Ross Anthony bei Popstars Die Zuschauer wollen Schweiß und Tränen

Popstars
Von No Angels bis LaVIVe
Da waren die No Angels noch zu fünft: Sandy, Jessica, Nadja, Vanessa und Lucy. (Foto) Zur Fotostrecke

Er gewann die zweite Staffel von Popstars und gehörte fortan zur Band Bro'Sis. Nun sitzt Ross Antony selbst in der Jury der zehnten Staffel der Castingshow. Im Interview erklärt er warum nicht alle Popstars-Gewinner so erfolgreich waren wie er.

Popstars-Gewinner und Juror Ross Antony hat es seiner Ansicht nach leichter bei der ProSieben-Castingshow gehabt als die Teilnehmer der aktuellen Staffel. «Die Zuschauer wollen noch mehr sehen - mehr Talente. Sie wollen, dass die Kandidaten es hart haben, dass sie leiden», sagte er der Nachrichtenagentur dapd vor der zehnten Staffel der ProSieben-Castingshow, die am kommenden Donnerstag, 5. Juli 2012,  um 20.15 Uhr bei Pro Sieben startet.

«Ich finde, wir hatten es gut damals», sagte er, denn Castingshows seien ein neues Format gewesen. «Inzwischen wissen die Zuschauer, wie das alles funktioniert und wollen was Anderes sehen als früher.»

Vor dem Erfolg mit der Popstars-Gewinner-Band Bro'Sis habe auch er Klinken putzen müssen. «Ich habe CDs aufgenommen und an Plattenfirmen geschickt - die wurden einfach ungeöffnet zurück geschickt», erinnerte sich Ross. Weil die Popstars-Teilnehmer, über die er nun als Jurymitglied urteilen muss, zum Teil Ähnliches erlebt haben und nun auf dem gleichen Weg versuchen, berühmt zu werden, fühlt er sich als einer von ihnen. «Ich bin auch jeder von euch», sagte der 37-Jährige.

Der Schwächste neben Detlef D! Soost, Lucy und Senna

In der Jury, in der er gemeinsam mit zwei weiteren Ex-Gewinnerinnen Lucy Diakovska (No Angels) und Senna Guemmour (Monrose) sowie Popstars-Urgestein Detlef D! Soost sitzt, sei er «der kleine Lustige, der die Leute zum Lachen bringt, der sich immer kümmert, dass es den Kandidaten gut geht, sich Sorgen macht, der ohne Ende weint und unbedingt jeden in die nächste Runde bringen möchte», sagte Ross.

Es falle ihm schwerer als den anderen Juroren, einen Teilnehmer nach Hause zu schicken. «Ich bin halt ein sehr emotionaler Mensch. Die anderen Drei sind stärker als ich. Die haben im Leben, glaube ich, mehr Hartes durchgemacht und sind deshalb kämpferischer», sagte der Ex-Bro'Sis-Sänger und Gewinner des RTL-Dschungelcamps. Dennoch ergänzten sich die Jurymitglieder sehr gut. «Die Kombination ist perfekt. Wir sind alle bodenständige Menschen und sehen uns nicht als Stars.»

Am Anfang sei er skeptisch gewesen, ob sich angesichts der Flut von Castingshows, die derzeit im Fernsehen zu sehen sind, noch neue Talente finden würden. «Aber es gibt wirklich einen Pulk von Leuten, die einfach nur in eine Band rein möchten» und Popstars gebe ihnen die Chance dazu. «Die Kandidaten, die jetzt noch übrig sind, sind so was von talentiert», sagte Ross mit Blick auf die laufenden Dreharbeiten für die zehnte Staffel. Diesmal gebe es «mehr reife Leute» im Alter von Anfang und Mitte 20, die musikalische Erfahrung haben. «Das bringt eine neue Farbe rein und macht es viel interessanter, weil: Die haben schon Geschichten zu erzählen, und was die erzählen, wird die Leute erstaunen», kündigte er an.

Dass nicht alle Popstars-Gewinner so erfolgreich waren, wie er mit Bro'Sis, führt Ross unter anderem auf Probleme mit dem Management, Streit innerhalb der Gruppen oder mangelnden Willen einzelner Bandmitglieder zurück. «Die konnten alle singen, die sahen alle super aus, aber innerhalb der Band hat nichts gestimmt. Irgendjemand wollte immer im Vordergrund stehen und nach einer gewissen Zeit hatten die keine Lust mehr», sagte Ross insbesondere mit Blick auf Some und Any.

Nach seiner Popstars-Teilnahme 2001 habe er die Sendung weiter im Fernsehen verfolgt. «Das ist wie mit dem 'Dschungelcamp'. Ich schau mir immer Dschungel an, weil ich auch ein Teil war», sagte der 37-Jährige.

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boi/news.de/dapd

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