«My Name Is» Finale für Elvis und Co.

Von news.de-Volontär Ayke Süthoff
Heute geht die etwas andere Castingshow My Name Is zu Ende. RTL2 sendet das Finale live aus Düsseldorf. Dabei werden keine neuen Stars gesucht, sondern Imitatoren. Im Finale trifft ein falscher Udo Lindenberg auf den falschen Robbie Williams und Sarah Connor.

«Du bist scheiße gewesen, richtig scheiße», sagt Michelle über einen Möchtegern-Oliver Pocher, der zwar versuchte seine vermeintliche Gattin Alessandra zu knutschen, dann aber als Sänger versagte. Einer der Höhepunkte der vorletzten Folge von My Name Is. So viel Direktheit hatte man der Schlagersängerin vor wenigen Wochen noch gar nicht zugetraut. Aber Michelle ist als Teil der Jury gnadenlos ehrlich. Und das tut dem Casting-Format bei RTL2 gut.

Bei My Name Is werden keine neuen Stars gesucht, sondern Imitatoren alter Stars - das ist der große Unterschied zu all den anderen Castingshows im deutschen Fernsehen. Diese Idee der RTL2-Macher ist gut, denn sie gibt dem Format einen interessanten neuen Dreh.

Das kommt auch bei den Zuschauern an, durchschnittlich schauten in den letzten drei Wochen mehr als 1,3 Millionen Deutsche zu, ein Topwert für RTL2 an einem Mittwochabend. Dabei konnten die Zuschauer ein paar sehr unterhaltsame Auftritte erleben, teils weil sie so schlecht und uninspiriert waren wie der vom Möchtegern-Pocher. Es waren aber auch richtig gute Momente dabei.

My Name Is
Lady Gaga noch verrückter
Video: Youtube

Zu wenig Mut für wirklich Neues

Leider fehlt wie den meisten Castingshows auch RTL2 an den entscheidenden Stellen der Mut - zum Beispiel als mit Christian «Hedi» Mohr einmal ein wirklich talentierter Künstler auf der Bühne steht. Da hat Michelle gleich Angst, ob er nicht «zu verrückt ist für die Show». Zwar kam Mohr als Lady Gaga in die zweite Runde, doch dann war Schluss. Problem: Der talentierte Musiker hat zu viel seiner eigenen Kunst hereingebracht und zu wenig der originalen Gaga in seiner Performance gelassen. RTL2 sucht aber Imitatoren und keine eigenständigen Künstler.

Deshalb wurden die weniger überraschenden aber soliden Performer ins Finale gewunken. Unter den Erwachsenen kämpfen ein Udo Lindenberg, ein Robbie Williams, ein Thomas Anders und eine Sarah Connor um den My Name Is-Thron. In der Kinderwertung tritt eine achtjährige Beyoncé gegen einen zwölfjährigen Freddie Mercury, einen 15-jährigen Elvis und einen ebenfalls zwölfjährigen Justin Bieber an.

«My Name Is»
Wer ist das Original?
Dieter Bohlen (Foto) Zur Fotostrecke

Das Finale wird heute Abend ab 20.15 Uhr live bei RTL2 gesendet. Dann müssen sich all die falschen Stars der Jury aus Alessandra Pocher, Michelle und Musikmanager Maarten Steinkamp stellen. Für den Gewinner winkt ein großer Auftritt: Es geht nach Las Vegas, das Paradies für Imitatoren. Dort dürfen die Imitatoren bei der «Impersonator Convention» vor einem großen Publikum auftreten und beweisen, dass sie die deutsche Show zu Recht gewonnen haben.

My Name Is, Mittwoch, 6. Juli 2011, 20.15, RTL2

kls/news.de

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