Hell's Kitchen: Frank Rosin: "Ich persönlich bin kein Freund der veganen Küche"

Sternekoch Frank Rosin ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das beweist er auch in seiner neuen Show "Hell's Kitchen".

Mit Frank Rosin ist nicht zu spaßen

Bild: SAT.1/ Arne Weychardt/spot on news

"Ich werde euch Duzen, ihr werdet mich Siezen. Wenn ich euch anspreche, antwortet ihr mit: Ja, Chef!" Mit diesen Worten begrüßt Sternekoch Frank Rosin (47, "Neue deutsche Küche") elf Prominente in seiner "Hell's Kitchen". Ab heute (Sat.1, 20.15 Uhr) müssen Christine Kaufmann, Niels Ruf, Lady Bitch Ray und Co. acht Tage lang ihre Kochkünste in einer perfekt ausgestatteten Profiküche unter Beweis stellen. Ziel ist es, täglich 60 Gäste mit einem Fünf-Gänge-Menü zu bewirten. Welcher Promi bei Rosin den besten Eindruck hinterlassen hat und was er von den zahlreichen anderen Kochformaten im deutschen Fernsehen hält, erklärt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Wo liegt der Hauptunterschied zwischen Ihnen und Gordon Ramsey, dem Moderator der britischen Original-Vorlage?

"Kreative Rezepte mit einfachen Zutaten" bietet der beliebte TV-Koch Frank Rosin in diesem Buch

Frank Rosin: Ich sehe wesentlich besser aus.

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Video: spot on news

Haben Sie sich von ihm inspirieren lassen?

Rosin: Natürlich habe ich mir "Hell's Kitchen" mit Gordon Ramsey auch mal angeschaut. Ich habe aber meine eigene Art und mache mein eigenes Ding, da ich ganz anders bin als er.

Kennen Sie Ihn auch persönlich?

Rosin: Nein, ich habe ihn noch nicht getroffen.

Herr Ramsey ist für seine Wutausbrüche berühmt. Waren Sie während der Show manchmal strenger oder emotionaler als Sie es eigentlich in Ihren echten Küchen sind?

Rosin: Ich war schon emotionaler und musste auch strenger sein als in der Küche meines Restaurants, da die Kandidaten keine Profis sind und zuerst einmal realisieren mussten, worum es geht, worauf es ankommt und dass sie ohne Disziplin nicht zum Ziel kommen. In der Küche meines Restaurants geht es ganz ruhig und konzentriert zu. Jeder weiß, was er zu tun hat, und meine Mitarbeiter sind sehr motiviert.

Stimmt es, dass in Profi-Küchen oft ein rauher Ton herrscht?

Rosin: In vielen Profi-Küchen ist das der Fall, in der Küche meines Restaurants ist dies aber anders. Bei uns ist die Atmosphäre ruhig, da bei uns die Leute schon lange zusammenarbeiten und in einem entspannten Umfeld kreativ sein können. Da braucht es keinen rauhen Ton.

Sie versuchen bei "Hell's Kitchen" einen Haufen Promis zu Spitzenköchen zu formen. Gab es Starallüren?

Rosin: Es hat großen Spaß gemacht, zu sehen, wie die Leute im Team arbeiten und einzelne sich entwickeln. Klar gab es auch Rückschläge und ich musste Klartext mit den Kandidaten sprechen, aber ich glaube, dass dies für uns alle eine großartige Erfahrung war und die meisten Kandidaten im Laufe der Sendung eine tolle Entwicklung durchgemacht haben.

Welcher Promi hat bei Ihnen den besten Eindruck hinterlassen?

Rosin: Jeder einzelne hat mich positiv überrascht, es war ein besonderer Teamgeist vorhanden. Vor allem Ingrid und Klaus ("TV-Total"-Stars) haben mich beeindruckt, da sie mit ihrer sehr eingeschränkten Maggiwürfel-Küche, die sie zuhause praktizieren, bei uns versucht haben, alles zu geben.

Hat das Ergebnis der Promis Ihren hohen Ansprüchen genügt?

Rosin: Anfangs sicher nicht, aber im Laufe der Zeit sind sie immer besser geworden und einige haben mich sehr überrascht.

Was halten Sie vom Trend hin zur veganen Küche?

Rosin: Ich persönlich bin kein Freund der veganen Küche, respektiere aber andere Ess- und Ernährungsgewohnheiten. Ich selbst würde verrückt werden, wenn ich mich vegan ernähren müsste, aber jeder soll sich so ernähren, wie er will.

Mit Katharina Kuhlmann war eine Veganerin in Ihrem Team. War es manchmal besonders schwer mit ihr?

Rosin: Katharina Kuhlmann hat mich sehr überrascht und sie hat bei "Hell's Kitchen" eine große Reise gemacht.

Hätten Sie auch Lust auf eine zweite Staffel? Ist möglicherweise schon etwas in Planung?

Rosin: Generell hätte ich große Lust, denn "Hell´s Kitchen" hat mir großen Spaß gemacht und war für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Aber jetzt wollen wir erst mal abwarten, ob die Zuschauer auch Spaß daran haben, und dann sehen wir weiter.

Zahlreiche Koch-Shows überfluten derzeit die TV-Programme. Welches ist Ihr Lieblingsformat fernab Ihrer eigenen Show?

Rosin: Ich mag die "Topfgeldjäger" und "Grill den Henssler".

TV-Köchen wird häufig nachgesagt, dass sie nur für die Show zuständig sind, die wahren Koch-Künstler aber im Verborgenen kochen. Was entgegnen Sie diesen Kritikern?

Rosin: Ich verstehe nicht, was diese Annahme rechtfertigt. Die TV-Tätigkeit der Köche ist doch nur eine Erweiterung ihrer unternehmerischen Tätigkeit, und ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Und ich bin mir sicher, dass es im Fernsehen wie auch im wahren Leben sehr gute und weniger gute Köche gibt.

Welchen Ihrer TV-Koch-Kollegen empfinden Sie als kompetentesten, von welchem können Sie am meisten lernen?

Rosin: Als ich mich 1990/91 selbständig machte, war Marco Peer White mein großes Vorbild. Er hatte eine sensationelle Vita, war damals der jüngste Drei-Sterne-Koch. Das hat mich beeindruckt.

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