Wok-WM Die DDR stürzt im Kreisel

Wok-WM DDR (Foto)
So sieht die DDR im Jahr 2012 im Privat-Tv aus. Bild: news.de-Screenshot, prosieben.de

Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Ostalgie im Spätkapitalismus: Der Privatsender Pro7 schickt bei der zehnten Auflage der TV Total Wok-WM allen Ernstes eine Mannschaft der DDR an den Start. Einen späten Sieg des Sozialismus verhindert eine besonders fiese Kurve.

Ostalgie der peinlichen Art lieferte Pro7 bei der zehnten Auflage der Wok-WM in Königsee. Für ein paar billige Lacher wurde im Teamwettbewerb eine Mannschaft der Deutschen Demokratischen Republik ins Rennen geschickt. Honi-Witze und schlechte Sächsisch-Imitationen inklusive. Doch der Versuch, das Regime wiederauferstehen zu lassen, scheiterte am schwierigen Kreisel der Bobbahn, in dem der Vierer-Wok wie viele andere Teams im ersten Lauf stürzte.

Für die Lokalmatadoren gab es derweil einiges zu feiern. Auf seiner Heimatbahn belegte Georg Hackl im Einer zum gefühlt dreihundertsiebzehnten, real aber zum achten Mal den ersten Rang bei der Wok-Weltmeisterschaft. In der Teamkonkurrenz profitierte Wok Deutschland II von der Killerplauze und siegte mit Stefan Raab im Team.

Stefan Raab
Die Allzweckwaffe von Pro7

Ob Georg Hackl noch von seinem eingangs angekündigten Rücktritt zurücktritt, blieb bis zum Ende der Sendung ein Rätsel. Ein Referendum zu später Stunde via Mikrofon ergab kein eindeutiges Votum. Das könnte aber auch an der nur in Spurenelementen vorhandenen Starpower des Hackl Schorsch liegen.

Beim Herunterwokeln kamen nicht alle Teilnehmer rutschend im Ziel an, die neue, weitaqus anspruchsvollere Bahn forderte ihren Tribut. Gleich zu Beginn der Einerkonkurrenz verhedderte sich kleines dickes Ailton in der Bahn und blieb gar stehen. Alle Anschubversuche blieben letztlich erfolglos, eine Zeit jenseits der drei Minuten die Folge. Zum zweiten Lauf trat der Brasilianer gar nicht erst an, der Oberschenkel hatte zugemacht, wie es in bestem Fußballerdeutsch heißt.

In der Teamkonkurrenz erwischte nach dem Team der DDR auch die Italiener ausgangs des schwierigen Kreisels. Ernsthafte Verletzungen trug aber keiner der Teilnehmer davon. Auch die beiden österreichischen Teams wurden im ersten Durchgang ausgangs des Kreisels ausgeknockt, erst im zweiten Durchgang erreichten alle Team-Woks unbeschadet das Ziel.

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