Krimi Hannover So geht der Schocker-«Tatort» weiter

Flott zum «Tatort»
Auf diese Automarken setzen die Kommissare

Fast elf Millionen verfolgten am Sonntag den Tatort aus Hannover im Ersten und erlebten ein erschütterndes Ende. Nun geht der Krimi um Zwangsprostitution weiter. Kommissarin Charlotte Lindholm will die Killer unbedingt finden und begibt sich damit in Gefahr.

Die letzten Szenen haben viele Fans geschockt: Die von Millionen Zuschauern mit Spannung erwartete Fortsetzung des ARD-Tatorts mit dem Titel Wegwerfmädchen läuft am Sonntag, 16. Dezember 2012, um 20.15 Uhr im Ersten. Das goldene Band zeigt, wie LKA-Ermittlerin Charlotte Lindholm bei ihren Ermittlungen zum schrecklichen Schicksal von Zwangsprostituierten weiter gegen Windmühlen ankämpft.

Viele der fast elf Millionen Zuschauer hatten allerdings gar nicht mitbekommen, dass es einen zweiten Teil von Wegwerfmädchen gibt. Sie gingen am Sonntag mit einem sehr drastischen Krimi-Ende ins Bett: Staatsanwalt tot, Kronzeugin in den Fängen der Verbrecher, Kommissarin bei den Ermittlungen am Ende, ihr Freund im Zwielicht. Auf einen Hinweis im Abspann auf Teil zwei hatte der NDR bewusst verzichtet.

«Gut, dass man wenigstens hier im Forum erfährt, dass das ein Zweiteiler ist. Auf der ARD-Seite steht nämlich nichts davon», klagt ein Nutzer mit dem Pseudonym «dasVeilchen» im Zuschauerforum der Tatort-Internetseite. «jani66» antwortet: «Hatte es auch nicht gewusst, wollte mich schon beschweren, dass es da keinen gescheiten Schluss gibt.» Manche Zuschauer erfuhren davon erst nach Tagen.

Rund 1000 Reaktionen von Twitter bis hin zu Anrufen und Briefen hätten den Sender erreicht, sagte der Leiter der Abteilung Film, Familie und Serie beim NDR, Christian Granderath, der dpa. Die große Mehrheit sei positiv gewesen. Knapp ein Zehntel der Reaktionen drehte sich allerdings darum, dass Zuschauer Probleme mit dem Schluss der ersten Folge hatten. «Es gab eine Minderheit von Zuschauern, die verunsichert waren, dass die Übeltäter in Hannover ungeschoren davon zu kommen scheinen. Das hat sie nicht wirklich gefreut.»

Auch manche Zuschauer, die von der Fortsetzung wussten, seien dennoch irritiert gewesen. Die drastische Darstellung und der Cliffhanger hätten ihnen «Schmerzen bereitet», sagte der NDR-Verantwortliche. «Es gibt offenbar ein starkes Bedürfnis, dass am Ende von 90 Minuten Tatort der Bösewicht in Ketten hinter Gittern sitzt.» Auch beim Kieler Tatort, bei dem vor kurzem ein Verbrecher davonkam, habe es ähnliche Reaktionen gegeben. Granderath erläuterte, jeder Tatort solle auch für sich selbst stehen können.

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Dementsprechend gibt es bei Teil zwei auch keine geballte Rückblende am Anfang. Die Handlung setzt Wochen nach der tödlichen Sexparty in einem Villenviertel ein. Lindholm weiß: Ihre wichtigste Spur zu der Verschwörung in Hannovers Oberschicht ist Klaus Littchen, der Mörder der 16-jährigen Osteuropäerin Gretchen Kubina und unterbelichtete Handlanger von Rockerchef Uwe Koschnik. Littchen lebt aber nicht mehr lange - und das ist nicht die letzte Leiche im Film.

Wegwerfmädchen bescherte dem NDR eine Rekordquote für den Tatort aus Hannover mit Maria Furtwängler: Es war die meistgesehene Sendung des Wochenendes. Der Marktanteil betrug 28,4 Prozent.

Tatort Hannover - Das goldene Band: Sonntag, 16. Dezember 2012, 20.15 Uhr, ARD

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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (4) Jetzt Artikel kommentieren
  • Sten0406
  • Kommentar 4
  • 17.12.2012 08:32

Bonsai.. Richtig lesen und verstehen lernen dann bemerkst du das die 11 Mill. Zuschauer auf den Ersten Teil beziehen ist ganz deutlich zu erlesen also noch bißchen üben und dann wenn man es versteht erst meckern

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  • Rechthaber
  • Kommentar 3
  • 16.12.2012 17:04
Antwort auf Kommentar 1

Lesen alleine reicht nicht! Man muss auch den Sinn des Artikels verstehen! Vergangenheitsform: Eine Million Leute (die den ersten Teil gesehen haben) warten nun auf die Fortsetzung heute Abend. Ohne Nostradamus!!! :-)

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  • bonsai19672
  • Kommentar 2
  • 16.12.2012 13:00

sorry 11 millionen und tatort

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