«GNTM 2012» Kein gutes Jahr für Heidi Klum

GNTM Finale 2012
Die besten Bilder von Luisa

Von Claudia Arthen
Trotz des Sieges von Luisa Hartema bei Germany's Next Topmodel 2012 hat Heidi Klum ein Problem. Denn GNTM steckt nicht nur im Quotentief. Im kommenden Jahr wartet mit Bar Rafaeli wohl auch noch neue Konkurrenz.

2012 ist kein gutes Jahr für Heidi Klum: Erst verkündet das 39-jährige Model die Trennung von Seal. Dann machen Gerüchte einer Konkurrenz-Show bei ProSieben mit Bar Refaeli die Runde. Und schließlich geht die siebte Staffel von Germany's Next Topmodel (GNTM) mit enttäuschenden Quoten zu Ende: Nur 3,36 Millionen Zuschauer (11,9 Prozent Marktanteil) haben am Donnerstagabend das Finale und den Triumph der 17 Jahre alten Ostfriesin Luisa Hartema in der Kölner Lanxess Arena gesehen.

Im vergangenen Jahr war das Interesse an der Finalshow mit 4,02 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 14,6 Prozent Marktanteil deutlich größer. Dennoch spricht ProSieben von einer «Erfolgsshow, weil wir mit den Werten immer noch über dem Sender-Durchschnitt liegen», sagte eine Sprecherin des Senders auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd. An der Zusammenarbeit mit Heidi Klum wolle ProSieben weiter festhalten. «Es wird auf jeden Fall im nächsten Jahr eine achte Staffel geben», sagte die Sprecherin.

Germanys Next Topmodel 2012
Die Anwärterinnen auf die Topmodel-Krone

Macht Bar Refaeli GNTM und Heidi Klum Konkurrenz?

Gerüchten zufolge wird Heidi Klum dabei nicht konkurrenzlos bleiben. Nach einem Bericht der Illustrierten Gala plant Klums Haussender ProSieben «ein zweites, hippes Model-Format» - mit dem israelischen Supermodel Bar Refaeli als Moderatorin, bei dem potenzielle Topmodels in einer Art Trainingslager fit gemacht werden sollen für das internationale Geschäft.

«Bar ist jung und probiert sich gern aus. Sie möchte nicht nur Fotoshootings machen, sondern auch vor Film- und TV-Kameras stehen», wird Refaelis Managerin und Mutter, Tzipi Refaeli, von Gala zitiert. Ein Titel steht bereits fest: Million Dollar Model, und als Co-Juror soll ausgerechnet Peyman Amin fungieren, der 2009 nach Jahren des Engagements bei GNTM von Klum abserviert wurde.

Heidi Klums Vater wittert keine Konkurrenz

«Ja, es wird ein weiteres Modelformat auf ProSieben geben», sagt auch Günther Klum im Interview mit der B.Z. Der Zeitung zufolge sieht Heidi Klums Vater die neue Sendung «eher als Ergänzung zu GNTM» und «wittert keine Konkurrenz».

Die Ex von Hollywoodstar Leonardo DiCaprio, zwölf Jahre jünger als Klum, soll den Gerüchten zufolge «ein deutlich jüngeres Publikum» ansprechen und werde von ProSieben als «Ablösung» für Klum aufgebaut. «Das ist reine Spekulation, wir planen keine weitere Modelshow», dementiert die Sprecherin des Senders. Möglicherweise werde aber - wie in jedem Jahr - über Änderungen bei GNTM nachgedacht, ergänzte sie mit Hinweis auf die Neuerungen der gerade zu Ende gegangenen Staffel: die «Heidi-Cam», die Einblicke in Klums Privatleben wie etwa ein Friseurbesuch mit Mutter Erna gab, und die Jurysprechstunde, bei der zum Beispiel Juror Thomas Hayo versuchte, Luisas Schüchternheit zu therapieren.

Klum: Luisa hat den GNTM-Titel verdient

Mit Luisa Hartema haben Klum und ihre Jurorenkollegen eine Kandidatin zur Siegerin gekürt, die den Titel Germany's Next Topmodel «verdient hat», wie Klum selbst sagt. «Wir finden Luisa einfach super, sie hat ein tolles Beautygesicht, einen tollen Schmollmund und ein echtes Lächeln», begründet die Chefjurorin die Entscheidung für die Schülerin, die als Top-Favoritin in das Finale ging. Die 1,78 Meter große Blondine habe «die perfekten Maße, den Weltklasselook und das absolute Talent», ergänzte die 39-Jährige.

Luisa wird als neues «Topmodel» demnächst auf dem Cover der deutschen Cosmopolitan zu sehen sein, in einem Appartement auf Zeit in einer Modemetropole ihrer Wahl leben und - wie ihre Vorgängerinnen - einen Vertrag mit der von Klums Vater Günther geführten Modelagentur One Eins bekommen. Heidi Klum setzt große Hoffnungen in die Ostfriesin. «Wir sehen sie als Weltklasse-Model», sagte sie. Die große Karriere auf dem Laufsteg ist den Gewinnerinnen der Staffeln eins bis sechs bislang nicht gelungen.

«Die Sendung ist ein Sprungbrett - nichts weiter»

Nicht ganz unschuldig daran soll Günther Klum sein, der den Mädchen vor allem Auftritte bei anderen ProSieben-Shows wie Let's Dance verschafft, anstatt ihnen eine Tür zu öffnen zu einer internationalen Modelkarriere. «Wenn die Sendung zu Ende ist, sind die Mädchen auf sich gestellt», sagt Heidi Klum. «Ich kann da nicht morgens sagen: Mädels, steht auf! Sind die Beine rasiert, die Haare gewaschen? Das müssen die dann selbst machen.» Die Sendung sei ein Sprungbrett - nichts weiter, sagt die 39-Jährige, die 1992 bei einem Model-Wettbewerb in der Show Gottschalk Late Night von Thomas Gottschalk entdeckt wurde und ein Jahr später in die USA ging.

Dass Klum die Konsequenzen aus ihrer schwächelnden Show zieht und sich freiwillig zurückzieht, ist nicht zu erwarten. «Bis zum nächsten Jahr!», ruft sie am Donnerstagabend am Ende der Show den Zuschauern zu. Fragt sich, ob die dann noch wissen, wer Luisa Hartema ist.

phs/news.de/dapd

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • nana
  • Kommentar 1
  • 13.06.2012 17:00

ich hasse sie!!

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