Sittler ermittelt Liebe, Lüge, Verrat im ZDF-Krimi

Kommissar Robert Anders (Walter Sittler) muss zwei Morde aufklären. (Foto)
Kommissar Robert Anders (Walter Sittler) muss zwei Morde aufklären. Bild: ZDF

Mysteriöse Morde im idyllischen Schweden: Walter Sittler geht als Kommissar Robert Anders auf Mörderjagd. Gleichzeitig muss er seine Tochter vor den Männern schützen. Das ZDF zeigt heute Abend Allein im finsteren Wald, die elfte Folge der Krimi-Reihe Der Kommissar und das Meer.

Wie kommt ein deutscher Kommissar in den schwedischen Polizeidienst? Das weiß man auch nach dem elften Film der ZDF-Krimi-Reihe Der Kommissar und das Meer nicht so genau. Aber was macht das, wenn die Geschichte spannend, Schwedens Trauminsel Gotland so idyllisch fotografiert und Walter Sittler in der Rolle des Kommissars Robert Anders der liebe Typ ist? Zumal es bei dem auch noch prächtig menschelt, wenn er mit der Erziehung der Tochter nicht ganz klarkommt und immer wieder versucht, seine panische Angst vor Wasser zu überwinden.

All das findet sich nun auch im elften Krimi Allein im finsteren Wald wieder, den das ZDF am heute Abend zeigt. Das Buch schrieb Regisseur Thomas Roth nach Motiven der schwedischen Autorin Mari Jungstedt, inklusive des kleinen sadistischen Kitzels, der nun einmal zum Schweden-Krimi, auch zu dem Made in Germany, zu gehören scheint.

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Da baumelt gleich zu Beginn eine Leiche vom Baum, eine andere Leiche findet sich grausig entstellt an einer Klippe. Und schon kann das Mörderspiel um Liebe, Lüge und Verrat anfangen: Hat Student Peter Holmgren, obgleich Jahrgangsbester eben durch eine Prüfung gefallen, wirklich Selbstmord begangen? Und wer brachte seine Kommilitonin Lynn Thorson um? Gibt es da Querverbindungen?

Tragischer Unfall oder brutaler Übergriff?

Das größte Rätsel: Professorin Anna Norum von der Universität Gotland, gespielt von Lia Boysen, cool, gescheit, überlegen. Nein, behauptet sie, sie sei nicht zusammengeschlagen, sondern von einem Auto angefahren worden. Kommissar Anders wittert eine Tragödie und zu Hause gleich noch eine weitere: Weil die Tochter einem Filou von Franzosen aufzusitzen droht, muss er seine Kleine vor dieser bösen Welt und vor allem den bösen Männern schützen.

Um Robert Anders herum tummelt sich das vertraute Team, mit einem etwas neuen Akzent dabei: Thomas Wittberg, von Anfang an zweiter Mann hinter Anders und immer der von ihm mit väterlichem Wohlwollen gedeckelte Schatten, darf diesmal zu größerer Form auflaufen, auch schon mal selbst Verhöre lenken und einem Bluthund gleich eine (nicht immer richtige) Spur aufnehmen.

«Nach sechs Jahren wird er eben erwachsen und wächst langsam aus dem Vater/Sohn-Rollenspiel heraus», sagt sein Darsteller Andy Gätjen lachend. Ein besonderes Vergnügen für den 38-Jährigen: neben anderen hochkarätigen skandinavischen Schauspielern zu stehen, wie Inger Nilsson. Deren Pippi im Taka-Tuka-Land war schließlich ein Lieblingsfilm seiner Kindheit.

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Im Übrigen lernt er emsig Schwedisch, denn anders als sein Chef soll der in den USA geborene Hamburger in der Rolle des Thomas Wittberg tatsächlich ein richtiger Schwede sein. Was Gätjen so schwer nicht fällt, da er mit einer Schwedin verheiratet ist und sich gut ein späteres Leben in Schweden vorstellen kann: «Ich liebe dieses Land einfach, seine Kultur und seine Menschen.»

Der Kommissar und das Meer - Allein im finsteren Wald, Samstag, 10. März 2012, 20.15 Uhr, ZDF

boi/zij/news.de/dpa

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