«Tatort» aus Leipzig Die Wand des Schweigens

Simone Thomalla
Kommissarin mit Schmollmund

Für Simone Thomalla und Martin Wuttke ist es bereits der 15. Einsatz als Leipziger Tatort-Duo Saalfeld und Keppler. In der Episode Todesschütze müssen sie zudem in den eigenen Reihen ermitteln.

Wenn Zivilcourage tödlich endet: Anne Winkler bringt in einer Straßenbahn beherzt jugendliche Randalierer zur Räson und bezahlt das mit ihrem Leben. Als sie mit ihrem Mann die Straßenbahn verlässt, folgen ihnen die drei Randalierer, prügeln und treten brutal auf das Ehepaar ein. Die schwangere Anne Winkler (Natascha Paulick) verliert ihr Baby und stirbt wenig später. Ihr Mann (Stefan Kurt) - ein Kunstlehrer - überlebt.

Todesschütze heißt die neue Folge des ARD-Tatort-Krimis, die an diesem Sonntag gezeigt wird. Ihre Ermittlungen führen die Leipziger Hauptkommissare Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und Andreas Keppler (Martin Wuttke) diesmal auch in die eigenen Reihen. Denn obwohl die Streifenpolizisten Phillip Rahn (Wotan Wilke Möhring) und Peter Maurer (Rainer Piwek) den Überfall beobachten und Rahn die Täter zu Fuß verfolgt, wollen sie niemanden erkannt haben.

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Warum, wird Saalfeld und Keppler klar, als sie die Zeichnungen mit den Porträts der drei mutmaßlichen Täter sehen, die Kunstlehrer Winkler gemacht hat: Einer Verdächtigen sieht aus wie der Sohn von Rahn. Der Polizist tut alles, um seinen Jungen zu decken. Das Trio hat seine Aussagen gut abgesprochen. Die Kommissare haben keine Handhabe. Dann versucht der verzweifelte Ehemann der getöteten jungen Frau, das Recht in seine eigene Hand zu nehmen. Die Ereignisse spitzen sich zu, bis ein tödlicher Schuss fällt.

Für Simone Thomalla und Martin Wuttke ist Todesschütze ihr 15. Einsatz als Leipziger Kriminalisten. Den MDR-Beitrag für die Tatort-Reihe wird es künftig nur noch zweimal im Jahr aus Leipzig geben. Dafür gehen die Ermittler in Erfurt auf Verbrecherjagd. In diesem Film gibt es schon mal einen Vorgeschmack auf einen weiteren, neuen Tatort, denn mit Wotan Wilke Möhring steht hier ein Schauspieler vor der Kamera, der demnächst für den NDR in der populären Reihe ermitteln wird.

Zu viele Teams?

Simone Thomalla scheint das alles nicht wirklich zu passen: Sie ist unzufrieden mit der großen Anzahl der neuen Ermittler-Teams in der ARD-Krimireihe. «Auf der einen Seite ist es schön, eine breite Vielfalt zu haben», sagte die 47-jährige der Zeitschrift Superillu. «Aber je mehr Teams ermitteln, umso größer die Abstände, bis man sie wieder sieht.»

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Die Hitliste der Ermittlerteams

Thomalla glaubt, dass der Zuschauer dadurch keine richtige emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Sie befürchtet, «dass das Besondere am Tatort dadurch etwas auf der Strecke bleibt und dass er dadurch immer mehr zu einem beliebigen Krimi wird.»

Tatort: Todesschütze, Sonntag, 2. Dezember 2012, 20.15 Uhr, Das Erste

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rut/news.de/dpa/dapd

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