«X Factor» Voting-Drama und ein verkaterter David Guetta  

Eine Show mit mächtig verquollenen Augen: Bei X Factor gibt es in den letzten Minuten erneut ein herzzerreißendes Finale. Und dann ist mit David Guetta auch noch ein Star-DJ zu Gast, dem weitaus mehr als nur eine Mütze voll Schlaf fehlt.

David Guetta (Foto)
David Guetta übt sich im Augenringen. Bild: news.de-Screenshot, voxnow.de
TV-Quoten

«Das nennt man dann wohl die berühmte Arschkarte, die ich jetzt gerade habe», verzweifelt X-Factor-Juror Das Bo bei der Entscheidung in der vierten Liveshow. Zwei seiner Schützlinge, Monique Simon und Kassim Auale, haben die wenigsten Zuschauerstimmen bekommen und seine Mitjuroren Sarah Connor und Till Brönner haben sich nicht für oder gegen einen der beiden Kandidaten entscheiden können. Es liegt am Mentor selbst, einen seiner Kandidaten in die Beschäftigungslosigkeit zu schicken. Nach verzweifelten Minuten muss er sich entscheiden und schließlich trifft es den unsichersten Kantonisten, Kassim Auale. Monique Simon darf hingegen in der kommenden Woche Stargast Justin Bieber begegnen.

Noch zu Beginn der Show zeigte sich der Rapper mit der falsch herum aufgesetzten Schirmmütze über silbrig glänzendem Haar siegessicher. War er es doch, der in den ersten drei Shows alle seine vier Kandidaten in die nächste Runde retten konnte. Doch in den finalen Minuten ist die Siegesgewissheit um die Mundwinkel verflogen. Dort, wo sich in der Vorwoche noch ein Drama zwischen Sarah Connor und Till Brönner abgespielt hatte, sitzt ein Häufchen Elend. Eine prekäre Situation, die nur entstehen kann, weil bei X Factor die Juroren gleichzeitig auch Mentoren sind.

«X Factor»: Kandidaten, Tränen und Weltstars
zurück Weiter Rufus (Foto) Zur Fotostrecke Foto: screenshot news.de (Vox.de)

Das offizielle Motto der Liveshow Nummer vier ist eigentlich «Party», sie steht aber eher unter dem Arbeitstitel «Derber Kater». Während Taio Cruz seinen neuesten Hit Hangover auf die epileptisch blinkende Riesenbühne stompt, lässt es der zweite Stargast des Abends etwas gemächlicher angehen. David Guetta, seines Zeichens derzeit erfolgreichster DJ der westlichen Welt, kommt, sieht und geht wieder. Ein Kurzauftritt zu Beginn der Liveshow und er ward nicht mehr gesehen. Zuvor hatte er drei der Acts bei den Proben begutachtet und einige belanglose Worte mit ihnen gewechselt.

Die Ferndiagnose für David Guetta: mächtiger Hangover. In der Nacht hatte er wohl seinen Auftritt bei den MTV European Music Awards und/oder seinen 44. Geburtstag am Montag mit reichlich Rauschmitteln gefeiert. Ein fitter Gast sieht jedenfalls anders aus. Das hält die sonst so coole Jurorin Sarah Connor allerdings nicht davon ab, den erleichtert aus dem Studio stürmenden Guetta noch um ein Foto mit einer Freundin zu fragen. So leicht werden Stars zu Fans.

Weitaus nüchterner und ausgeschlafener als der Weltstar sind einige der Performances des Abends. Benman spielen ihre Niedlichkeitskarte voll aus, David Pfeffer gelingt das Kunststück, aus einem Haddaway-Song alles Erdenkliche herauszuholen, und auch Nica & Joe interpretieren das Showmotto mit einem Guetta-Song etwas gefühlvoller und machen damit viel richtig. Wäre aber auch schlimm gewesen, wenn über die ganze Sendezeit nur verquollene Augen und verzweifelte Juroren zu sehen gewesen wären.

Bestes Zitat: «Ich kann es nicht.» Juror Das Bo ist aufgelöst und würde am liebsten aus dem Studio rennen.

Die aktuelle Liveshow im Stream bei Voxnow.de

zij/news.de

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Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • Butt Head
  • Kommentar 2
  • 16.11.2011 08:17

Die Sendung ist so nervig, da wird einem doch schlecht. Was soll an Das Bo gut sein und Sarah Connor ist die Nervensäge schlecht hin.

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  • helmut sturzeis
  • Kommentar 1
  • 09.11.2011 13:45

hallo möchte meinen senf zur bewertung abgeben 1 blödsinn das buplikum wählt 2 es sollen die juroren echte stimmen abgeben 3 es sol keine befangenheit geben 4 es sind gute sänger dabei die ausgeschieden sind,nur wegen dem zu gesicht stehen zb.junge mädchen wählen natürlich die beiden jungs,die nicht so sehr überzeugend sind danke helmut

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