Eurovision Song Contest: ESC 2014: Alles drehte sich um die Wurst, Conchita Wurst

Beim Eurovision Song Contest 2014 repräsentierten Elaiza Deutschland mit einem gelungenen Auftritt. Am Schluss reichte es bei dem Trio aber leider nur für den 18. Platz. Rang Eins sicherte sich die Travestie-Künstlerin Conchita Wurst aus Österreich.

Auch vor der Show recht entspannt: Die deutschen Teilnehmer Elaiza

Bild: twitter.com/ElaizaBand/spot on news

Überraschend gewann die bis dato unbekannte Girlgroup Elaiza aus Berlin im März den deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest und stach damit unter anderem Unheilig ("Alles hat seine Zeit - Best of Unheilig 1999-2014") und andere Musik-Größen aus. Nun traten die drei Mädels in Dänemark auf. Wie der ESC-Abend für Elaiza, den Favoriten Conchita Wurst und die anderen Teilnehmer verlief, das erfahren Sie hier.

Schon im Vorfeld des diesjährigen Eurovision Song Contest war Feierstimmung angesagt. Zum Aufwärmen sendete Das Erste den "Countdown für Kopenhagen" live von der Hamburger Reeperbahn. Trotz Dauerregens herrschte gute Stimmung und die angereisten Public-Viewing-Fans bejubelten unter anderem Auftritte von Jan Delay (37, "Hammer & Michel"), Sido (33, "30-11-80") und Helene Fischer (29, "Atemlos durch die Nacht"). In einem Kurzinterview zeigte sich das deutsche Damen-Trio Elaiza vor der Show wenig aufgeregt und zuversichtlich.

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Mit einer imposanten Pyro- und Lichtschau eröffnete das Veranstaltungsland Dänemark schließlich den ESC 2014. Schon beim Auflauf der Kandidaten ließ das anwesende Publikum klar seine Favoriten erahnen. Während der Österreichische Travestiekünstler Conchita Wurst (25, bürgerlicher Name Thomas Neuwirth) von allen Seiten bejubelt wurde, ernteten die russischen Tolmatschowa-Schwestern verhaltenen Applaus und teils Pfiffe - nicht wegen ihres Halbfinal-Auftritts, sondern wegen der Haltung ihres Mutterlandes in der Ukraine-Krise. Mit den Worten "Are you ready to party Europe?" sollte es dann schließlich losgehen.

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Während der Auftritte selbst kam es kaum zu Überraschungen. Natürlich gab es immer wieder Blickfänge und Einlagen neben den Songs, unter anderem ein menschengroßes Hamsterrad, das Spiel auf einem Kreisrunden Piano und eine riesige Wippe, doch ansonsten beschränkten sich viele Auftritte auf Licht-, Disko- und vereinzelte Windeffekte.

Auf letztere wollten Donatan und Cleo aus Polen sich nicht verlassen. Auf der Bühne setzten sie besonders auf zwei leichtbekleidete Landsfrauen, die sich in aufreizenden Kostümen mit allerhand sexuellen Anspielungen beim simulierten Wäsche waschen und Butter machen zeigten. Besonders der Auftritt von Conchita Wurst - von vielen schon im Vorhinein als Favorit gehandelt - wurde sehnlichst erwartet. Allerhand Glanz und Glamour mit einem Hauch Noir-Flair präsentierte der Travestie-Künstler. Die pompöse Lichtshow passte zum Songtitel "Rise like a Phoenix" und erinnerte Abenteuer-Fans sogar an den Auftritt von Schauspielerin Jennifer Lawrence (23) im Film "Die Tribute von Panem".

Dann war es Zeit für den Auftritt der deutschen Mädels Elzbieta Steinmetz, Yvonne Grünwald und Natalie Plöger, alias Elaiza. Die jungen Musikerinnen machten ihre Sache gut und präsentierten einen mitreißenden, doch routinierten Auftritt. Auch bei den siebzehnjährigen Tolmatschowa-Zwillingen aus Russland klappte alles nach Plan. Mit ihrem Auftritt schienen sie sogar politikbewusste Fans verstummen zu lassen, denn von einer angespannten Stimmung oder Buhrufen war kaum etwas zu hören - im Gegensatz zur Punktevergabe, wo Zähler für Russland teils mit heftigen Negativreaktionen kommentiert wurden.

Die ersten Zähler ernteten Elaiza aus Polen - acht an der Zahl. Elaiza landeten schließlich mit 39 Gesamtzählern auf dem 18. Platz. Früh zeichnete sich ab, dass Schweden und Ungarn sich wohl ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern würden. Doch vor allem die Niederlande und Österreich sahnten immer wieder Top-Punktzahlen ab. Wie zuvor vermutet, konnte Conchita Wurst schlussendlich am besten abschneiden und damit die Wahl zum Sieger des Eurovision Song Contest für sich entscheiden - mit fabelhaften 290 Zählern.

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