Kölner Treff: Bettina Wulff hatte lange an der Vergangenheit zu knabbern

Sie war lange aus der Öffentlichkeit verschwunden.

Bettina Wulff und Google haben ihren Streit jetzt beendet. Bild: WDR/Melanie Grande/spot on news

Es war ihr erster großer Auftritt in der Öffentlichkeit: Bettina Wulff (40), die ehemalige First Lady, war am Abend des Karfreitags zu Gast in der WDR-Talkshow "Kölner Treff". Erstmals sprach sie vor einem großen Publikum über ihre schwere Zeit im Schloss Bellevue und ihre verflossene Liebe zu ihrem Ex-Mann Christian Wulff.

Zwei Jahre sind seit dem Rücktritt von Wulff als Bundespräsident vergangen. Bei ihrem Auftritt im Fernsehstudio wirkt die Niedersächsin gelöst und unverkrampft. Das Leben sei nun "ruhiger, geregelter, es herrscht ein angenehmer Alltag", erklärt Wulff. "Es hat ein Jahr gebraucht", sagte sie, bis sie wieder richtig Fuß fassen konnte. "Ich habe lange, intensive Gespräche mit meiner besten Freundin geführt, die zufälligerweise auch noch Psychologin ist", gibt sie Gastgeberin Bettina Böttinger (57) zu verstehen.

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An ihre Zeit im Schloss Bellevue denkt die ehemalige First Lady auch heute noch mit positiven Gedanken zurück: "Ich habe es als großartige Ehre empfunden und empfinde es auch bis heute so." Aber zu Beginn sei es nicht leicht gewesen, vor allem das Leben nach dem Protokoll erforderte eine gravierende Umstellung. Damit habe sie "ganz schön zu kämpfen gehabt". Über ihr Buch, das den Namen "Jenseits des Protokolls" trägt und im September 2012 veröffentlicht wurde, sagt Wulff, dass dieses ein Fehler gewesen sei. "Es war der falsche Zeitpunkt, der völlig falsche Rahmen und es wurde der Sache nicht gerecht."

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Über Christian Wulff spricht sie beinahe warmherzig. "Es gibt wie bei jedem Menschen eine Seite nach außen und eine innere, private, weiche Seite." Letztere habe auch ihr Ex-Mann, "und sie war sicher der Grund, warum wir uns ineinander verliebt haben". Darauf angesprochen, ob sie den Namen "Wulff" gerne los wäre, antwortete die zweifache Mutter mit zuckenden Schultern: "Unser gemeinsamer Sohn trägt den Namen. Die Frage habe ich mir nie gestellt."

Aber sie bezieht auch kurz Stellung zu der Zeit, als gegen ihren Ex-Mann die Vorwürfe laut wurden und sie plötzlich selbst mitten in der Schusslinie stand. Die "üblen Gerüchte um meine Person" haben ihr lange hart zugesetzt. "Das ist schwer wegzustecken. Aber auch da habe ich irgendwann gesagt: Diese Menschen kennen mich nicht."

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