«Bauer sucht Frau» So knebelt RTL die Kandidatinnen

Ina BongartzVon news.de-Redakteurin
Von wegen Hofidylle: Bei Inka Bauses Kuppelshow Bauer sucht Frau haben wohl vor allem die Frauen nichts zu lachen. Wie nun bekannt wurde, soll RTL die Kandidatinnen mit Knebelverträgen an die Show binden. Doch damit ist der Sender keine Ausnahme.

Es könnte alles so romantisch sein: Da gibt es einen einsamen Bauer, der endlich dank RTL die Frau fürs Leben findet. Das ist das Konzept von Inka Bauses Kuppelshow Bauer sucht Frau. Doch wie nun bekannt wurde, müssen die Kandidatinnen regelrechte Knebelverträge unterschreiben.

Wie bild.de berichtet, soll RTL den Frauen fürs Scheunenfest 250 Euro zahlen, für jeden Tag auf dem Hof des Bauern gibt es angeblich 150 Euro. Allerdings, so will das Boulevardblatt recherchiert haben, dürfen die Frauen den Hof des Bauern nicht vor fünf Tagen verlassen - auch, wenn ihnen der Landwirt gar nicht zusagt: «Eine Kündigung oder ein Rücktritt vom Vertrag durch Mitwirkende ist ausgeschlossen», heißt es bei bild.de.

Von diesen strengen Vorgaben ist natürlich während der Sendung nichts zu spüren. Und auch, wie Moderatorin Inka Bause zu den RTL-Knebelverträgen steht, ist unklar. Da bleibt den Kandidatinnen nur zu wünschen, dass sie trotz allem vielleicht doch einen Bauern finden, bei dem sie ganz freiwillig länger bleiben wollen.

Auch Nachwuchsmodels werden geknebelt

Doch RTL ist mit seiner Knebelvertragsmethode nicht allein. Jüngst wurden die Streitigkeiten um Verträge der ProSieben-Castingshow Germanys next Topmodel von Heidi Klum öffentlich. Die Gewinnerin der vergangenen Staffel, Jana Beller, soll durch den Vertrag mit der Modelagentur ONEeins zu unlukrativen Jobs verpflichtet worden sein. Sie klagte sich aus dem Vertrag und wechselte die Modelagentur. Der Presse sagte sie damals, nach GNTM habe sie die schlimmsten zwei Monate ihres Lebens gehabt.

Auch die GNTM-Gewinnerin von 2010, Alisar Ailabouni, klagte sich aus dem Vertrag. Der Grund dafür: Das Model war mit PR-Terminen, die ihr von der Agentur organisiert wurden, nicht zufrieden.

«Bauer sucht Frau»
Handfeste Landwirte und ein schwuler Jungbauer
Bauer sucht Frau Gerold (Foto) Zur Fotostrecke

Die öffentlichen Querelen um die Modelverträge haben Folgen: Ab der kommenden Staffel GNTM soll es neue Verträge für die Nachwuchsmodels geben. Das kündigte die Agentur ONEeins an, die von Günther Klum geleitet wird.

eia/news.de

Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • gartenfee
  • Kommentar 5
  • 05.01.2012 16:00

150 € viel zu wenig für das was sie dort ertragen müssen für das bloss stellen. Dachte es gibt gar nichts.... mein Bruno liebt ja seine Anja- (ich wurde nicht ausgesucht), aber das war für mich auch der einzige wo es sich gelohnt hat sich zu bewerben...

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  • Peter
  • Kommentar 4
  • 22.11.2011 21:29

... und man kommt sogar noch ins Fernsehen ...

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  • Martin
  • Kommentar 3
  • 29.10.2011 18:25

Also wer von den 'normalen' Angestellten verdient schon 750 Euro NETTO in der Woche? Und ich gehe mal davon aus, dass die Frauen die Verträge vorher gelesen haben und wissen sollten, was sie da unterscheiben! Aber es ist wie mit jeder Show - alle schimpfen darüber, aber sehen wollen's doch alle.

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