Harald Schmidt Dirty Harry zeigt Sat.1 den Stinkefinger

Harald Schmidt
Bissig am Schreibtisch

Harald Schmidt ist nicht unterzukriegen: Dirty Harry, Deutschlands fiesester Lästerer, wechselt mit seiner Harald Schmidt Show zum Bezahlfernsehsender Sky. Bereits im Herbst soll die Sendung starten. Die Quote ist dann egal.

Man muss es schlichtweg eine TV-Sensation nennen: Harald Schmidt wechselt nach der Sommerpause mit seiner Harald Schmidt Show ins Pay-TV zu Sky. Der Sender spricht vom «Transfer-Coup dieses Jahres»: Dirty Harry werde die Tagesgeschehnisse in gewohnt kontroverser Art kommentieren und illustre Gäste im Studio begrüßen. Produziert werde die Show wie bisher von der Kogel & Schmidt GmbH. Schmidt wird mit dem Spruch zitiert: «Late Night bei Sky - für mich der Himmel auf Erden.»

Fred Kogel erklärte laut Pressemitteilung: «Meine Gespräche mit Sky und die gemeinsame Vision von Programmqualität haben zu einem schnellen Ergebnis geführt. So können wir nach der geplanten Sommerpause zum Start der neuen Bundesligasaison unsere Show in gewohnter Weise fortführen und dies bei der Erstausstrahlung wie von den Fans gewünscht eine Stunde früher.»

Wie ein Sprecher von Sky sagte, wird die Show wie bisher in Köln produziert, wenige Stunden vor der Ausstrahlung. Grundsätzlich werde sich an der Harald Schmidt Show nichts ändern, sagte der Sprecher. Ob Helmut Zerlett mit seiner Band wieder dabei sein wird, konnte er noch nicht sagen.

Sky-Programmchef Gary Davey nannte Harald Schmidt einen der besten Moderatoren Deutschlands. «Wir setzen damit wie bereits mit dem Senderstart von Sky Atlantic HD erneut Maßstäbe in puncto Qualität und präsentieren unseren Kunden exklusiv die einzig wahre Late Night Show im deutschen Fernsehen.» Die Show wird den Angaben zufolge räumlich und zeitlich völlig flexibel über Sky Go und Sky Anytime zu empfangen sein - auf dem iPhone, iPad, im Web und auf der Xbox 360.

Wenn die Quote egal ist

Einen immensen persönlichen Vorteil dürfte der Wechsel für Harald Schmidt ins Pay-TV zweifellos haben: Es ist für ihn der Abschied vom Quotendruck, der ihn sowohl bei seinem Engagement im Ersten sowie zuletzt bei Sat.1 zu belasten schien. Aufgrund der mehr als mäßigen Quoten erklärte der Münchner Privatsender Ende März, Schmidts Late Night mit der Sommerpause vom Schirm zu nehmen.

Die Quote steht bei Sky bekanntermaßen erst einmal an zweiter Stelle, um nicht zu sagen, sie ist völlig egal. Schmidt zeigt damit nicht nur seinen (Noch-)Arbeitsgeber den Stinkefinger, er straft auch seinen ehemaligen Sidekick Manuel Andrack Lügen. Der hatte noch in der aktuellen Ausgabe des Spiegel behauptet, er glaube nicht, dass Schmidt innerhalb eines Jahres auf die Bildschirme zurückkehren werde. So kann man sich irren.

rut/boi/news.de/dapd

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • AlbertusMagnus
  • Kommentar 2
  • 04.05.2012 14:05
Antwort auf Kommentar 1

H. Sch.fühlt sich selber scheinbar für unersätzlich..und wenn die privaten und die öffentlich rechtlichen nicht mehr mit ansehen können,wie Harald jedweden verunkelt..sky ist nun dabei..egal ob und wieviel ihn noch anschaun mögen, ..hauptsache..schmidt versauert nicht auf dem Traumschiff Deutschland ..und schippert ins Ungewisse..vielleicht würde es "Beide" aufpeppen, wenn Gottschalk und Schmidt 4 x im Jahr ne Prommishow auf dem Traum schiff servieren...Altmeister Rademann könnte nichts besseres aus dem Hut ziehen.

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  • Harter
  • Kommentar 1
  • 02.05.2012 14:12

Diesen Vogel als einen der besten Moderatoren Deutschlands zu bezeichnen ist so absurd wie Sky selbst. Was dieser Mensch verbreitet ist schlichtweg dummdreist. Aber wer dafür noch bezahlen will, der soll es tun. Hauptsache er verschwindet aus den freien Sendern.

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