«Traumfrau gesucht» Deutschlands peinlichster Kapitän

Walther Natalia Traumfrau gesucht (Foto)
Walther übertreibt es mit seiner Angebeteten Natalia. Bild: RTL2

Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Narzisstischer Kindskopf sucht Frau fürs Leben - so müsste eine annähernd wahre Kontaktanzeige für Walther lauten. Er versagt mit RTL2-Kamera im Schlepptau auf der Brautschau in Osteuropa. Auch ein Einbruch in Kapitänsuniform beeindruckt seine Angebetete wenig.

Dass sich Traumfrau gesucht als Titelsong Toxic von Britney Spears verpasst hat, kann kein Zufall sein. Ein hoch giftiges Gemisch aus Doku und Soap präsentiert RTL2 auch in der vierten Ausgabe der Fremdschäm-Frauenjagd. Vier unbefraute und aus verschiedensten Gründen schwer vermittelbare Deutsche investieren vierstellige Beträge und bekommen vom Privatsender einen Teil ihrer beträchtlichen Auslagen erstattet. Dafür darf der Zuschauer bei den hochnotpeinlichen Dates der Herren hautnah dabei sein.

Doch ausgerechnet dem schwierigsten Fall, dem 44-jährigen Maurer Karsten, widmet man nur wenige Sekunden Sendezeit. Er ist nach eigenen Angaben noch Jungfrau und auch sein vorerst letztes Date mit einer Frau, die sich Margareta nennt, ist wenig erfolgreich. Vor lauter Aufregung ist der Sachsen-Anhalter zu keinem Laut mehr fähig. Ein hoffnungsloser Fall für die Partnervermittlerin Ksenia Droben, die das ganze kommunikative Desaster mit professionellem Gleichmut erträgt.

«Traumfrau gesucht»
Russisches Roulette

Romancier mit Schneid und Mutterkomplex

Mit ihrem zweiten Klienten hat sie da schon mehr Probleme. Der völlig wahrnehmungsgestörte Walther ist diesmal angetreten, sein peinliches, von Emo-Egotränen zerstörtes zweites Date mit Natalia vergessen zu machen. Das kann bei einem psychisch zumindest eigenwilligen Menschen wie ihm nur bedeuten, dass völlig deplatzierte Romantikgesten im halben Dutzend scheitern.

Et voilà: Alles, was schief gehen kann, geht schief. In Kapitänsuniform und weißen Handschuhen bahnt er sich als Stalker mit Kamera im Schlepptau den Weg zur Wohnung seiner vermeintlich Angebeteten, die ihn wenige Tage zuvor als Kindskopf verstieß. Und dann präsentiert er eine Familienpackung Pralinen und einen Weg voller Rosenblüten, die in Russland normalerweise bei Hochzeiten üblich sind. Es folgt ein spontaner Trip zur Eisbahn, genau das Richtige für Natalia, die gar nicht Eislaufen kann. Der Romancier mit Mutterkomplex wird nur von der geschlossenen Eishalle davon abgehalten, seinen perfiden Plan vom Händchenhalten beim Paarlauf in die Tat umzusetzen.

Also ein neuer Anlauf in einem Restaurant. In einem typischen Walther-Moment zeigt er, wie viel er sich für die angeblich Angebetete interessiert: Er füllt am Zweiertisch mal eben ein Malen-nach-Zahlen-Rätsel aus. Beeindruckend, wie schmerzfrei der narzisstisch veranlagte Admiral bei seiner kapitalintensiven Frauenhatz vorgeht. Beeindruckend auch, wie schmerzfrei die Kameramänner sein müssen, die diese Szenen drehen. Damit das Rendezvous auch wirklich und abschließend in die Hose geht, verschenkt Walther auch noch einen kitschigen Armreifen an Natalia. Da kann auch Partnervermittlerin Ksenia Droben nichts retten, Walther bedankt sich bei ihr auf seine Weise, indem er sie kurzerhand von ihren Pflichten entbindet.

Verschwitzt und im Schlabberlook

Doch auch die hygienische Gefahrenzone der Sendung in Person des 28-jährigen Elvis gibt sich auf eine spezielle Art und Weise Mühe, seine Traumfrau kennenzulernen. Im Ich-daddle-mal-ein-paar-Stunden-und-bestell-mir-Pizza-Schlabberlook geht der Braunschweiger auf die Suche. Auch von seiner Geschäftspartnerin, der Partnervermittlerin Antoinette, die für 1650 Euro garantiert eine rumänische Frau findet, lässt er sich nicht zum Wäschewechsel bewegen. Seine Ausrede: «Ich bin total durchgeschwitzt und dann in frische Klamotten, nee».

Und dann stehen ihm auch noch gemeine Äußerlichkeiten im Weg. Mit einer jungen Dame bandelt er an, zumindest bis er ihre Leberflecken entdeckt. Davon angeekelt bricht er seinen Versuch ab, und das ohne zu wissen, ob die junge Dame ihren eventuell vorhandenen Ekel vor seinen Schwitzeklamotten überwunden haben könnte. Seine Devise lautet folglich: erstmal was trinken gehen, hier in der rumänischen Dorfdisse.

Der einzige sozialverträgliche Kandidat, der bayerische Versicherungsmakler Manfred, steht sich selber im Wege. Die Heiratskandidatin Adina serviert er eiskalt ab: «Das ist so, wenn mir die Optik so gegen Null geht». Die Assistentin der Partnervermittlerin hat für ihn hingegen das optische Paket, «das ich suche». Na dann, auf in den Baggerkurs, Mr. Smart. Zu sehen am kommenden Montagabend.

Die komplette vierte Folge von Traumfrau gesucht in der RTL2-Mediathek.

cvd/news.de

Leserkommentare (6) Jetzt Artikel kommentieren
  • samy
  • Kommentar 6
  • 01.03.2012 09:26

Einfach nur primitiv und billig! Aber auch einige Frauen, da fragt man sich, was man für Geld nicht alles mit sich machen läßt. Von sich überzeugter Manfred, fragt sich, wieso. Ungepflegter Elvis, Spinner Denis, Psycho Walher. Egal wer, sowas will Frau nicht zu Hause haben, nicht mal die Osteuropäerinnen;)

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  • and
  • Kommentar 5
  • 07.02.2012 06:24

Zweisamkeit ist das haertste Geschaeft auf Erden.Diese Frankensteine der Peinlichkeit haben trotzdem mein Mitgefuehl.

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  • Andy
  • Kommentar 4
  • 06.02.2012 21:34

Das, was die Herren dort abziehen ist einfach nur PEINLICH UND UNTERSTES NIVEAU!!! Ich bekomm jedes mal DEN Fremdschäm-faktor 1000, wenn ich mir diese armen kleinen, nach aufmerksamkeit Boulenden Weicheier da reinziehen muss, einfach EKALHAFT!!! BA!!!

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