«X Factor 2012» Blinde, Bands und ein liebestoller Chinese

«X Factor 2012»
So lief das Finale
Melissa Heiduk (Foto) Zur Fotostrecke

Ina BongartzVon news.de-Redakteurin
Mit neuen Regeln startet X Factor gleich mit einem Doppelschlag bei RTL und Vox in die dritte Staffel. Die neuen Juroren tun der Show und Sarah Connor sehr gut. Eitle Schönlinge mit dünnen Stimmchen fliegen raus, und ein blindes Mädchen rührt alle zu Tränen.

Die Macher der Castingshow X Factor wollten zum Start der neuen Staffel wohl auf Nummer sicher gehen und mit einem Doppelschlag größtmögliche Aufmerksamkeit beim Fernsehpublikum erzwingen. Samstagabend sendet RTL die Auftaktshow, am Sonntagabend (26. August 2012, 20.15 Uhr) folgt Show zwei bei  Vox zeitgleich zum Tatort im Ersten.

Ob sich das auszahlt, wird sich zeigen. Gegen die TV-Institution Tatort anzusenden, ist in jedem Fall gewagt. Doch bei X Factor ist nicht nur der Sendeplatz neu, sondern auch die Jury und die Spielregeln. Und das tut dem Format zum Auftakt von Staffel drei schon mal ganz gut.

Dauer-Jurorin Sarah Connor hat mit den drei neuen Jury-Kollegen H.P. Baxxter (Scooter), Sandra Nasic (Guano Apes) und Musikproduzent Moses Pelham beste Gesellschaft. Dass diese Jury echte Ahnung vom Musikgeschäft hat, kauft man ihr ohne Probleme ab. Doch wie sieht es mit den Kandidaten aus? Erstmals dürfen auch komplette Bands bei X Factor um den Titel kämpfen.

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Schon in Show eins wird klar: X Factor setzt auf Qualität statt auf Peinlichkeiten. Die Kandidaten, die da auf die Bühne steigen und ihre Liedchen singen, sind talentiert. Jeder von ihnen braucht aber mindestens von drei der vier Juroren je ein X, um in die nächste Runde zu kommen.

Mädchentyp raus, graue Maus kommt weiter

Mit gutem Aussehen allein kommt keiner weiter. So musste der Schweizer Schönling Colin ganz ohne X wieder nach Hause gehen. Und dass, obwohl er die ganz große Flirt-Offensive bei Sarah Connor startete: schmachtende Kulleraugen, Babyface und Bubyfrisur. Aber H.P. Baxxter machte gleich eine klare Ansage: «Nee, so läuft das nicht.» Sarah Connor sieht das zwar genauso, ist dennoch enttäuscht: «Schade, ich habe uns beide schon im Bootcamp gesehen.» Bei Dieter Bohlens DSDS wäre Mädchentyp Colin mit Sicherheit noch einige Runden weitergekommen.

Umso größer ist die Überraschung bei der 22-jährige Melissa, die sich mit Nicht-Frisur, Brille, Jeans und Schlabberpulli vor die Jury stellt und alle vier plus Zuschauer mit ihrer kraftvollen Samtstimme verzaubert. Diese Überraschungsmomente sind es, die X Factor zu guter Unterhaltung werden lassen. Ein bisschen Schnick-Schnack-Show darf natürlich auch nicht fehlen.

Die liefert ein eigens aus China angereister junger Mann, seines Zeichens riesiger Sarah-Connor-Fan. Seine Gesangsqualitäten rissen die Jury zwar so gar nicht vom Hocker. Ein Sympathie-X bekam er dann aber doch von Sarah Connor, weil er ihren Song Just one last Dance so süß präsentiert hat.

Bis zum Schluss von Show eins spart sich X Factor eine ganz besondere Kandidatin auf. Die 16-jährige Fabienne Bender ist seit ihrer Geburt so gut wie blind. Vor drei Jahren trat sie bereits beim Supertalent vor Dieter Bohlen auf und erntete großes Lob vom Poptitan. Jetzt will sie wissen, ob sie sich verbessert hat. Ihr Song rührt Moses Pelham und Sarah Connor zu Tränen. Von allen vier Juroren bekommt dieses junge Talent jeweils ein ganz dickes X. Natürlich geht die 16-Jährige mit ins Bootcamp. Höchst verdient. 

Sarah Connor trägt das X auf die Bühne, damit Fabienne es erfühlen kann. Ein sehr passendes Ende für diese solide Samstagabendunterhaltung. Sympathien erntet X Factor mit dieser Masche ganz bestimmt, ob auch gute Quoten ist eher fraglich.

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kls/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • AVAT
  • Kommentar 1
  • 27.08.2012 09:45

Viel besser als DSDS. Artikel ist gut geschrieben, weil nicht Kritik um jeden Preis geübt wird. Weils so war. ... ziemlich gut eben. Bin gespannt wie "Rune" sich weiter präsentieren werden. Aber .. das das so mit den Quoten nicht klappen soll.? Sch.... was auf die Quote, oder ?

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