«Lothar immer am Ball» Oberlehrer Matthäus hat Angst vor Enge

50 Jahre Lothar Matthäus
Loddars beste Sprüche
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Von news.de-Redakteurin Mandy Hannemann
Die Fans von Lothar Matthäus sind schuld daran, dass der Ex-Weltfußballer eigentlich einen Psychologen bräuchte. Dass den auch Freundin Joanna in ferner Zukunft mal nötig haben könnte, dafür sorgt der kickende Besserwisser schon selber.

Frauen, Fußball und mieses Englisch: So kennen und lieben wir Lothar Matthäus. Dass er keine Eier braten kann, ist sogar irgendwie menschlich. Was nicht ist, kann auch ein Lothar Matthäus noch lernen. Schließlich heißt das Motto seiner aktuellen Fernsehpräsenz Lothar immer am Ball.

Dass das eher etwas mit penetranter Selbstüberschätzung zu tun hat, lässt die zweite Folge seiner Doku-Soap bei Vox mehr als deutlich werden. Vor allem, wenn es mit Schmollmund-Freundin Joanna darum geht, die Skipiste stilvoll hinter sich zu bringen oder beim Tanzen eine gute Figur zu machen. Blöd nur, wenn das nicht klappt. Oder gar Joanna so gar keinen Bock darauf hat und sich vom Angebeteten dann auch noch anhören muss: «Ich glaube, dass du zu viel redest. ... Ich lasse mir von ihr was sagen, nicht von dir.» Tja, am Ende gewinnt beim harten Kampf um die Führung auf der Tanzfläche nur eine: die Tanzlehrerin.

Doch bevor der Ex-Kicker so richtig entnervt das Handtuch wirft, lernen wir erstmal: Lothar hat Angst. Jawohl, Angst. Und wer ist schuld? Nein, darauf wäre ohne Lothar immer am Ball wohl niemand gekommen: Es sind die Fußball-Fans. «Immer wenn es enge war, hab ich das Gefühl gehabt, ich muss flüchten davon», gibt er zum Besten, nachdem die Regie Loddar in eine enge Kabinenbahn einsteigen lässt. Woher das kommt? Wohl vom Meisterschaftsspiel von 1986, an das sich der Fußballtrainer mit sichtlichem Unbehagen erinnert: «Auf einmal war ich unter den Fans gelegen. So 20, 30, 40 Fans - ich weiß ja nicht, was sich da abgespielt hat - die waren auf mir draufgelegen.» Seither versucht sich Lothar in Selbsttherapie, dabei könnte ihm ein Psychologe wohl besser helfen.

Lothar Matthäus, das Kommunikationsgenie

Auf der Piste ist das natürlich alles ganz schnell wieder vergessen. Loddar hätte auch gar keine Zeit, darüber zu grübeln. Schließlich muss er sich als Oberlehrer aufspielen, nachdem der Ski-Lehrer vom Vortag seiner Joanna wohl eindeutig zu heftige Komplimente gemacht hat. «Das kann mich nicht mehr irritieren», gibt Lothar in die Kamera. Aber klar doch.

«Lothar immer am Ball»
Matthäus kickt sich ins Abseits
Video: news.de

Und damit die Selbstmontage im Privatfernsehen nicht schon im ersten Viertel der Sendung zum Schlafmittel avanciert, lässt Vox den gefallenen Fußballhelden in sportlichen Erinnerungen schwelgen. Schließlich gibt es bis zum Ende der Sendung noch genug Blamage. Etwa in der Wahlheimat Ungarn, in der es Loddar noch immer nicht schafft, sich zumindest in der Markthalle mit drei Brocken Landessprache zu verständigen.

Stattdessen futtern sich Matthäus und Manager Wim Vogel gierig durch die Salami-Sorten eines Händlers. Und erleben dabei eine zweifelhafte Begegnung mit einem gehäuteten Schafskopf, der - des Eindrucks kann sich der Zuschauer nicht erwehren - in dieser Situation wie ein Seitenhieb wirkt. Doch danach wird es nicht besser. Denn spätestens, wenn Matthäus an der Käsetheke versucht, die Händlerin mit «Hey, hey, hallo» und undefinierbaren Gesten dazu zu bewegen, die richtige Sorte zu wählen, geht jedes Mitleid mit Loddar flöten.

Lothar Matthäus und die Frauen

Selbiges kann Lothar Matthäus von Tochter Viola schon längst nicht mehr erwarten. Auch wenn es scheinbar spaßig ist, in Leipzig mit Papa Loddar-Sprüche auf eine T-Shirt-Kollektion drucken zu lassen. Die Meinungen von Vater und Tochter gehen weit auseinander. Nur hat es Viola längst aufgegeben, mit Loddar zu diskutieren. Egal, ob es um Geschmacksfragen getreu dem Motto «Ich sage, 'ne Frau will immer ein bisschen was zeigen» oder Englisch-Kenntnisse geht.

Da ist es wieder, Matthäus' liebstes Thema: Englisch. Und wir erfahren endlich, wozu sich der Meisterspieler wirklich berufen fühlt: «Ich möchte den ganzen Leuten auf der Straße Englisch beibringen. Ich lern' ja für die Leute draußen in Deutschland Englisch, dass mich die Deutschen besser verstehen, weil in England versteht ja jeder mein Englisch und in Amerika. In Deutschland versteht man mich nicht.» Jawohl, Herr Oberlehrer. Aber daran wird auch Lothar immer am Ball nichts mehr ändern.

Matthäus vs. Becker
Zwei Legenden im Skandalduell
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boi/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • fred feuerstein
  • Kommentar 3
  • 02.07.2012 16:06
Antwort auf Kommentar 2

tja weichei und oberlusche, hat es zu nix gebracht, arbeiten liegt ihm fern, da bleiben eben nur dumme weiber und ficki ficki.. ha, ha, ha, ich lach mich krank vielleicht sollte ich den mal für mich arbeiten lassen, dann kann ich mich auch mal in die sonne legen...

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  • Vlox
  • Kommentar 2
  • 02.07.2012 13:10
Antwort auf Kommentar 1

"...selbst was auf die Beine stellen, Fehlanzeige, armes Gesindel!!!" LOL Auf so einen Stuss zu antworten, dazu fehlen mir echt die Worte... Beste Grüße

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  • Knoppka
  • Kommentar 1
  • 02.07.2012 10:48

Egal ob Redakteure/in Ullrich Kroemer , Mandy Hannemann oder wie die alle heißen, einen Kommentar kann jeder ablesen, und der Loddar noch mit mehr Emotion! Jemand schlechtreden könnt ihr wirklich spitzenmäßig, selbst was auf die Beine stellen, Fehlanzeige, armes Gesindel!!!

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