«DSDS 2012» Hier versteckt sich Dieter Bohlen

Dieter Bohlen (Foto)
Die bestgeföhnte Frisur im deutschen Fernsehen? Bild: news.de-Screenshot, rtl-now.rtl.de

Von news.de-Redakteur Konrad Rüdiger
Der Titan geht auf Tauchstation: Dieter Bohlen und seine neuen Jury-Kollegen mögen offenbar auch Schabernack. Da wird schon mal gemeinsam unter den Tisch gekrabbelt. Dafür ist das nervigste Tier des Privatfernsehens nicht mehr an Bord.

Er war einmal Sidekick von Modelmama Heidi Klum, floppte mit einer eigenen Show im Ersten. Nun darf sich Bruce Darnell bei seinem nächsten Karriereschritt neben Dieter Bohlen zum Affen der DSDS-Jury machen. Gleich in der ersten Show der neunten Staffel degradiert Jury-Großajatollah Bohlen seinen Kollegen zum Notenständer. Ausgerechnet beim wohl untalentiertesten Keyboardspieler in der Geschichte der Castingshow, Kenan Yildiz, muss Darnell die Noten halten. Der in seiner Unbedarfheit bemitleidenswerte Klimperer fliegt trotz der prominenten Hilfe sofort raus.

Eine ganz andere Hürde muss Christin Nititzki überwinden. Die 22-Jährige wird von der Jury nach guter alter Verstehen Sie Spaß?-Manier geneckt. Alle drei Juroren verstecken sich unter dem Jurytisch, die arme Kandidatin hat also keinen Anhaltspunkt. Als Gipfel der Gemeinheit klebt ein Recall-Zettel zum sofortigen Weiterkommen am Tisch. Die junge Frau, die von sich selber sagt, dass sie nur Mittelmaß ist, ergreift die Möglichkeit zur Flucht nicht rechtzeitig und Dieter Bohlens Haaransatz erblickt wieder das Scheinwerferlicht.

Bohlens Auslese
Die Kandidaten fürs Superstar-Amt

Die Spielerei der Jury kann man auch als Spitze gegen die Konkurrenz verstanden wissen. In den ersten Sendungen, den sogenannten Blind Auditions der ProSieben/Sat.1-Show The Voice Of Germany saßen die Juroren mit dem Rücken zu den Kandidaten. «Nur die Stimme zählt» lautet das Motto der Konkurrenz. Doch der unter den Tisch gekauerte Bruce Darnell fordert Kandidatin Christin zuerst zum Tanzen auf. Also doch keine groß angelegte Retourkutsche aus dem Hause RTL. Für Christin endet der großartige Gag derweil mit dem Aus in der ersten Runde.

Gar nicht vermisst wird eine Figur, die im vergangenen Jahr für negative Schlagzeilen gesorgt hatte. In den Castingsendungen war Freddy der Fickfrosch dafür zuständig, Häme über die Kandidaten auszuschütten. Dafür braucht RTL diesmal keine animierte Hibbelfigur, es geht auch ohne ganz gut, die sich überschätzenden Kandidaten noch tiefer in ihr eigenes Elend zu stürzen.

So wie in der ersten Sendung Christian Zech, der es immerhin schafft, ein Lied von den Söhnen Mannheims noch weiter zu verhunzen. Oder der selbsternannte Partyboy Alexander, der im Leoparden-String für Chaos sorgt und Sascha Mallat, der ein Lied von Culcha Candela trotz Kopfhörerunterstützung noch schlechter als die eigentlichen Interpreten darbietet.

Die Rolle des Sebastian aus dem Vorjahr hat diesmal Luca (16) inne, der von Dieter Bohlen «als Bravo-Posterboy des Jahres 2012» gesehen wird. Der Maurer-Azubi aus der Schweiz nimmt die Komplimente für sein Äußeres und seine vom Muskelshirt unterstrichene Darbietung gelassen: «Ich hab den Job.» Ebenso im Recall stehen Guillaume Albert als Jack Johnson der Karibik und die 16-jährige Wildsau Marcello Ciurlia.

Bei beiden Darbietungen muss sich Neu-Juror Bruce Darnell im Übrigen vom Poptitan persönlich erniedrigen lassen. «Bruce hat sich fast in die Hosen geschissen» urteilt Bohlen zu Marcellos animalischer Rocknummer und auch Darnells Gefühlsausbruch nach dem Auftritt von Guillaume ist Bohlen einen Spruch wert: «Wenn der Bruce heult, heißt das ‹Ja›». Aber zum Erniedrigen gehören unter den Kandidaten und in der Jury auch immer zwei. Einer der erniedrigt und einer, der sich erniedrigen lässt.

Die erste Folge von DSDS bei RTLnow in voller Länge.

cvd/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Johannes
  • Kommentar 1
  • 08.01.2012 15:28

Schön, wenn in der Fotostrecke fast vergessene Wörter neu belebt werden. Sie haben Farbe und Geschmack. Aber noch schöner wäre es, wenn sie auch noch richtig geschrieben würden. „Christin Nitizki lässt sich von diesen Spirenzchen nicht beeindrucken, weiter kommt sie allerdings nicht.“ Kann sie mit „Spirenzchen“ auch nicht kommen. Also „Sperenzchen“ oder „Sperenzien“ müsste es für „Schwierigkeiten“ oder „Ausflüchte“ heißen. irgenwann im Mittelhochdeutschen abgeleitet von „sich sperren“ oder „Gesperr“ ...

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
Neueste Dossiers
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige