Keine Punkte für Österreich!: Deutsche «ESC»-Jury wollte Conchitas Sieg abbiegen

Während das deutsche Publikum gar nicht genug von Conchita Wurst und «Rise Like A Phoenix» bekommen konnte, wirft das Voting der «ESC»-Jury Fragen auf. Warum gaben sie dem Beitrag aus Österreich keinen Punkt?

Conchita Wurst ist seit ihrem Sieg beim «Eurovision Song Contest» in Kopenhagen die neue Kaiserin von Österreich, beeindruckte ganz Europa mit einem Auftritt, der für Toleranz, Gleichheit und Freiheit steht. Doch allein dank seines gepflegten Bartes und seiner wichtigen Message hat der Travestiekünstler Tom Neuwirth den wichtigsten europäischen Sangeswettstreit nicht gewonnen.

«ESC 2014»: Zuschauer voten Conchita Wurst auf Platz 1

Offensichtlich traf der Siegersong «Rise Lika A Phoenix» den musikalischen Geschmack der europäischen Zuhörerschaft. Und zugegeben: Die kraftvolle Ballade, die an Shirley Basseys legendäre «James-Bond»-Stücke erinnerte, wurde von Conchita Wurst perfekt vorgetragen. Selbst «ESC»-Kommentator Peter Urban, seines Zeichens renommierter Musikredakteur, lobte im Anschluss an ihren Auftritt: «Das hätte Shirley Bassey nicht besser machen können!» So sah es auch das deutsche TV-Publikum, das Conchita Wurst bei der «ESC»-Abstimmung per Telefon, SMS und App ganz klar auf Platz eins setzte.

VIDEO: Conchita Wurst gewinnt Eurovision Song Contest

«Rise Lika A Phoenix» zu schlecht für den ESC-Sieg?

Doch trotz der Millionen Stimmen für Conchita Wurst erhielt Österreich aus Deutschland nur magere sieben Punkte in der Endabrechnung. Warum? Ganz einfach: Die deutsche Experten-Jury, die vom ausstrahlenden Sender NDR berufen wurde, gab Conchita Wurst nicht einen mageren Punk - und deren Wertung wird zu 50 Prozent mit den Zuschauerstimmen verrechnet.

Rapper Sido, die Sänger Andreas Bourani, Madeline Juno und Jennifer Weist (von der Band Jennifer Rostock) sowie Musikmanager Konrad Sommermeyer befanden den Beitrag Österreichs für so schlecht, dass sie ihn nur auf Platz elf setzten. Und damit wurde Conchita mit null Jury-Punkten abgefertigt.

Wollte die «ESC»-Jury den Sieg von Conchita Wurst verhindern?

Einzusehen sind die Abstimmungsergebnisse jedes einzelnen Jurymitgliedes auf der deutschen Eurovision-Webseite - und da zeigt sich, dass die Herren und Damen Experten den Beitrag aus Dänemark (Endergebnis Platz 9) an der Spitze sahen. Es stellt sich daher die Frage: Wollte die deutsche «ESC»-Jury etwa einen möglichen Sieg von Conchita Wurst verhindern?

Und weiter: Wie können fünf sogenannte Musikexperten so weit am Geschmack der Mehrheit vorbei votieren, dass sie der Lieblingsnummer der Deutschen nicht einmal einen einzigen Punkt zusprechen?

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5 Kommentare
  • Frank

    15.05.2014 01:36

    Deutsche «ESC»-Jury wollte Conchitas Sieg abbiegen.. Klasse, aber keiner regt sich über die österreichische Jury auf.Die hat Elaiza nämlich nur auf Rang 16 gesehen, während das österreichische Publikum Deutschland auf Platz 5 votete.. Dadurch gab es nätürlich nur 0 Punkte für Deutschland. Der ganze ESC flacht so langsam aber sicher immer mehr ab. Ich habe mir den Mist zum letzten mal angesehen.Wenn die Teilnehmer ihren Nachbar- oder Bruderländern die Punkte zuschieben , auch wenn der Beitrag grotten schlecht war, dann hat das nichts mehr mit einem ESC zu tun.

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  • Gerald

    13.05.2014 15:03

    naja, der Song war nicht das gelbe vom Ei, meines Erachtens, aber die deutschen regen sich ja nur auf, weil Sie am Schlusslicht - oder knapp davor gelandet sind. Vom 22 Teilnehmern, glaub ich, wurden Sie 4 letzter. Die sind zu verwöhnt, Ist schon mal schade, wenn das Nachbarland so schräg benimmt, aber egal. Ich persönlich - als Österreicher - mir Hat Schweden am besten gefallen;-)

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  • Gerry1965

    13.05.2014 14:59

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