«Die Spiegel-Affäre»: Frauenheld Rudolf Augstein, Franz Josef Strauß lieber tot als rot

Brillante Darsteller, sehenswertes BRD-Drama: Die ARD-Produktion «Die Spiegel-Affäre» widmet sich einem der größten Polit-Skandale der Nachkriegszeit. Wer den Polit-Thriller verpasst hat, kann ihn online in der Wiederholung im Stream der ARD-Mediathek schauen.

Herbst 1962: Der Kalte Krieg hat seinen Höhepunkt erreicht. Die Welt steht mit der Kubakrise - ausgelöst durch die Stationierung sowjetischer Atomraketen im Vorhof der USA - an der Schwelle zu einem alles vernichtenden thermonuklearen Schlagabtausch.

Das Ende der menschlichen Zivilisation scheint nahe, doch Deutschland wird von ganz anderen Schlagzeilen beherrscht: Polizei und Bundesanwaltschaft haben am 26. Oktober in Hamburg die Räumlichkeiten des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» besetzt und suchen nach Beweisen für den Verdacht des «Landesverrats». Die bis dahin größte politische Krise der noch jungen Bundesrepublik Deutschland nimmt ihren Lauf.

ARD-Mediathek: «Die Spiegel-Affäre»in der ARD-Mediathek als Stream-Wiederholung

Sollten Sie keinen eigenen TV besitzen, können Sie sich den Polit-Thriller am heimischen PC oder auch mobil auf ihrem Tablet anschauen. Im Live-Stream der ARD wird «Die Spiegel-Affäre» parallel zur TV-Ausstrahlung, also ebenfalls 20.15 Uhr, gezeigt. Hier geht's zum Online-Stream.

Wer die Live-Ausstrahlung im Ersten oder den Live-Stream verpasst hat, kann sich Die Spiegel-Affäre nach der Ausstrahlung hier im Stream der ARD-Mediathek anschauen.

ARD-Mediathek live: «Bedingt abwehrbereit - Die Geschichte hinter der Spiegel-Affäre»

Nach der Ausstrahlung des Films «Die Spiegel-Affäre» zeigt die ARD im Anschluss ab 21.55 Uhr eine Doku zum Thema. Unter dem Titel «Bedingt abwehrbereit - Die Geschichte hinter der Spiegel-Affäre» beleuchten der Ex-«Spiegel»-Chefredakteur Stefan Aust und Frank Gensthaler die Hintergründe der Staatsaffäre und befragen Zeitzeugen, zum Beispiel Helmut Schmidt.

Die Doku-Sendung kann im Ersten ab 21.55 Uhr live im TV oder im Live-Stream der ARD verfolgt werden. Ebenfalls steht die Dokumentation in der ARD-Mediathek zur Verfügung.

Geschichte: Hintergründe zur Spiegel-Affäre zwischen Franz Josef Strauß gegen Rudolf Augstein

Zwei Männer bestimmen die weitestgehend authentische Handlung: Franz Josef Strauß (1915-1988), der hochbegabte CSU-Politiker und Verteidigungsminister im Kabinett von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU), und Rudolf Augstein (1923-2002), ein junger, brillanter Journalist, Verleger und Herausgeber des Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel», das Augstein als «Sturmgeschütz der Demokratie» versteht. Letztendlich geht es um die Frage: Wer ist der Klügste, der Anständigste und der Mächtigste im Land?

Während Strauß (gespielt von Francis Fulton-Smith) angesichts seiner Furcht vor einer kommunistischen Übermacht nach der Devise «Lieber tot als rot» denkt und am liebsten auch handeln würde, hat Augstein (Sebastian Rudolph) die Maxime: «Weg mit den Verkrustungen des Obrigkeitsstaates.» Der ebenso hellsichtige wie zynische Journalist fürchtet zudem den Machthunger des bayrisch-barocken Instinktmenschen Strauß, der sich seiner politischen Brillanz durchaus bewusst ist und weitaus höhere Ziele hat.

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