TV-Quoten Doppelschlag für die Sachsenklinik

In aller Freundschaft (Foto)
Erfolgsgarant für die ARD: die Ärzteserie In aller Freundschaft. Bild: dpa

Von news.de-Volontär Ayke Süthoff
Das Erste sendet am Dienstagabend gleich zwei Folgen der Erfolgsserie In aller Freundschaft und kommt damit auf Top-Quoten. Auch die anschließende Dokumentation über den Kachelmann-Prozess erreicht viele Zuschauer. Nur RTL hält ernsthaft dagegen.

TV-Quoten (alt)

In aller Freundschaft erfreut sich auch nach mehr als 500 Folgen unglaublicher Beliebtheit. Nach Staffelschluss von Um Himmels Willen sendete die ARD am gestrigen Abend gleich zwei Folgen der Leipziger Ärzteserie und machte damit alles richtig: Ab 20.15 Uhr schalteten 5,7 Millionen Zuschauer zu, die zweite Episode ab 21 Uhr sahen sogar 6,7 Millionen Zuschauer.

Dagegen kam die Konkurrenz nicht an. Nur RTL konnte einigermaßen gute Quoten vorweisen. Die Krimiserie CSI: Miami verfolgten 3,8 Millionen Deutsche. Anschließend sahen 3,7 Millionen Zuschauer die amerikanische Version der Sachsenklinik-Serie Dr. House.

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Kein Widerspruch: Boris Becker und Schule
Video: news.de

Der eigentliche Aufreger am gestrigen Tag war aber der Freispruch von Jörg Kachelmann. Das Ende des langwierigen Prozesses bestimmte am ganzen Dienstag die Nachrichten. Auch die Fernsehanstalten stürzten sich auf den ehemaligen Wettermoderator, allen voran die öffentlich-rechtlichen. Für die ARD brachte Kachelmann schon immer gute Quoten, auch am Tag der Urteilsverkündung. Das Erste sendete nach dem Sachsenklinik-Doppelschlag eine halbstündige Dokumentation unter dem Titel Der Fall Kachelmann - Das Urteil und kam damit auf beachtliche 3,3 Millionen Zuschauer.

Die öffentlich-rechtlichen Talkshows beschäftigten sich ebenfalls mit dem Thema Kachelmann: Sandra Maischberger fragte Hat er die Wahrheit gesagt?, was freilich auch sie nicht klären konnte. Trotzdem verfolgten 1,9 Millionen Zuschauer ihre Sendung mit Stargast Alice Schwarzer. Bei ZDF-Talker Markus Lanz nahm hingegen Kachelmanns Verteidiger, der Staranwalt Johann Schwenn, Platz und riss die Aufmerksamkeit von 1,3 Millionen Zuschauern auf sich. Damit kamen die Talkshows auf gute aber auch nicht außergewöhnlich hohe Werte.

Bei all dem Lärm um Jörg Kachelmann blieb für einen anderen (ehemaligen) Star nicht mehr viel Aufmerksamkeit: Boris Becker. Die Tennislegende bastelt schon seit Jahren an einer erfolgreichen TV-Karriere, die sich aber schlichtweg nicht einstellen will. Das Format Boris macht Schule wurde dank einer schlechten Vorahnung der Verantwortlichen von Sat.1 schon zu Kabel Eins abgeschoben, dort wurde die Premiere am gestrigen Abend auch gleich zur Pleite: Nur 0,6 Millionen Zuschauer wollten sehen, wie Boris eine Schule im Berliner Stadtteil Friedrichshain renoviert.

wie/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Bernd Gebert
  • Kommentar 1
  • 01.06.2011 16:48

Das Thema, das Boris Becker aufgegriffen hat ist von größter gesellschaftlicher Relevanz. Und es wäre bedauerlich, wenn die Entscheidungsträger der Sendeanstalten die Quote statt den gesunden Menschenverstand heranziehen, wenn der Mammon und nicht das Herz regiert. - Allen Schulen, die nicht mit Boris grundsaniert werden können, wollte kabel eins mit „Das macht Schule“ (www.das-macht-schule.net) in K1 eine nachhaltige Alternative vorstellen. Wir freuen uns über 1,2 Mio Zuschauer. Der Beitrag über "Das macht Schule“ zeigte zwei Renovierungsprojekte an Schulen, in Eigeninitiative.

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