik Gundlach zu sehen. In Zukunft wolle er sich mehr auf Moderationen konzentrieren, heißt es in dem Bericht weiter. Richter wäre damit nicht der erste, der von einer großen Karriere nach der Zeit als Serienheld träumt. Dass es kein Ding der Unmöglichkeit ist, beweisen einige seiner Vorgänger:

Andreas Elsholz (42), von 1992 bis 1996 in der Serie, 963 Folgen

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Er brachte Mädchen- und Frauenherzen in der Rolle des Heiko Richter zum Schmelzen. Elsholz war Darsteller der ersten Stunde - und nutzte die dadurch erlangte Bekanntheit zu einem Ausflug in die Musikwelt. Seine Versuche als Rapper blieben jedoch bescheiden, den größten Erfolg feierte er mit "Immer noch verrückt nach Dir" - der Song blieb acht Wochen in den Charts. Nach dem Serien-Aus versackte auch die Gesangskarriere, allerdings blieb er dem Filmgeschäft treu. So wirkte Elsholz lange Zeit in "Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen" mit oder tauchte in drei "Rosamunde Pilcher"-Verfilmungen auf. Aktuell spielt er Theater, tourt seit mehr als zwei Jahren mit dem Bühnenstück "Harry und Sally". Ab Ende des Jahres wird er in der Komödie Steinstraße in Düsseldorf im Stück "Pretty Girl" zu sehen sein.

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Alexandra Neldel (38), von 1996 bis 1999 in der Serie, 677 Folgen

Bereits während ihrer Zeit bei "GZSZ" wagte sich Alexandra Neldel in den Playboy. Geschadet haben die Soap und der Nacktauftritt ihrer Karriere nicht, im Gegenteil. Die Berlinerin wirkte in zahlreichen erfolgreichen Filmen wie "Bang Boom Bang", "Lammbock" oder "Barfuss" mit. Vor allem im TV aber feierte Neldel große Erfolge, unter anderem mit ihrer Telenovela "Verliebt in Berlin" oder dem Fernsehfilm "Die Wanderhure", für den sie sogar für den Deutschen Fernsehpreis nominiert war. Zuletzt spielte Neldel 2013 in "Der Minister" die Rolle der Viktoria von und zu Donnersberg, angelehnt an Stephanie zu Guttenberg, im selben Jahr erschien ihr Film "Die verbotene Frau".

Oli Petzokat (35), von 1998 bis 1999 in der Serie, 480 Folgen

Ähnlich wie Kollege Elsholz versuchte sich Petszokat alias Oli P. als Musiker - mit deutlich mehr Erfolg. "Flugzeuge im Bauch", ein Rap-Cover des Grönemeyer-Songs, schaffte es in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz eins der Charts. Diesen Erfolg konnte er auch mit dem Maffay-Cover "So bist du" feiern. Im Fernsehen war der Berliner als Moderator verschiedenster Shows zu sehen, dazu gehörten "Big Brother" oder die Game-Show "5 gegen 5". Aktuell spielt Petszokat Theater - in Dresden ist er seit Februar 2013 in dem Stück "Elling - Zwei gegen den Rest der Welt" zu sehen. Privat betreibt er nebenher mit seiner Freundin ein Delikatessengeschäft für Hunde in Köln.

Jeanette Biedermann (34), von 1999 bis 2004 in der Serie, 1043 Folgen

Auch Jeanette Biedermann nutzte die Serie, um ihre musikalische Karriere anzuschieben. Insgesamt veröffentlichte sie sieben Studioalben, den größten Erfolg feierte die 33-Jährige mit "Rock My Life" und "Break On Through". Eine Sängerin mimte sie auch im "Tatort: Schwelbrand". Neben ihrem langen "GZSZ"-Engagement feierte Biedermann auch mit einer weiteren Serie Erfolge: Die Telenovela "Anna und die Liebe" lief fünf erfolgreiche Jahre, als Hauptdarstellerin wirkte sie in 692 Folgen mit. Seit 2000 ist Biedermann für das Deutsche Rote Kreuz tätig, im Rahmen dessen erhielt sie 2011 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Jüngst wagte sie sich auf die Theaterbühne und spielte Ende Oktober vergangenen Jahres bei den Berliner Jedermann-Festspielen.

Yvonne Catterfeld (34), 2001 und von 2002 bis 2005 in der Serie, 694 Folgen

Musikalisch ging es auch für Yvonne Catterfeld während ihrer Soap-Zeit nach oben. Aber nicht nur die Serie hatte daran ihren Anteil - auch ein gewisser Dieter Bohlen, der 2003 "Für dich", den ersten Nummer-eins-Hit Catterfelds produzierte. Nach zwei Erfolgsalben stieg Catterfeld bei "GZSZ" aus, um ihre Gesangskarriere zu forcieren. So schaffte es ihr drittes Album ebenfalls auf Platz eins der Charts. Danach wurde es allerdings eher ruhiger um die Musikern, weitere Aufnahmen floppten. Doch nachdem sich die Erfurterin drei Jahre auf das Schauspiel konzentriert hatte, wollte sie es auch musikalisch noch einmal wissen: Am 22. November 2013 erschien ihr sechstes Album mit dem Titel "Lieber so", das in den deutschen Album-Charts Rang 21 erreichte. Am 1. Mai dieses Jahres startete der französische Kino-Film "Die Schöne und das Biest". Catterfeld ist darin in einer Nebenrolle zu sehen.

2014 verabschiedete sich die Serie von drei weiteren bekannten Zugpferden. Sowohl Felix von Jascheroff (31), der seit 2001 in der Rolle des John Bachmann zu sehen gewesen war, wie auch Isabell Horn (30, seit 2009), in der Rolle seiner Ehefrau Pia hatten im Februar ihre letzten Auftritt bei "GZSZ". Ebenfalls nicht mehr zu sehen ist seit diesem Jahr Sila Sahin (28). Sie hatte seit 2009 die Rolle der Ayla Höfer gespielt. Auch bei diesen drei darf man also gespannt sein, wie es karrieretechnisch weitergeht.

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