Von news.de-Volontärin Juliane Ziegengeist - 01.09.2011, 10.47 Uhr

Seriendarsteller: Von der Soap zur Schmonzette

Sie ist das Gesicht des ZDF-Vierteilers Wilde Wellen: Henriette Richter-Röhl hat sich vom Seriensternchen aus Marienhof und Sturm der Liebe zum Fernsehstar gemausert. Dabei ist der Weg von der Soap zum Film oft steinig. News.de kennt prominente Beispiele.

Julianne Moore, Ryan Philippe oder Demi Moore: In Hollywood verdienen diese Schauspieler mittlerweile Millionen und sind zu festen Größen im Filmgeschäft geworden. Ihr Sprungbrett waren Seifenopern, in deren Fahrwasser sie sich längst freigeschwommen haben. Auch hierzulande starten viele Darsteller ihre Karriere in einer Serie, doch der Weg zum Film erweist sich oft steiniger als gedacht und führt scheinbar zwangsläufig über die Schmonzette und nicht selten sogar zur Serie zurück.

Das gilt auch für Henriette Richter-Röhl, die derzeit in dem ZDF-Vierteiler Wilde Wellen zu sehen ist. Als Elena Zirkowski spielte sie sich in der ARD-Vorabendserie Marienhof ab 2000 in die Herzen der Soap-Fans. Nach drei Jahren entschied sie sich für eine Schauspielausbildung in Graz und spielte bis 2005 vor allem Theater. Als Gesicht der ARD-Telenovela Sturm der Liebe kehrte sie schließlich in ein serienähnliches Format zurück.

Seitdem spielt Richter-Röhl vorrangig in TV-Komödien und Schmonzetten. Gefühlig ist auch Wilde Wellen. Dennoch mausert sie sich in der Mischung aus Drama und Krimi als Polizistin Marie Lamare zu einer Schauspielerin mit mehr als nur einer Facette. In Kritiken der millionenschweren Produktion, die in der Bretagne gedreht wurde, wird ihre darstellerische Leistung trotz aller Seichtheit der Story als wunderbar bis hinreißend bezeichnet.

Serienstar auf ewig?

Ehemalige Kolleginnen von Richter-Röhl haben da einen etwas schwereren Stand im Filmgeschäft. Jessica Ginkel wechselte von der Daily Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten (GZSZ) zur ZDF-Telenovela Lena - Liebe meines Lebens. Bemerkenswerte Filmrollen? Fehlanzeige. Auch Nina Bott kann davon nur wenig in ihrer Vita verzeichnen. Stattdessen scheint sie in der Endlossschleife Seifenoper gefangen: Auf acht Jahre GZSZ folgten über 500 Folgen Alles was zählt.

Seit Mitte des Jahres spielt Bott eine der Hauptrollen in Verbotene Liebe. Ihr Abo auf Serien findet sie alles andere als schlimm. In einem Sat.1 landete mit ihr in der Rolle der Romanheldin nach Iny Lorentz einen Quotenhit: Für den Sender war es mit 9,75 Millionen Zuschauern der meistgesehene Film seit 2008. Die Fortsetzung - Die Rache der Wanderhure - wird noch bis 15. Oktober gedreht, natürlich mit Neldel in der Hauptrolle.

Sehen Sie in unserer Bilderstrecke weitere deutsche Schauspieler, die sich nach ihrer Serienkarriere mal mehr und mal weniger erfolgreich an einer Filmkarriere versuchten.

Wilde Wellen (Teil 3), Donnerstag, 1. September 2011, 20.15 Uhr, ZDF (Teil 4 am Sonntag, 4. September 2011, 20.15 Uhr, ZDF) 

som/news.de

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