«X Factor» 2012 Höchste Zeit für die Beerdigung

Sarah Connor, H.P. Baxxter, Sandra Nasic und Moses Pelham haben es hinter sich. Die dritte Staffel von X Factor ist mit dem Finale zu Ende gegangen. Dabei ist es unwichtig, dass Mrs. Greenbird den Sieg geholt hat, das Zuschauerinteresse an der Show war desaströs gering. Es wird Zeit, die Show zu begraben.

«X Factor 2012»: So lief das Finale

Sarah Connor sollte sich selbst einen Gefallen tun und nun endlich Schluss machen. Ja, sie ist das Vorzeigegesicht der deutschen Ausgabe von X Factor. Ja, sie hat in der Castingshow etliche talentierte junge Musiker unterstützt und ihnen eine Bühne geboten. Aber was hilft es denn, wenn niemand mehr zuschauen will? Die Einschaltquoten sind so mies, dass man X Factor beinahe mit dem Pro7-Desaster Popstars verwechseln könnte.

Die Entscheidung, die dritte Staffel von X Factor sonntags gegen den Tatort im Ersten antreten zu lassen, war der erste Nagel zum Sarg der Castingshow. Das war nicht ambitioniert oder mutig, das war größenwahnsinnig oder grob fahrlässig. Das letzte Stündlein von X Factor sollte nun geschlagen haben.

Um die netten Juroren und die echt talentierten Kandidaten muss es niemandem Leid tun. Es gibt schließlich jede Menge anderer Castingshows. Dieter Bohlen sucht jedes Jahr neue Superstars, Supertalente und Jurykollegen. Der X Factor-Sender Vox gehört obendrein sowieso zur Familie der RTL Group. Und gegen den Pop-Titan von RTL und seine Fremdschäm-Formate scheint kein Kraut gewachsen. Jedenfalls nicht, wenn man in die gleiche Kerbe schlägt.

Nein, es ist höchste Zeit für die Beerdigung von X Factor. Diese Quälerei führt ansonsten nirgendwo hin, außer in Richtung peinliche Quoten-Katastrophe. Noch einem Format beim Sterben zusehen, will niemand.

Liebe Sarah Connor, bitte haben Sie Erbarmen mit Fernsehdeutschland und mit sich selbst! Gehen Sie  hinaus in die Popwelt, machen Sie schöne Musik, aber tragen Sie X Factor bitte endlich zu Grabe. Drei Staffeln sind mehr als aller guten Dinge. Niemand wird die Show vermissen, und Sie haben dann endlich wieder Zeit für Ihre echte Karriere - jenseits vom Jurysessel.

Das Finale im Liveticker gibt es an dieser Stelle.

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boi/news.de

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • seggea
  • Kommentar 5
  • 28.11.2012 14:15

Na, mal ganz ehrlich, ob man nun Fan solcher Programme ist oder auch nicht, eines steht fest: dies war MIT ABSTAND die seriöseste aller Musikcastingshows! Leider ist Deutschland mittlerweile soweit verblödet, dass es bei solchen Shows nur noch darauf ankommt, sich bestmöglich über Kandidaten lustig zu machen, um so die Einschaltquoten in die Höhe zu jagen. Beim X-Factor wurden Auftritte, die nur zur Belustigung der Zuschauer und für herablassende Kommentare hirnfreier Jurymitglieder dienen, gemieden. Hier ging es um Musik und Talente.

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  • Allerhand
  • Kommentar 4
  • 28.11.2012 10:00
Antwort auf Kommentar 3

Dichter und Denker? wir müssen ja erst mal wieder deutsch lernen. Und überhaupt, es gilt diese schöne Sprache (zumindest damals zur Zeit der Dichter und Denker galt sie als schön) gegen das allgegenwärtige denglish wieder neu durchsetzen. Ich glaube aber das hat sich erledigt. Unsere Kultur - und das zeigt sich eben auch besonders im Fernsehen - wird halt komplett vom "Anglo-American-Style" dominiert. Aber warum hier so besonders auf die öffentlich-rechtlichen rumgehackt wird? Ich zahle lieber Gebühren als das man sich ständige Werbepausen gefallen lassen muss.

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  • Karl-Heinz Kasch
  • Kommentar 3
  • 25.11.2012 12:57
Antwort auf Kommentar 1

80%? Für mich sind es entschiedenen mehr. Ich tendiere zu 95%, auch die sogenannten "øff.-rechtl." sind kein Stück besser: Talk- und Kochshows, Volksmusik, Wiederholungen ohne Ende, tendenzielle "Berichterstattung" - Bericht siehe Duden, Fäkalkunst, ... Niveau los ohne Ende! Und dafür auch noch Gebühren kassieren, ist die Krone der Frechheit. Jeder, der freiwillig Fernsehen sieht, müsste noch (Schmerzens-)Geld dazu bekommen! Deutschland, ein Land der Dichter und Denker? Wo ist die Zeit geblieben?

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