Von news.de-Redakteur - 29.11.2012, 00.22 Uhr

«Transgender»: Transfrau Daisy leidet nach Horror-OP

Es ist kein leichter Weg, als Transgender in einem neuen Körper glücklich zu werden. Für Transfrau Daisy wird es in der neuesten Folge der RTL2-Doku-Reihe ganz besonders schmerzhaft: Sie unterzieht sich einer sechsstündigen Operation, die ihr mehr Weiblichkeit bringen soll.

FOTOS: «Extrem schön» Einen neuen Körper bitte!
zurück Weiter ES (Foto) Foto: news.de-screenshot (rtl2now.de) Kamera

Für Transfrau Daisy, eine der sieben Transgender, die in der gleichnamigen RTL2-Doku auf ihrem Weg in den richtigen Körper begleitet werden, steht ein wichtiger Schritt an: Die 19-Jährige ist mit ihren Eltern extra nach Belgien gereist, um sich dort in einer knapp sechsstündigen Operation ihr Gesicht verweiblichen zu lassen. Doch auch wenn der Eingriff für Daisy, die als Dennis geboren wurde, unumgänglich ist, mit solchen Schmerzen hatte sie wohl nicht gerechnet. Die erscheinen ihr in diesem Moment völlig unerträglich.

Wangenknochen, Nase, Kinn - das alles hat Daisy mit einem einzigen Eingriff bearbeiten lassen. Schlappe 16.000 Euro wurden dafür eingeplant. Schönheit hat eben ihren Preis. Doch Daisy erwacht nur schwer aus der Narkose, sie kann sich kaum bewegen, gibt nur leichte Handsignale zu Verständigung.

Besonders Daisys Mutter kämpft mit ihren Gefühlen, als sie ihre Tochter auf einem blutverschmierten Kopfkissen mit ihren zahlreichen Verbänden, Schläuchen und Kabeln liegen sieht. Ihr Stiefvater bringt, bevor er sich abwenden muss, das auf den Punkt, was die Mutter sich nicht zu sagen traut: «Ich kann da gar nicht hinschauen.» Der Wunsch der Mutter: «Hoffentlich hat sie keine Schmerzen», ist zwar fromm, aber ebenso realitätsfern.

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Daisy hat Schmerzen. Und was für welche. Nachdem sie am nächsten Tag wieder ansprechbar ist, zeigt sich das ganze Ausmaß des enormen Eingriffs. «Ich kann nicht sprechen, scheiß Lippe», nuschelt sie ihren Eltern zur Begrüßung entgegen. «Aber das ich kotzen musste, wusste ich auch nicht, das ganze Blut ist rausgekommen. Ich dachte, mein Gott, was für ein Horror-Trip», schildert Daisy ihre Qualen nach der Operation eindringlich.

Ihr abschließendes Urteil: «Also das mache ich nie wieder, so eine OP. Nie wieder. Vielleicht die Lippen oder Wangenknochen. Aber nie wieder so eine extreme OP.» Zumindest das Ergebnis entspricht ihren Vorstellungen - wenigstens teilweise. Denn während sie von ihrer neuen spitzen Nase ganz begeistert ist, hadert sie immer noch mit ihrem Kinn. Wenn sich da nicht schon der nächste Eingriff abzeichnet. Denn als Daisys Nasenschiene endlich gelöst wird, scheinen die Gedanken an die Horror-OP und die Höllenqualen bereits wieder verflogen zu sein. Bis die Schwellungen im Gesicht ganz zurückgegangen sind, können übrigens mehrere Monate vergehen. Zeit genug, neue Pläne für weitere Eingriffe zu machen.

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kls/news.de

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