«Raus aus den Schulden» Bei 264.000 Euro Miesen ist Zwegat machtlos

Blankes Entsetzen und furchtbares Drama: Bei diesem Fall von Raus aus den Schulden stößt der Herr der roten Zahlen an seine Grenzen. Die Katastrophe verhindert schließlich RTL, nicht das Know-how von Peter Zwegat.

«Raus aus den Schulden»: Peter Zwegat, der Rechenkünstler

Entweder bezahlt Michaela B. Rechnungen und Mahnungen oder sie kauft ihrer Familien etwas zu essen. Beides auf einmal ist unmöglich. Sie und ihr Mann Günther sitzen auf unglaublichen 264.000 Euro Schulden, obwohl sie weder shopping-süchtig noch verantwortungslos sind. Ihr Leben hat eine Wendung genommen, mit der das Paar nicht gerechnet hatte.

Denn die beiden 51-Jährigen sind aufgrund von Krankheiten  - sie leidet an Depressionen, er darf nach zwei Schlaganfällen nicht mehr arbeiten - in eine schier ausweglose Situation geraten. Der Kredit fürs Häuschen erdrückt sie. Ihr Plan, in einem Teil ihres Hauses eine Ferienwohnung für Ostsee-Urlauber einzurichten, ist zwar gut, scheitert jedoch am fehlenden Geld.

Schuldenexperte Peter Zwegat soll Familie B. helfen. Doch bei diesem monströsen Schuldenberg kommt der Berliner mit seinen üblichen Methoden nicht besonders weit. Es gibt nichts zu verkaufen, keine sinnlosen Ausgaben zu stoppen. Ja, nicht mal ein neuer und gut bezahlter Job für Günther B. kann die Rettung sein, da der 51-Jährige praktisch berufsunfähig ist. Kurz gesagt: Michaela und Günther B. steuern mit Hochgeschwindigkeit auf eine Katastrophe zu. Und jeden Monat kommen knapp 1200 Euro mehr Schulden dazu. Die Zinsen fressen sie auf.

Bei diesem Fall ist Peter Zwegat mit seinem Latein am Ende. Aber allein die Tatsache, dass er eben nicht ein x-beliebiger Schuldenberater ist, sondern einen großen Privatsender im Rücken hat, hilft Peter Zwegat enorm. Denn die Hausbank der Familie B. ist gern bereit zu kooperieren. Werbung ist eben teuer - erst recht so gut platzierte.

RTL sorgt dafür, dass Peter Zwegat den Namen der Bank freudig in die Kamera spricht und noch ein paar lobende Worte über das Geldinstitut verliert - dann noch kurz das Firmenlogo in Großaufnahme und schon wird den B.s ein Bausparvertrag in Höhe von 28.000 Euro zugeteilt. Einzige Bedingung: Wie Michaela und Günther B. das Geld ausgeben werden, müssen sie mit Peter Zwegat gemeinsam planen. Somit übernimmt der Schuldenpapst dann doch noch eine tragende Rolle.

Wer ihnen letztendlich aus ihrer dramatischen Situation geholfen hat, kann Familie B. ziemlich egal sein. Mit Hilfe des neuen Kredites hat sie die geplante Ferienwohnung ausgebaut, die ersten Gäste sind schon da, und endlich sehen Michaela und Günther B. wieder Licht am Ende des Schuldentunnels.   

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kls/news.de

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Leserkommentare (26) Jetzt Artikel kommentieren
  • Pazifiko
  • Kommentar 26
  • 26.09.2012 18:05

Im Prinzip sind Insolvenzen mit terminierter Restschuldbefreiung nicht nur ein Faustschlag ins Gesicht der Gläubiger, sondern gewissermaßen auch derjenigen, die bis einschließlich zur letzten Rate ihre Schulden treudoof und brav zurückzahlen. Warum spannt unser Staat nicht endlich - ähnlich dem Vorbild der EU - einen nationalen Rettungsschirm auf, um damit geprellte Gläubiger sowie bankrott gegangene Schuldner zu entlasten? Dieser Rettungsschirm muss steuerfinanziert sein. Gleichzeitig sind die bonitätsabhängigen Risikoaufschläge der Banken auf Kredite zu verbieten, denn diese sind ungerecht!

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  • werner.4321
  • Kommentar 25
  • 22.09.2012 18:28
Antwort auf Kommentar 24

Die Macroökonomie ist besser kontrollierbar. Und, ob das funktioniert ist auch noch nicht bekannt. Bei den kleinen Schuldner wie dem Betrug auf Kosten des Staates, also aller Steuerzahler, Tür und Tor geöffnet. Z.B. könnte ich mir viel Geld von jemanden leihen. Der macht kurz darauf Pleite. Verlangt vom Staat seinen Ausfall bezahlt. Mein Geld habe ich aber jemanden geschenkt. Gehe in Privatinsolvenz. Natürlich Betrug. Ist das zu beweisen? Der Staat soll auch für mich bezahlen! Hier ist der Geldverkehr nicht nachzuvollziehen.

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  • Pazifiko
  • Kommentar 24
  • 21.09.2012 20:18
Antwort auf Kommentar 23

Siehe Kommentar 19: Was in der Makroökonomie funktionieren soll, das muss erst recht in der Mikroökonomie funktionieren!

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