«Der Restauranttester» bei RTL: Therapeut im Küchen-Chaos

Hunger. Hunger. Hunger Tätätärä – Steffen Henssler ist in Karnevalslaune und überbrückt singend lange Wartezeiten im Restaurant «O Farol» Keine Frage: Hier ist der Restauranttester dringend gefragt. Aber nicht als Kritiker.

Hier muss er auch Therapeut sein: Steffen Henssler mit 'O Farol'-Chefin Beate Renner Bild: RTL

Viiiiiel Zeit muss Steffen Henssler auf seiner Mission in Gießen mitbringen. Das Restaurant«O Farol» ist zwar nicht gut besucht und in der Küche arbeiten drei Mann, aber die machen alles gaaaanz langsam. Da hilft dem hungrigenden Gast nur: Singen. Oder Papierschiffchen falten. Heidewitzka!

Nach knapp 40 Minuten Wartezeit und einer Stippvisite in der Küche kann der Kritiker endlich Messer und Gabel schwingen. Mit dem Essen ist er dann wenigstens zufrieden. Kochen können die hier. Schön angerichtet ist auch. Reicht das nicht?

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zurück Weiter Geminztes Curryhühnchen (Foto) Foto: Studio L`Eveque, München Kamera

Steffen Henssler weiß erst nicht, was er in Gießen soll

Er fragt sich: Warum bin ich hier? Was soll ich denen beibringen? Und merkt später erst: «Das hier ist eine Vollkatastrophe, ein totales Desaster, das hat mit professioneller Küche nichts zu tun.» Chefin Beate Renner, 51 Jahre, alleinerziehende Mutter und ständig Tränen in den Augen, bekennt: Finanziell steht's zehn vor zwölf. Beate ist fix und fertig und die Schmusimusi im Hintergrund sagt uns: Steffen Henssler ist ein toller Tröster.

Am nächsten Tag geht's dann zur Sache. Ein Plan muss her, der Gäste anlockt. Der Restauranttester gibt Nachhilfe in der Küchen-Organisation, zeigt viiiiiiel Geduld: «Du hast ein gutes Gefühl für Geschmack, aber Null für Organisation», sagt er zur immer-traurigen Chefin. Die ist zur Abwechslung mal gerührt, endlich Unterstützung. «Ich bin eigentlich total überfordert mit allem», sagt sie.

Der Super-Rettungsplan von Steffen Henssler

Man muss anerkennen: Steffen Henssler, der für seinen Auftakt als Restauranttester viel Kritik einstecken musste, macht sich als Therapeut und Tröster gut. Er zaubert der Chefin mit den Tränen in den Augen ein Lächeln auf die Lippen. «Ich bin total happy, es wird sich was ändern». Schwierig ist es mitunter, seine aufgesetzten super-locker-leichten Sprüche zu ertragen. Aber es gibt ja die Fernbedienung zum leiser schalten.

Ansonsten reißt er was: Er organisiert die Küche neu, macht sich auf die Suche nach einem neuen Koch. Coacht Chefin Beate: «Sag mal ganz laut: Bon neu!» Er schafft einen Neuanfang im Restaurant. Und die Chefin weint wieder, diesmal vor Rührung.

Wiedereröffnung ein voller Erfolg

Reicht das? Anscheinend. Die Chefin kann plötzlich laut sprechen, die Wiedereröffnung ist ein voller Erfolg und der lustige neue Koch darf bleiben.

Und wir wissen seit heute Abend: Steffen Henssler hat Tröster-Qualitäten und kann seinem Vorgänger Rach durchaus das Wasser - äh- den Löffel reichen.

Wies mit dem «O Farol» weitergegangen ist? Beim Überraschungsbesuch vier Wochen später strahlt nicht nur die Chefin übers ganze Gesicht, sondern auch der Restaranttester. Sein Fazit: Schnelligkeit: Top. Essen Top! Ablauf in der Küche: deutlich besser. Und eine letzte Umarmung für die nun glücklich lächelnde Chefin gibt's obendrauf.

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/news.de

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