Top oder Flop? Das ist aus Bohlens Supertalenten geworden

«Das Supertalent»
Das machen Bohlens Sieger heute
Ricardo Marinello (Foto) Zur Fotostrecke

Von news.de-Mitarbeiterin Lisa Straube
Schmiede der Stars von morgen oder doch nur Brutstätte künftiger Dschungelcampbewohner? Von ihrer Teilnahme an Castingsshows versprechen sich junge Talente so einiges. Allerdings: Die steile Karriere gelingt den wenigsten. Doch mancher sorgt auch für eine Überraschung! Eine Bilanz aus sechs Jahren «Supertalent».

Den Zuschauern ist es längst klar, nur die Teilnehmer vergessen es gerne, sobald sie zum ersten Mal auf der Bühne beklatscht oder auf der Straße von einem Fremden erkannt wurden: Aus Castingshows gehen nur herzlich selten Superstars hervor, selbst wenn der Titel der Show genau das beteuert.

Das RTL-Format «Das Supertalent» gibt ein realistischeres Versprechen, denn wen auch immer die Zuschauer am Ende zum Sieger küren, ein besonderes Talent hat er oder sie bestimmt. Doch was bringt einem die attestierte Ausnahmebegabung? Wir haben für Sie geschaut, wo die Supertalente der ersten sechs Staffeln heute stehen.

Das erste Supertalent ist längst wieder in der Realität gelandet

Ricardo Marinello, der junge Tenor aus Düsseldorf, ging 2007 als Gewinner aus der ersten Staffel der Castingshow hervor. Keine anderthalb Monate nach dem Finale, bei dem 40 Prozent der Anrufer für ihn stimmten, brachte er sein erstes und bisher einziges Album mit dem optimistischen Titel «The Beginning» heraus. Die Platte schaffte es auf Platz 22 der deutschen Charts. Das Preisgeld von 100.000 Euro investierte der heute 24-Jährige in ein Restaurant, das jedoch schnell pleite ging. Schuster, bleib bei deinen Leisten, dachte er sich wohl und wandte sich wieder dem Operngesang zu. Heute studiert er Musik in Düsseldorf.

«Das Supertalent»
Neue Jury - neue Talente
Karsten & Marie heizten Juroren und Gästen ordentlich ein. (Foto) Zur Fotostrecke

Michael Hirte lebt seinen Traum

Michael Hirte hingegen hat eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben. Als er 2008 beim «Supertalent» antrat, war der frühere Lkw-Fahrer ganz unten angekommen. Ein schwerer Unfall im Jahr 1991 hatte ihm zwei Monate Koma, ein steifes Bein und ein blindes Auge eingebracht. Er wurde arbeitslos und schlug sich als Straßenmusiker durch. Klar, so eine Geschichte berührt - über 72 Prozent der Zuschauer fanden im «Supertalent»-Finale, dass er den Sieg verdient hat.

Aber auch die Musik des Mannes mit der Mundharmonika geht bis heute vielen Menschen ans Herz. Bisher hat er sechs Alben herausgebracht - die ersten drei schafften es unter die Top Five der deutschen Charts - und er steht regelmäßig auf der Bühne, ob auf Volksmusikveranstaltungen oder wenn er mit seiner Band durch Deutschland tourt. Ja, er macht Nischen-Musik, aber der einst einsame Hirte und sein Publikum haben sich gefunden. Damit ist Michael Hirte wohl eine der seltenen Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Neueste Dossiers
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige