Castingshow-Opfer Seifenblasen sind zum Platzen gemacht

Warum bewerben sich immer noch so wahnsinnig viele Menschen bei Castingshows wie Deutschland sucht den Superstar, The Voice of Germany oder Popstars? Wer tatsächlich glaubt, diese Shows bringen Ruhm und Erfolg, dem ist nicht mehr zu helfen. Den Machern kann man keinen Vorwurf machen.

Castingshows 2011: Wildes Treiben auf allen Kanälen

Tausende hoffen auf den ganz großen Durchbruch im Musikgeschäft, weil Singen ihr großer Lebenstraum ist. Castingshow-Formate von heute haben so viele Bewerber wie noch nie. Auch wenn die Einschaltquoten von Dieter Bohlens Deutschland sucht den Superstar rückläufig sind, es gibt Millionen Menschen, die unbedingt wollen, dass Bohlen sie berühmt macht.

Wem nach neun Jahren DSDS und unzähligen anderen Castingsshow-Formaten immer noch nicht klar ist, dass diese Shows eben nicht Ruhm und Ehre bringen, sondern ausschließlich für die schnelle Unterhaltung gemacht sind, dem ist einfach nicht mehr zu helfen.

Die ZDF-Dokumentation Mein Traum vom Superstar. Die Generation Casting aus der Reihe 37° zeigt, wie verblendet die Teilnehmer von Castingshows zum Teil sind. Klar ist es keine große Überraschung, wenn Möchtegernstars mit rosaroter Brille aus allen Wolken fallen, wenn nach dem Ende der Staffel kein Hahn mehr nach ihnen kräht.

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Dieses Festklammern an Dieter Bohlen, an seiner vermeintlichen Macht im Musikzirkus und dieses Pop-Diva-Getue haben eben nichts mit harter und kontinuierlicher Arbeit zu tun, die der liebe Gott nun einmal vor den Erfolg gesetzt hat. Castingshow-Opfer machen sich selbst zu dem, was sie am Ende sind. Den Show-Formaten und ihren Entwicklern kann man das nicht auch noch vorwerfen.

Nur wenige Casting-Kandidaten sehen derartige Formate als das, was sie sind: Spaß und oberflächliche Unterhaltung. Einige nutzen die Chancen und fangen ernsthaft an, an sich und ihrem Talent zu arbeiten. Die haben von Anfang an begriffen, wofür sie sich hergeben. Wer das nicht verinnerlicht hat, kann sich seine Energie gleich sparen.

ham/news.de

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Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Mambo-Nieszery
  • Kommentar 1
  • 10.05.2012 09:01

Charme ist die Kunst, als Antwort ein " JA" zu bekommen, ohne etwas gefragt zu haben ! Tollen Donnerstag ,,,,, Schapow,

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