«Schwiegertochter gesucht» Ingo mag es französisch

RTL's Schwiegertöchter
Der Liebesentzug hat jetzt ein Ende!
Alexander (Foto) Zur Fotostrecke

Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus
Letzte Chance Vera Int-Veen: Für die Eltern der Junggesellen von Schwiegertochter gesucht scheint die Sendung der einzige Ausweg zu sein, den Nachwuchs doch noch aus dem Kinderzimmer zu bekommen. Manchmal funktioniert es, manchmal steht aber ein kleiner Pinsel dem Glück im Weg.

Beim Schauen von Schwiegertochter gesucht wird gern vergessen, wer hier denn überhaupt das neue Familienmitglied sucht: Denn das sind die Eltern. Die versuchen offensichtlich seit einigen Jahren mit wenig Erfolg ihren Nachwuchs unter die Haube und damit aus der Wohnung zu bekommen. Der letzte Schritt scheint dann ein Anruf bei RTL und ein Besuch von Vera Int-Veen, die schnell mit wehenden Liebesbriefen die geschmackvoll eingerichteten Wohnzimmer der Hilflosen besucht.

Gute Chancen auf ein Happy End - und damit auf ein sohnemannfreies Haus - haben vor allem die Eltern von Staplerfahrer Alexander. Allerdings müssen die sich allein von der Nageldesignerin Sandy verabschieden, denn ihr Sohnemann ist zu dem Zeitpunkt noch schwer mit Nicole beschäftigt, die er nach dem Schaumbad gleich mit in sein Schlafzimmer genommen hat. Als Sandy entdeckt, dass sie sich in der vergangenen Nacht das Gästezimmer nicht mit ihrer brünetten Konkurrentin geteilt hat, bricht es ihr das Herz. Die kühle Verabschiedung von den Eltern macht es da auch nicht besser: Sie reist zurück nach Bayern, um dort weiter nach einem Mann zu suchen. Aber immerhin ist Alexander schwer verliebt und kann gar nicht genug von seiner Eroberung bekommen.

Ingo braucht Papas Hilfe

Schwieriger gestaltet sich der Fall bei Hobbyautor Ingo. Der ist sehr schüchtern und muss sich jeden Schritt von seinen Eltern zeigen lassen. Bereits in der vergangenen Woche demonstrierten sie ihm äußerst bildhaft, wie die Sache mit dem Küssen geht. Weil das aber zu viel für den armen Kerl war, führt nun Mutter Birgit ein Frau-zu-Frau-Gespräch mit der Auserwählten Nadja und erklärt ihr: «Er hat Angst, auf Frauen draufzugehen.» Wenn es nur erst soweit wäre!

Später greift auch Papa Lutz helfend ein. Händchenhalten reicht auch ihm nicht für seinen Sprößling. «Man kann doch auch Frauen umarmen,» sagt er zu Ingo, der bei der darauffolgenden körperlichen Annäherung noch etwas steif um die Schultern wirkt.

Bei einem französischen Abend mit Schnecken, Ringelhemden und Baskenmütze soll das Eis deshalb zwischen Nachwuchsliebhaber und Nadja brechen - französisch mag der 21-jährige Dauersingle nämlich, wenn auch die vom Papa kredenzten Schnecken nicht so viel Anklang finden. Dafür aber die Musik, ein undefinierbarer Akzent, der nach Paris und Romantik klingen soll und das von Muttern gekaufte Baguette. Das Wohnzimmer ist mit französischen Fähnchen geschmückt, Chansons laufen im Hintergrund - und wieder kann Ingo nicht aus seiner Haut. Deshalb greift Vater Lutz abermals ein und weist fachmännisch darauf hin, dass man das Händchen der Angebeteten nehmen und enger nebeneinander sitzen könne. Ingo zeigt sich dankbar und grinst beim Tanz zu französischen Chansons so glücklich, dass einem das Herz dabei nur aufgehen kann.

Trennungsgrund: Malen nach Zahlen

Auch der Münsteraner Markus scheint ein schwer vermittelbarer Single zu sein, beweist aber, dass das Problem mit den Muttersöhnchen hausgemacht ist. Während Mutter, Vater und die zwei Holden Niki und Janine den Tisch decken, liegt der Schlagerfan auf dem Sofa, liest die Fernsehzeitschrift und lässt sich bedienen. Dass man mit solch einem Machoverhalten in freier Wildbahn keine Chance auf Paarung hat, wird schnell deutlich. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Verkäuferin Niki dann auf die gemeinsame Bootstour verzichtet und Markus und Janine alleine auf dem Münsteraner Aasee schippern lässt. Geordneter Rückzug von der Machofront.

Gar keine Hoffnung besteht hingegen mehr bei Sachse Tobias. Mutter Christa hätte Charnett zwar gern noch weiter bei sich auf dem Campingplatz behalten - immerhin hatte die ja auch die Quarkkeulchen so sehr gelobt -, aber die wurde von Tobias nach Hause geschickt. Grund für das Zerwürfnis: Malen nach Zahlen gefiel ihm gar nicht. Das ist aber leider das absolute Lieblingshobby von Charnett. So muss Christa sich weiterhin alleine um ihren Sohn kümmern - macht sie ja auch schon seit 51 Jahren.

kls/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Klaus S
  • Kommentar 3
  • 18.09.2012 21:30

Es ist doch jedem selbst überlassen ob er an dieser Sendung teilnimmt.Dann muss man aber auch die Lacher ertragen.Ich jedefalls sage Commedy war Gestern wenn ich herzhaft Lachen will sehe ich mir diese Sendung an.

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  • HenryTT
  • Kommentar 2
  • 17.09.2012 13:38

Unterste Schublade des deutschen TV-Angebots. Typisch RTL. Und jetzt schreiben manche sofort: musst ja das nicht anschauen. Damit ist es nicht getan. Solche Sendungen werden von Kindern und Minderjährigen gesehen. Und die halten das für die Realität und merken nicht, dass RTL sie verarscht.

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  • Gerda
  • Kommentar 1
  • 17.09.2012 12:54

Ich find die Sendung mehr als peinlich, da werden Menschen vorgeführt, einsame und traurige Wesen und alles wird nach aussen gezerrt, was eine schlimme Sendung!!! Hilfe wo leben wir bloß... Das soll Fernsehen der heutigen Zeit sein, armes Deutschland, niveaulos und unter aller ....nun ja...

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