«Raus aus den Schulden» Peter Zwegats schlimmste Horror-Pleiten

Da muss selbst Schulden-Papst Peter Zwegat tief durchschnaufen. In der aktuellen Folge seiner Doku-Soap Raus aus den Schulden hilft er der 28-Jährigen Sandra, die völlig unverschuldet tief in den roten Zahlen steckt. Grund genug, einen Blick auf Peter Zwegats spektakulärste Fälle zu werfen.

«Raus aus den Schulden»: Peter Zwegat, der Rechenkünstler

Es ist wohl einer der ungewöhnlichsten Fälle, den Schuldnerberater Peter Zwegat im Laufe seiner Aktivität bei der RTL-Doku-Soap Raus aus den Schulden erlebt hat. Der Grund? Seine Klientin steht völlig unverschuldet mit 115.000 Euro in den Miesen. Und das, obwohl sie selbst nur noch 400 Euro an Ratenzahlungen für einen Fernseher und einen Laptop abstottern muss.

Sandra Fellingers Geschichte ist gleichermaßen herzerweichend wie unglaublich. Oder einfach nur bitter. Als Sandra acht Jahre alt ist, stirbt ihr Vater. Ein gerichtlicher Vormund bestimmt: Sandra und die drei anderen Kinder sollen eine Eigentumswohnung erben. Diese ist zwar hoch verschuldet, doch der Kredit des Vaters ist mit einer Lebensversicherung abgesichert. Die müsste den Kredit des Vaters auf einen Schlag tilgen. Macht sie allerdings nicht.

Die Lebensversicherung wird nicht ausgezahlt, weil angeblich eine Vorerkrankung des Vaters verschwiegen wurde. So erben Sandra und ihre Geschwister eine Eigentumswohnung, die mit mehr als 100.000 Euro verschuldet ist - ausgerechnet in einem sterbenden Ort bei Salzgitter, der gerade einmal 120 Einwohnern zählt. Lange Jahre weiß Sandra von ihren geerbten Schulden gar nichts. Erst vor acht Jahren bekommt sie Post und stellt entsetzt fest, dass auf der Wohnung über 100.000 Euro Schulden lasten. Sie ist die Einzige aus der Erbengemeinschaft mit einem pfändbaren Einkommen.

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Heute sagt sie dazu: «Ich dachte, es wäre ein schlechter Scherz. Ich fühle mich total ungerecht behandelt, von Deutschland eigentlich. Dass was mich so wütend macht ist, dass ich an Lebensgefühl verloren habe und auch Existenzängste habe.» Schuldnerberater Zwegat formuliert es treffend wie immer: «Das funktioniert nach dem Musketier-Prinzip: Eine für alle. Sie sind die Einzige, die man ans Kreuz nageln kann.»

Für Peter Zwegat ist der Fall kompliziert. Er muss eine Lösung für die Schulden finden und versuchen, Sandra aus dem Grundbuch auszutragen. Doch damit alle Erben aus dem Grundbuch kommen, muss Peter Zwegat jemanden finden, der die Wohnung haben will, für die nicht einmal das Versteigerungsgericht einen Käufer fand. Das schafft er natürlich auch prompt. Sandras Tante übernimmt die Immobilie - sie wohnt praktischerweise im selben Haus.

Aus den Schulden ist Sandra am Ende (noch) nicht raus – aber dem Ziel immerhin ein großes Stück näher gekommen und den Klotz am Bein ein für allemal los. Von 115.000 Euro Schulden sind ihr «nur» noch 22.000 Euro geblieben. Die kommenden fünf Jahre soll sie dafür monatlich 215 Euro berappen. In diesem Fall gilt wohl: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

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So glatt wie im Fall von Sandrra Fellinger läuft es jedoch nicht immer ab beim RTL-Schulden-Papst Zwegat. Grund genug, einen Blick auf die spektakulärsten Fälle des Rechenkünstlers zu werfen, die in dieser Fotostrecke zusammengetragen sind.

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kls/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Walter Ludwig
  • Kommentar 1
  • 13.09.2012 12:41

Nein,Papier ist Geduldig,den erst muüßte er es am eigenen Leib Erleben.

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