ARD-Olympia-Panne Kommentator wandelt Hitler-Spruch ab

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Peinlich und unpassend: ARD-Sport-Kommentator Carsten Sostmeier leistete sich bei der Live-Übertragung einen schlimmen Fauxpas. Beim Gold-Ritt der Vielseitigkeits-Equipe wetterte er: «Seit 2008 wird zurückgeritten.» Mittlerweile hat er sich entschuldigt.

Da gingen ARD-Kommentator Carsten Sostmeier beim Goldritt des Vielseitigkeitsreiters Michael Jung im wahrsten Sinne des Wortes die Pferde durch. Völlig in Rage ereifert er sich vor einem Millionenpublikum über den aberkannten Olympiasieg der deutschen Reiter-Equipe aus dem Jahr 2004 in Athen. Damals wurde Bettina Hoy und ihren Mitstreitern die Goldmedaille nach mehreren Protesten wieder aberkannt.

Dann rutscht Sostmeier ein Satz raus, der so sicherlich nicht geplant war: «Denn seit 2008 wird zurückgeritten.» Der Fauxpas ist perfekt. Der Satz ist eine Abwandlung einer Hitler-Ansprache, die dieser zu Beginn des Polenfeldzugs der Nazis am 1. September 1939 gegen 10.10 Uhr in einer im Rundfunk übertragenen Reichstagsrede von sich gab: «Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen.»

Carsten Sostmeier
ARD-Kommentator mit bösem Fauxpas
Video: youtube

Die Freude über die erste deutsche Goldmedaille bei den Spielen in London erhält damit einen mehr als faden Beigeschmack. Sostmeier ist ein erfahrener Reporter, seit 1991 arbeitet er als Pferdesport-Experte der ARD. Für seine Reportage der Dressurentscheidungen bei den olympischen Sommerspielen 2004 in Athen erhielt den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Sportsendung des Jahres und 2005 eine Nominierung für den renommierten Grimme-Preis.

Noch am Nachmittag entschuldigte sich Sostmeier in einer pressemitteilung des NDR: «Es tut mir sehr leid, wenn ich mit meinen Äußerungen für Irritationen gesorgt habe.» Die Rüge von ARD-Teamchef Walter Johannsen folgte ebenfalls: «Bei allem Verständnis für die Begeisterung Sostmeiers über den ersehnten Reitererfolg: Derartige Formulierungen sind Entgleisungen, die nicht passieren dürfen. Das ist jetzt auch Carsten Sostmeier klar geworden.»

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Seit Juli 2013 arbeitet sie bei Sport1 als Moderatorin, Field Reporterin und Beitragsmacherin.[2] (Foto) Zur Fotostrecke

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rut/kru/news.de

Leserkommentare (8) Jetzt Artikel kommentieren
  • Michel1966
  • Kommentar 8
  • 01.08.2012 23:55

So eine Schweinerei - sofort erschießen den Mann! --- "Derartige Formulierungen sind Entgleisungen, die nicht passieren dürfen." Hä? Sind denn alle IRRE??? Man kann es aber auch übertreiben mit dem Quatsch. Und was macht man dann mit dem Focus Schreiberling? --- http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/ab-heute-wird-zurueckgeschossen-konflikt-mit-assad-regime-kommentar_4535981.html

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  • hellboy
  • Kommentar 7
  • 01.08.2012 22:53

Leute, gehts noch? Wie kann man einen dahergesagten laxen Spruch, mit Äußerungen von Naziverbrechen vergleichen. Haben wir keine anderen Probleme? Lächerlich! Übrigends, -zig Millionen Deutsche haben vor ca. 73 Jahren dazu H...H... gegrölt.

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  • Elster
  • Kommentar 6
  • 01.08.2012 13:55
Antwort auf Kommentar 5

Man grüßte anderst .Fehlt noch ,daß dies akzeptiert wird .

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