Auswandern im TV Einfach mal die Biege machen

Konny Reimann (Foto)
Konny Reimann hat sein Stück vom Auswanderer-Kuchen abbekommen. Bild: Vox

Tobias RüsterVon news.de-Redakteur
Auf den Spuren von Daniela Katzenberger und Konny Reimann: Seit fünf Jahren begleitet Vox in Goodbye Deutschland! Menschen, die ihrer Heimat den Rücken kehren. Auch bei Kabel Eins wird jetzt in Stellungswechsel: Job bekannt, fremdes Land  ausgewandert. Allerdings nur testweise.

Die Vox-Doku-Soap Goodbye Deutschland! Die Auswanderer feiert Jubiläum: Seit fünf Jahren stellt das Format Menschen vor, die ihrer Heimat den Rücken kehren, um in einem fremden Land das große Glück zu suchen. Allein im vergangenen Jahr sind laut Statistischem Bundesamt 141.000 Deutsche ausgewandert. Gefühlte 139.999 hat Goodbye Deutschland! Die Auswanderer begleitet.

Ganz so viele waren es aber nicht: 225 Abenteurer wurden in den rund 300 Sendungen bei ihrem Vorhaben von einem Kamerateam verfolgt. Rund zwei Millionen Kilometer, das sind 50 Weltumrundungen, haben die TV-Macher zurückgelegt. Die Ziele waren so vielfältig wie ungewöhnlich. Von Brasilien, über den australischen Dschungel, das verschneite Finnland, Thailand, Südafrika und bis an die Grenze Alaskas war alles dabei.

Einwandern, auswandern
Probleme hier wie dort
Auswanderer (Foto) Zur Fotostrecke

Und auch ein paar besonderen Auswanderer-Exemplaren hat die Sendung regelmäßig über die Schulter geschaut: Daniela Katzenberger, Robert und Carmen Geis und Konny Reimann mit Familie. Letztere werden von Vox gern als «Auswanderer-Pioniere» bezeichnet. Die ursprünglich aus Hamburg stammende Familie zog es 2004 nach Texas.

Auswandern als Karrierestart

Und tatsächlich: Wenn es um ein Paradebeispiel für Auswanderer geht, stehen die Reimanns an erster Stelle. Bei Daniela Katzenberger hat das mit dem Auswandern zwar nur bedingt geklappt, doch immerhin ist die gebürtige Ludwigshafenerin mittlerweile Gastronomin auf Mallorca. Zumindest wenn sie nicht für ihre eigene Serie Natürlich Blond vor der Kamera steht.

Ironischerweise musste auch Konny Reimann seine Heimat verlassen, um in dieser zu einer kleinen Berühmtheit zu werden. Mittlerweile reist er mit seinem Bühnenprogramm Moin-Moin- Konny Reimann erzählt kreuz und quer durch Deutschland.

Zum fünften Geburtstag von Goodbye Deutschland! blickt Familie Reimann in einer dreistündigen Sonderausgabe auf die verrückten letzten Jahre zurück. Vom ersten Vorstellungsgespräch der Nordlichter in der neuen Heimat, über ihre Haussuche mit Maklerin (und Flöhen), dem Abriss ihrer alten Häuser und waghalsigen Plänen für Konny Island bis hin zur Hochwasserpanne und dem ersten eigenen Familienurlaub gibt es einiges zu rekapitulieren, wie unsere Fotostrecke beweist.

Biete Deutschland, suche Ausland

Auch bei Kabel Eins wird kräftig ausgewandert. Zumindest auf absehbare Zeit. Bei dem Privatsender läuft zurzeit dienstags um 20.15 Uhr die Doku-Soap Stellungswechsel: Job bekannt, fremdes Land. Darin erhalten Menschen, die sich mit Auswanderungsgedanken tragen, die Chance, eine Woche lang mit einem ausländischen Kollegen den Arbeitsplatz zu tauschen.

Egal ob Taxifahrer, Kfz-Mechaniker oder Friseur - zahlreiche Überraschungen und Kuriositäten warten auf die Arbeitnehmer, Vorurteile, Sprachbarrieren und eigenartige Essgewohnheiten inklusive. Ein solcher Vorab-Check hätte sich auch einigen Kandidaten von Goodbye Deutschland! gut getan.

In der heutigen Episode erleben Fritz Meister (56) und Chris Bertl (42) aus Bad Tölz das Verkehrschaos der indischen Metropole Mumbai. Die beiden Taxifahrer tauschen eine Woche lang ihre Arbeitsplätze mit zwei indischen Kollegen, die es in Deutschland mit Mercedes-Kutschen, Rechtsverkehr und der bayerischen Mundart auch nicht leicht haben. Da geraten die Auswanderungsgedanken in weite Ferne.

Goodbye Deutschland! Die Auswanderer: Dienstag, 9. August, 21.10 Uhr, Vox

Stellungswechsel: Dienstag, 9. August, 20.15 Uhr, Kabel Eins

boi/news.de

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
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  • Kommentar 2
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  • Kommentar 1
  • 09.08.2011 16:43

bin selbst vor über 11 Jahren nach Kenya ausgewandert und bereue eigentlich nur,daß ich nicht schon 10 Jahre eher gegangen bin. Aber die Meisten der daheimgebliebenen Verwandten dieser idiotischen TV-Auswanderer werden wohl bald Bettelbriefe für die Kohle eines Heimflugtickets bekommen. Man wandert nicht einfach aus,weil das Wetter irgentwo anders besser ist!!! Meine Vorbereitungen haben insgesammt 3 Jahre und etwa 15000,- DM gebraucht und... ich kannte das Land seit über 10 Jahren auch von seiner "untouristischen" Seite!

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