Fritz Wepper Endlich darf er «Derrick» spielen

Der ewige Harry wird zum Kommissar befördert: Das Erste schenkt Fritz Wepper zum 70. Geburtstag eine Rolle, auf die er lange gewartet hat. Ein ganz besonderes Präsent hat er sich selbst gemacht: Er wird mit 70 noch einmal Papa.
 

Lindburgs Fall (Foto)
Mit Humor und Pistole: Peter Lindburg (Fritz Wepper, rechts) und sein treuer Assistent Mike Häusl (Bernd Michael Lade). Bild: ARD Degeto/NDF/Oliver Feist

Jahrelang war der Schauspieler Fritz Wepper der ewige Assistent. Als «Hol' schon mal den Wagen»-Harry wurde er in der TV-Serie Derrick berühmt. Zuvor spielte er dieselbe Rolle schon in Der Kommissar. Nur zwei Tage nach seinem 70. Geburtstag wird Wepper nun endlich befördert. In der ARD-Krimikomödie Lindburgs Fall ist er heute Abend als TV-Polizist zu sehen, der in Wahrheit in einem Mordfall ermittelt.

280 Folgen lang ging der Schauspieler Peter Lindburg in der Fernsehserie Blaulicht als Kommissar Kämpfer auf Streife. Unterstützt wurde der beliebte TV-Ermittler dabei von einem treuen Assistenten. «Conny, hier stimmt was nicht!», war der Satz, der die Sendung jahrzehntelang prägte. Doch nun ist Schluss. Blaulicht wurde wegen miserabler Einschaltquoten abgesetzt. Lindburg zieht sich daraufhin frustriert in seine thüringische Heimat zurück. Dort beobachtet er eines Nachts einen Mord. Lindburg ist überzeugt: Ausgerechnet der angesehene Staatsanwalt Dr. Eugen von Wangenheim hat in seiner Wohnung eine Frau erschlagen. Da ihm die Polizei nicht glauben will, setzt sich Lindburg anschließend auf eigene Faust an die Auflösung des Falles. Unterstützt wird er dabei natürlich von seinem bewährten Assistenten.

«Lindburgs Fall»: Fritz Wepper als TV-Kommissar
zurĂŒck Weiter Lindburgs Fall (Foto) Zur Fotostrecke Foto: ARD Degeto/NDF/Oliver Feist

Augenzwinkernde Hommage

Lindburgs Fall ist ein augenzwinkerndes Geburtstagsgeschenk für Fritz Wepper und zugleich eine Verbeugung vor urdeutschen TV-Krimis wie Derrick oder Der Alte. Der reale Fall, mit dem der abgesetzte Fernsehermittler konfrontiert wird, hätte gut und gerne auch einem klassischen Drehbuch entsprungen sein können. Kein Wunder, dass Wepper in seiner Rolle glaubt, den Fall mit all seiner TV-Erfahrung selbst lösen zu können. «Das war eine sehr interessante und reizvolle Rolle oder, wie man auf Bayrisch sagt, ein Schmankerl. Es wird mit meiner Vergangenheit geliebäugelt. Zum Beispiel habe ich diesmal einen Assistenten», sagt Wepper über seinen Einsatz.

Der Fernsehstreifen lebt vor allem von seiner Film-im-Film-Atmosphäre, mit der humorvoll umgegangen wird. Zunächst erlebt Wepper in seinem Part einige Bauchlandungen. So muss er einsehen, dass nicht jeder Rollstuhlfahrer seine Behinderung bloß simuliert. Im Fernsehen war das noch ganz anders. Die entsprechende Filmszene ist nicht nur ein wenig zum Fremdschämen, sie erinnert zudem an einen ähnlichen Augenblick aus The Big Lebowski.

Ähnlichkeiten mit realen TV-Ermittlern sind gewollt

Lindburgs Fall spielt mit zahlreichen Anspielungen, lässt Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen und präsentiert letztendlich eine Auflösung, die auch Derrick gut zu Gesicht gestanden hätte. Ähnlichkeiten mit der bekannten Serie sind nicht von der Hand zu weisen. In einer Szene wird Peter Lindburg von jugendlichen Schlägern sogar mit Stefan Derrick verwechselt. Mehr Hommage geht kaum.

Fritz Wepper: Derricks ewiger Chauffeur

In erster Linie ist Lindburgs Fall aber ein launiger Fernsehfilm, der Fritz Wepper auf den Leib geschrieben ist. Er ist der Dreh- und Angelpunkt der Handlung und darf zudem sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen. Unterstützt wird er dabei unter anderem von Bernd Michael Lade als alkoholabhängiger Assistent, Barbara Schöneberger als Klatschreporterin und Francis Fulton-Smith als Fiesling. Sie alle feiern bei Weppers inoffizieller Geburtstagsfeier mit. 

Spätes Vaterglück

Für ein ganz besonderes Geschenk soll derweil Weppers Lebensgefährtin Susanne Kellermann  zuständig sein: Laut einem Bericht der Bild ist die 34-Jährige im fünften Monat schwanger. Für Fritz Wepper wäre es das zweite Kind.

Aus seiner Ehe mit Angela Wepper stammt seine 29 Jahre alte Tochter Sophie, mit der er regelmäßig für die ARD-Reihe Mord in bester Gesellschaft vor der Kamera steht. Wepper selbst wollte sich zu der möglichen Schwangerschaft nicht äußern: «Dazu sage ich nichts». Stattdessen zitiert Bild seine Lebensgefährtin («Ja, ich bin im fünften Monat schwanger!»), die Freunden das freudige Ereignis bestätigt haben soll.

Bestes Zitat: «Conny hier stimmt was nicht!»

Titel: Lindburgs Fall, Regie: Franziska Meyer Price, Darsteller: Fritz Wepper, Bernd Michael Lade, Francis Fulton-Smith, Barbara Schöneberger, Saskia Vester und andere, Sendetermin: Freitag, 19. August 2011, 20.15 Uhr, Das Erste

Und hier lesen Sie, welche Schauspieler die news.de-Redaktion gerne öfter im TV sehen möchte

car/news.de/dapd

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Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • barbara
  • Kommentar 3
  • 21.08.2011 16:38

Lindburgs Fall: Der Film war ganz gut gemacht, aber nicht in ThĂŒringen. Er spielte hauptsĂ€chlich in Freyburg/Unstrut und beim Oberlandesgericht in Naumburg wurde sogar vergessen, dass Landeswappen von Sachsen-Anhalt zu ĂŒberdecken oder zu kaschieren - hĂ€tte einem guten "Filmemacher" auffallen mĂŒssen. Über so etwas kann man sich schon Ă€rgern und man hĂ€tte die Handlung gleich nach Sachsen-Anhalt verlegen können. Wen hĂ€tte das interessiert.

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  • beeanca
  • Kommentar 2
  • 20.08.2011 00:08
Antwort auf Kommentar 1

....wie fies kann man nur sein,,,,DUUU wirst auch mal Ă€lter, und Fritz Wepper hat dir sicher nicht getan.- FĂŒr die "Tele-Tubbis" empfehle ICH DIR TV-Kindersender... !! Laß Erwachsene in Ruhe, sofern sie dir Nichts getan haben.- Mille Grazie, KOLLEGE (-:

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  • romo
  • Kommentar 1
  • 19.08.2011 16:54

Wepper - gibt`s da nix Besseres? Der Kerl sieht so fies aus und tut auch nicht nur sympatische Dinge. ... Mal was Frisches,Dynamisches und nicht so alte und aufgedunsene FettsÀcke.

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