Sido nach Prügel-Attacke Der Job ist futsch, die Polizei ermittelt

Sido
Er und seine Maske

Nachdem Rapper Sido einen TV-Moderator auf der Bühne mit einem Fausthieb niedergeschlagen hat, wurde er fristlos entlassen. Nun ermittelt auch noch die Polizei gegen ihn wegen Körperverletzung. Auch Sidos angeblicher Drogenkonsum wird überprüft.

Die Handgreiflichkeiten zwischen Sido und einem österreichischen Journalisten und TV-Moderator ziehen weitreichende Konsequenzen nach sich: Während der Rapper nach dem Fausthieb Freitagabend mit sofortiger Wirkung seinen Job beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ORF verlor, ermittelt nun auch die Polizei. Auch die Sendung des betroffenen Reporters verschwindet mit Jahresende von den ORF-Bildschirmen, wie am Montag bekannt wurde.

Sido schlug den Society-Journalisten Dominic Heinzl nach der Live-Show Die Große Chance auf offener Bühne und beschimpfte ihn. Die Wiener Polizei leitet nun Ermittlungen gegen Sido wegen des Verdachts auf Körperverletzung ein. Das sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger der dpa.

Heinzl habe in verschiedenen Interviews betont, keine Anzeige einbringen zu wollen. Da es sich bei dem Fausthieb aber um ein «Offizialdelikt» handle, muss die Polizei von sich aus tätig werden. Einige Zeitungen schrieben auch, dass Sido hinter der Bühne regelmäßig gekifft habe. Diesem Vorwürfen werde ebenfalls nachgegangen, so Hahslinger.

Sido saß in Wien als Juror in der Castingshow Die große Chance. Während der Live-Sendung Freitagabend bezeichnete er den Journalist und TV-Moderator Dominic Heinzl als «Dominic Hampl oder wie der heißt». Als der Journalist nach dem Ende der Show das Gespräch mit Sido suchte, kam es zum Handgemenge. Ein Security-Mann von Sido versuchte zu verhindern, dass eine ORF-Kamera die Situation filmte. Kamera und Ton liefen trotz dieser Behinderung aber weiter. So ist zu sehen, wie Heinzl plötzlich zu Boden geht.

Skandal um Rapper
Sido schlägt Reporter zu Boden
Video: YouTube

«Ich bin extrem enttäuscht, da ich Sido als Künstler, Juror und auch als polarisierende Persönlichkeit schätzen gelernt habe. Auch wenn gegenseitige Provokationen unintelligent sind und auch wenn man seine Lebensgeschichte mit in Betracht zieht und respektiert, so ist aber dann die Grenze erreicht, wenn es gewalttätig wird», sagte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner zum Rauswurf.

Am Montag wurde auch bekannt, dass das tägliche Societymagazin Chili von Dominic Heinzl mit Jahresende eingestellt wird. Gerüchte über ein Ende der Sendung gab es schon länger. Mit der Rangelei zwischen Sido und Heinzl habe das Aus nichts zu tun, wie der ORF-Sprecher Martin Biedermann der dpa am Montag sagte. «Es gibt keinerlei Zusammenhang», sagte Biedermann. Ob Heinzl künftig in anderer Form im ORF zu sehen sein wird, stehe noch nicht fest.

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boi/news.de/dpa

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • Hans-Günter Cronauer
  • Kommentar 5
  • 24.10.2012 10:45

Keine CD'S und Platten kaufen, fertig!

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  • Karl-Heinz Kasch
  • Kommentar 4
  • 23.10.2012 15:52
Antwort auf Kommentar 2

Bereichert? Hat der ORF das (einen Sido) nötig? Armer ORF! Aber "feuerrn" ist der falsche Weg, ein Platz in der (geschlossenen?) Psychiatrie wäre angemessener. Es ist ja nicht das 1. Mal...

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  • Tom
  • Kommentar 3
  • 23.10.2012 15:44

...ich hätte dem blöden Sido sein Nasenfahrrad ganz sauber in sein nicht vorhandenes Hirn implantiert... So ein Idiot ! Geht ja gar nicht !

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