«Verzeih mir» Vom Lesbenhasser zum Vorzeigepapa

Der 61-jährige Kurt hat seine Tochter vor 17 Jahren aus dem Haus geworfen, weil sie sich in eine Frau verliebte. Nun zeigt er sich reumütig und will sich mit Vera Int-Veens Hilfe entschuldigen. Doch hat er sich überhaupt gewandelt?

Verzeih mir (Foto)
Endlich geläutert: Kurt. Bild: RTL
TV-Quoten

Wenn es draußen kalt und grau ist und es sich nicht mehr leugnen lässt, dass es langsam aber sicher auf Weihnachten zugeht, fährt auch RTL die großen emotionalen Geschütze auf. Denn für die herzergreifenden Geschichten in der erweiterten Vorweihnachtszeit ist niemand geringeres als Vera Int-Veen mit ihrer Show Verzeih mir zuständig. Aber mal ehrlich, wer erfolgreich für RTL Schwiegertöchter sucht, Mietpreller malträtiert, Helfern mit Herz huldigt, Organspender organisiert und Behinderte bloßstellt, der wird doch zwei verstrittene Menschen wieder versöhnen können? Besonders an einem grauen Novemberabend.

«Verzeih mir»: Versöhnung garantiert
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Kurt, mittlerweile 61 Jahre alt, möchte sich bei seiner Tochter Carmen entschuldigen. Die beiden reden seit 17 Jahren nicht mehr miteinander. Der Grund: Das Töchterlein hat sich, damals 18 Jahren alt, in eine Frau verliebt. Seitdem herrscht Funkstille zwischen den beiden. Nun hat der Pensionär seine Meinung geändert. Nach zwei Schlaganfällen sieht er seine Zeit ablaufen und drängt auf eine Versöhnung - vom Lesbenhasser zum Vorzeigepapa.

Was also macht Hobbydetektivin Int-Veen? Genau, sie geht zu Carmens Arbeitgeber und erhält dort (natürlich) ihre Privatadresse. Es ist schon beunruhigend, wie schnell Fernsehmoderatoren an solche Informationen kommen. Vielleicht ist ja auch Schmiergeld geflossen. Wie dem auch sei, die RTL-Moderatorin fängt Carmen tatsächlich ab und erzählt ihr vom Vorhaben ihres Vaters, wie unserer Fotostrecke zu entnehmen ist. Doch Carmen bleibt eisig: «Das ist ein ganz schwieriges Thema!» Gibt es etwa doch keine geplante Versöhnung?

RTL-Doku-Soap: Schummel-Vorwürfe
Video: bild.de/video/clip/vera-int-veen

Doch, die gibt es. Carmen gibt ihrem Vater noch eine Chance, auch wenn Int-Veen mitten in die Entschuldigung platzt und mit einem charmanten: «Bei euch läufts noch etwas holprig» um die Ecke kommt. Dafür, dass Vater und Tochter sich die vergangenen 17 Jahre gar nichts zu sagen hatten, lief es da erstaunlich gut. Nur für die knapp bemessene Sendezeit wohl nicht. Da muss eine tränenreiche Umarmung her und Int-Veen kann ihr Zahnpastalächeln präsentieren.

Eine Lüge, die alles zerstört

Der zweite Fall, der bei Verzeih mir vorgestellt wird, ist genauso ungeheuerlich wie ergreifend. Stefanie zerrt im Alter von 15 Jahren ihren Vater Ralf mit ungeheuerlichen Lügen vor Gericht. Sie behauptet, er habe sie misshandelt, sie geschlagen und eingesperrt. Nichts davon ist wahr, alles erfunden, weil sie sich an ihrem Vater rächen wollte. Es ist der übliche Zwist zwischen Teenagern und deren Eltern. Doch in Stefanies Fall eskaliert die Situation. Sie verschwindet mitten in der Nacht zu ihrer leiblichen Mutter und kehrt nie nach Hause zurück.

Jetzt, sieben Jahre später, hat sie den Mut gefunden, sich bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter zu entschuldigen. Auch, weil sie jetzt selbst Mutter ist. Mittlerweile weiß sie: «Das war der schlimmste Fehler meines Lebens.» Und auch hier kommen die Tränen gekullert, literweise plätschern sie auf den Boden.

Doch Vera Int-Veen wäre nicht Vera Int-Veen, wenn nicht auch diese Familienzusammenführung in einem Meer der Tränen und einem Happy End enden würde. Der Papa zeigt sich gnädig, freut sich über eine gewonnene Tochter und ein kleines Enkelkind und ist nun auch offiziell rehabilitiert. Für das, was Stefanie ihm angetan hat, wäre schon einmal eine Standpauke fällig gewesen. Doch ein Vater vergibt seiner Tochter immer, egal was sie getan hat. Zumindest wenn Vera Int-Veen die Fäden zieht.

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Die komplette Episode gibt es an dieser Stelle zu sehen.

Bestes Zitat: «Das war bestimmt schwer für dich.» (Vera Int-Veen kennt sich mit Hobby-Psychologie prima aus.)

cvd/news.de

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